Zur Morphologie experimenteller Hirntumoren

  • B. Schiefer
Conference paper
Part of the Acta Neuropathologica book series (NEUROPATHOLOGIC, volume 1)

Zusammenfassung

Die experimentelle Erzeugung von Tumoren mit chemischen Stoffen ist ein von der natürlichen, spontanen Entstehung einer Geschwulst grundverschiedener Vorgang. Dies gilt ganz besonders für das Hirn mit seiner geschützten Lage, welches traumatischen, chemischen oder chronisch-irritativen Einwirkungen der Außenwelt nahezu verschlossen bleibt [Zülch (1959)]. Dennoch erweist sich die experimentelle Geschwulsterzeugung als eine Möglichkeit, wenigstens annähernd jene Vorgänge nachzuahmen, wie sie sich bei der Entartung eines normalen Zellverbandes zur Geschwulst abspielen. Das Experiment stellt damit einen Versuch zur Klärung der Histogenese der Hirntumoren dar, wobei allerdings berücksichtigt werden muß, daß die histogenetische Deutung der Geschwülste wohl immer nur als eine Arbeitshypothese aufzufassen ist, die niemals behaupten will, daß die Geschwulstzellen nun auch tatsächlich aus den entsprechenden embryonalen Zellen entstehen [Zülch (1956 b)]. Die von Oberling, Guerin u. Guerin (1936) zuerst durchgeführten Versuche zur experimentellen Erzeugung von Hirntumoren fanden in den folgenden Jahren zahlreiche Nachfolger, wobei mit den verschiedensten Carcinogenen gearbeitet wurde.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG / Berlin · Göttingen · Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • B. Schiefer
    • 1
  1. 1.Institut für TierpathologieUniversität München8 München 22Deutschland

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