Zusammenfassung

Die physiologische Variation der Form und Größe des menschlichen Schädels beruht auf der individuellen Variation seiner Bauelemente. Wachholder unterscheidet 1. eine intraindividuelle Variabilität jedes einzelnen Lebewesens und 2. eine interindividuelle, bei einer jeden größeren Gruppe von gleichartigen und auch unter gleichartigen äußeren Bedingungen sich befindenden Lebewesen. Der Begriff des „Normalen“ ist ein statistischer und berücksichtigt eine „normale Streuung“ meßtechnischer Ergebnisse, z. B. für bestimmte Altersklassen oder Bevölkerungsgruppen. Die anatomischen Varianten sind dann im Bereich der normalen Streuung untergebracht. Die zahlenmäßige Erfassung ihrer Häufigkeit hängt vom Zufall der Zusammensetzung und des Umfanges irgendeines untersuchten Bildkollektivs ab. Dabei können sich einzelne Varianten als häufig oder selten erweisen.

Copyright information

© Springer-Verlag / Berlin · Göttingen · Heidelberg 1964

Authors and Affiliations

  • Walther Bergerhoff
    • 1
  1. 1.Universität KölnDeutschland

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