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Der Hoppersauger in vielseitiger Ausführungsart

  • Blaum
  • Friedmut v. Marnitz

Zusammenfassung

Erstes Beispiel eines kleinen Fahrzeugs sei der von der Werft Holland, Hardingxfeld, im Jahre 1954 gebaute Hoppersauger nach Abb. 300. Er ist für die Gewinnung von Sand und Kies bestimmt und hat die Abmessungen 46 × 7 × 2,1 m, ein Laderaumfassungsvermögen von 230 m3 und eine Tragfähigkeit von 350 t bei 100 mm Freibord. Ein Dieselmotor von 200 PS bei 430 U/min gibt, mit der Propellerwelle gekuppelt, dem Schiff eine Geschwindigkeit von 81/4 Knoten = 15,3 km/h. Beim Saugen wird die Propellerwelle abgekuppelt und die vor dem Motor stehende Baggerpumpe angetrieben. Der nach vorn gerichtete Saugarm an der Steuerbordseite hat eine Weite von 300 mm und läßt eine Saugtiefe von 11 m erreichen. Auf Nachgiebigkeit ist verzichtet, da ein derartiges Fahrzeug nicht im Seegang zu arbeiten hat. Das Gemisch geht von der Pumpe nach oben in eine Rinne, die schräg abfallend über den Laderaum geführt ist und auf ihrer Unterseite Verteilklappen besitzt. Die Hauptspantzeichnung Abb. 301 läßt erkennen, daß keine Bodenklappen vorhanden sind, da das Fahrzeug zur Gewinnung und Verwertung von Material bestimmt ist. Deswegen ist auch ein Absaugen unter Hinzutritt von Wasser unerwünscht, und das in der Ladung enthaltene Wasser soll soweit wie möglich entzogen werden. Der Laderaum hat senkrechte Wände und in der Mitte seines Bodens einen Lochstreifen. Unter diesem liegt ein Kanal mit rechteckigem Querschnitt, der in halber Höhe durch ein weiteres Lochblech geteilt ist. Das Wasser, das in den Poren der Ladung enthalten ist, geht bei Zurückhaltung von Feststoffteilen durch die Lochblechstreifen in den unteren Teil des Kanals und kann hier durch Pumpen, die von der Hauptmaschinenwelle angetrieben werden, abgesaugt werden. Auf diese Weise wird Sand und Kies während der Fahrt zur Entladestelle getrocknet und dann durch einen an Land stehenden Greifer entladen. Vorher muß die über den Laderaum gehende Beladerinne nach der Seite geschoben werden, damit der Greif er ungehindert arbeiten kann. Er schüttet seinen Inhalt in Silos, aus denen ihn Lastwagen entnehmen und an die Verbraucherstelle bringen. Für diesen Straßentransport ist nur Material zu verwenden, dem das Wasser weitgehend entzogen ist.

Abb. 300

Selbstfahrender Saugbagger für Sandgewinnung mit einem Laderaumfassungsvermögen von 230 m3 bei 350 t Ladungsgewicht und einem Antriebsmotor von 200 PS

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Blaum
  • Friedmut v. Marnitz
    • 1
  1. 1.Frankfurt a. M.Deutschland

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