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Die Problematik der Familiengruppen

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Zusammenfassung

Die Problematik der Familiengruppen Eines der Mittel, die Beziehung von Familienleben und Kriminalität zu untersuchen, ist die Aufspaltung nach Familienstand. Die zunehmende Abneigung amtlicher Kriminalstatistiken gegen die Erhebung des Familienstands1 ist nicht berechtigt. Damit soll nur den Schwierigkeiten ausgewichen werden, die hinter den rechtlichen Kategorien stehen. Auch herrscht die Furcht, ein Dogma einzubüßen, das der alte und tüchtige Moralstatistiker von Öttingen als die „sittigende Macht des Familienlebens“ bezeichnet hat2. An diesem Glaubenssatz, so meint man, darf die Wissenschaft nicht rütteln. Er kommt aus grauer Vorzeit und dem Denken ahnengläubiger Kulturen. Selbst wenn die Ehe von tausend widrigen Einflüssen bestürmt wird, die das Zeitalter der Maschinen heraufgeführt hat, so bleibt sie mit allen Mißerfolgen das größte und das segensreichste aller Institute. Gewiß hat die Entwicklung neuen Krisen Tür und Tor geöffnet. Wer sie nicht sehen will, hat sie damit nicht aus der Welt geschafft.

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Literatur

  1. 1.
    Roesner: Handwörterbuch der Kriminologie, Bd. II, S. 401.Google Scholar
  2. 2.
    Ebenda, Bd. II, S. 398.Google Scholar
  3. 3.
    Nötscher, F.: Biblische Altertumskunde, S. 69 und 70.Google Scholar
  4. 4.
    Richter, XI, 37ff.Google Scholar
  5. 1.
    Sartori, P.: Sitte und Brauch, Bd. II, S. 133.Google Scholar
  6. 2.
    Plutarch: Lykurg, 15. Die Hagestolze mußten nackt um den Markt marschieren und dabei ein Lied der Selbstverspottung singen, „es geschehe ihnen ganz recht, weil sie gegen die Gesetze ungehorsam seien“.Google Scholar
  7. 3.
    Plutarch: Lysander, 30. — Als ungeeignet galten Geldheiraten. — Die statistische Kategorie „verheiratet“ wurde also schon damals qualitativen Einschränkungen unterworfen.Google Scholar
  8. 4.
    Coulanges, Fustel de: Der antike Staat, S. 49, Berlin 1907. — „Wir berühren hier eines der bezeichnendsten Merkmale der antiken Familie. Die Religion, die sie bildete, verlangt gebieterisch, daß sie nicht zugrunde geht. Eine Familie, die erlischt, das ist ein Kultus, der dahinstirbt. Man muß sich diese Familien zur Zeit vorstellen, wo die Glaubenslehren sich noch nicht verändert hatten. Jede von ihnen besitzt eine Religion und Götter, ein kostbares Gut, worüber sie wachen muß. Das größte Unglück, das ihre Frömmigkeit zu fürchten hat, ist, daß ihre Linie erlischt. Denn dann würde die Religion von der Erde verschwinden, ihr Herd würde erlöschen, die ganze Reihe ihrer Toten versänke in Vergessenheit, in ewiges Elend. Das große Bestreben des menschlichen Lebens ist, die Nachkommenschaft und damit den Kultus zu erhalten. Diesen Meinungen zufolge war das Zölibat ein schwerer Fehler und zugleich ein Unglück.“Google Scholar
  9. 5.
    Ebenda, S. 50.Google Scholar
  10. 6.
    In Hasting’s Encyclopaedia of religion and ethic, Bd. V, S. 754, Edinburgh 1912.Google Scholar
  11. 1.
    Paul, Hermann: Deutsches Wörterbuch, S. 235, Halle 1908.Google Scholar
  12. 2.
    Rochholz, Ernst Ludwig: Schweizer Sagen aus dem Aargau, Bd. II, S. 44. — Siehe auch den Zaubervogel in Grimms „Machandelboom“. Sein Kywitt ist der plattdeutsche Name für den Kiebitz.Google Scholar
  13. 3.
    Daher erhalten in Deutschland vielfach die jungen Mädchen im Tode den Brautschmuck, den sie im Leben nicht erringen konnten. Sartori: Sitte und Brauch, Bd. I, S. 133, Leipzig 1910.Google Scholar
  14. 4.
    „Ledig“ bedeutet frei, ungehindert, müßig, leer, beweglich. Kluge-Götze, S. 444. Paul nennt auch die Bedeutung „nicht gefangen“, S. 324.Google Scholar
  15. 5.
    „Alte Jungfern und Junggesellen“, teilt Sartori mit (Bd. I, S. 121), „sind vielfachem Spott ausgesetzt. Ja selbst nach ihrem Tode droht ihnen allerlei ausgesuchte Trübsal — von zehn Jungfrauen fahren neun zum Teufel — namentlich, wenn die Ehelosigkeit in ihrem eigenen Willen begründet gewesen ist.“Google Scholar
  16. 6.
    Erwähnt bei Hagemann, Bd. I, S. 398.Google Scholar
  17. 7.
    Hagemann, Bd. I, S. 402.Google Scholar
  18. 8.
    Ebenda, Bd. I, S. 406. — Man konnte amtlich sich nichts Schlimmeres denken.Google Scholar
  19. 1.
    Stat. Abstract 1960, S. 45.Google Scholar
  20. 2.
    Ebenda, S. 48 (1946). Die Zahlen schwanken heftig. Für das Jahr 1940 werden 447080 abwesende Ehefrauen angegeben, 1946 etwas mehr als die Hälfte.Google Scholar
  21. 3.
    Stat. Abstract 1947, S. 57. 1960 fehlen diese Zahlen. — 1944 waren interniert: Geisteskranke 501751; 118153 Geistesschwache und 130805 Gefangene. Ebenda, S. 86 und 101.Google Scholar
  22. 1.
    Hagemann, Handwörterbuch, Bd. I, S. 398.Google Scholar
  23. 2.
    Statistisches Jahrbuch 1960, S. 408.Google Scholar
  24. 3.
    Stransky, Erwin, im Sammelband: Die Sexualität des Heimkehrers, S. 25, Stuttgart 1957.Google Scholar
  25. 4.
    Herr W. — Heimkehrer aus Kriegsgefangenschaft — muß feststellen, daß ihn seine Frau betrogen hat; er reagiert auf dieses Erlebnis mit Potenzschwäche, was zur Folge hat, daß seine Frau ihn verläßt. Er heiratet zum zweiten Mal, aber auch die zweite Frau betrügt ihn auf die fortschreitende Potenzschwäche hin; bei alledem fordert sie, daß der Patient mir ihr geschlechtlich verkehre; droht ihm, im Falle weiteren Versagens ihn auch weiterhin zu betrügen, und verwirklicht ihre Drohung wiederholte Male.“ Frankl, Viktor E., und Gottfried, Roth ebenda, S. 68.Google Scholar
  26. 5.
    Report of the Committee on homosexual offences and prostitution, S. 17, London 1958.Google Scholar
  27. 6.
    Ebenda, S. 18.Google Scholar
  28. 7.
    Hirschfeld: Geschlechtskunde, Bd. I, S. 575.Google Scholar
  29. 8.
    Hirschfeld: Geschlechtsanomalien, S. 246.Google Scholar
  30. 1.
    „... Wir haben uns entschlossen, getrennt zu leben, jeder seine Wohnung zu behalten und uns nur aus Neigung, nicht aus Pflichtgefühl zu treffen. Wir haben beschlossen, daß 7 Frühstücke miteinander pro Woche langweilig sein könnten. Wir haben beschlossen, es sei eine vorsündflutliche Sitte, wenn die Frau ihren Namen abtut, der doch Teil ihrer Persönlichkeit geworden ist, wie ihre Augenfarbe. Diese Aufgabe ist durch nichts begründet. Ich bin als Fanny Hurst geboren und möchte als Fanny Hurst sterben. Wir haben beschlossen, im Falle von Nachkommenschaft solle das Kind den Namen des Vaters annehmen. Wenn es mündig geworden ist, soll die letzte Entscheidung bei ihm liegen... Wir haben entschieden, daß die Natur häufig Fallen stellt, um zwei Menschen zur Ehe zu verlocken. Deshalb wollen wir unsere Ehe auf ein Jahr probieren. Sollte am Ende dieser Frist die Unternehmung sich mehr als eine Last herausstellen denn ein Gewinn, so wollen wir in aller Ruhe auseinandergehen.“ Thomas, W. L: The unadjusted girl, S. 93, Boston 1923.Google Scholar
  31. 2.
    Statistisches Jahrbuch 1960, S. 50.Google Scholar
  32. 3.
    Bei einem New Yorker Mordfall kam folgende Beziehung von Bruder und Schwester, die zusammenwohnten, zur Sprache: „Fred hatte seine (jetzt tote) Schwester angebetet. Seine Mutter sagte aus, daß er einen wahren Kult mit ihr getrieben habe. Eine der besten Freundinnen der Ermordeten drückte sich in gleicher Weise aus. Es wäre eine wundervolle Freundschaft gewesen.“ Collins, Ted: New York murders, S. 179, New York 1944.Google Scholar
  33. 4.
    Siehe die Fälle in meiner Studie: Zur Kriminalität verschleppter Mutterliebe, Schweiz. Zeitschrift für Strafrecht 1960, S. 281 ff. — In dem Nürnberger Falle schliefen sogar Mutter und Sohn in dem gleichen Zimmer, trotzdem sie ganz bemittelt waren (S. 292).Google Scholar
  34. 1a.
    Machthungrige — und dazu zählt die Geldgier — neigen nicht dazu, die tiefe Leidenschaft zu teilen und bleiben deshalb lieber ledig. Von dem Junggesellen Cecil Rhodes schreibt sein Biograph: „Man sagte und man glaubte allgemein, daß Rhodes sich nichts aus Frauen mache... Wahrscheinlich kann man mit Recht sagen, daß er, von seinen Gedanken gehetzt, die meisten Frauen, die er traf, für Zeitverschwendung hielt, wie er jeden Gedanken an Heirat aufgab, weil sie nur seine Arbeit hemmen würde. ‚Als ich beschloß‘, so sagte er seltsamerweise, ‚in die Politik zu gehen, entdeckte ich, daß ich alle engen Beziehungen zu Frauen aufgeben müsse, denn, wie ich merkte, hatte ich für alle beide keine Zeit.‘“ Lockhardt, J. G.: Cecil Rhodes, S. 67, London 1946.Google Scholar
  35. 1b.
    Machthungrige — und dazu zählt die Geldgier — neigen nicht dazu, die tiefe Leidenschaft zu teilen und bleiben deshalb lieber ledig. Von dem Junggesellen Cecil Rhodes schreibt sein Biograph: „Man sagte und man glaubte allgemein, daß Rhodes sich nichts aus Frauen mache... Wahrscheinlich kann man mit Recht sagen, daß er, von seinen Gedanken gehetzt, die meisten Frauen, die er traf, für Zeitverschwendung hielt, wie er jeden Gedanken an Heirat aufgab, weil sie nur seine Arbeit hemmen würde. ‚Als ich beschloß‘, so sagte er seltsamerweise, ‚in die Politik zu gehen, entdeckte ich, daß ich alle engen Beziehungen zu Frauen aufgeben müsse, denn, wie ich merkte, hatte ich für alle beide keine Zeit.‘“ Lockhardt, J. G.: Cecil Rhodes, S. 88, London 1946.Google Scholar
  36. 2.
    Zorbaugh, H. W.: The Gold Coast and the slums, S. 145, Chicago 1929.Google Scholar
  37. 3.
    Statistisches Jahrbuch 1960, S. 43.Google Scholar
  38. 1.
    Exner: Kriminologie, S. 250.Google Scholar
  39. 2.
    Statistisches Jahrbuch 1952, S. 26. — Zahlen von 1960, Ebenda, 1960, S. 50.Google Scholar
  40. 3.
    Ebenda, S. 3. Zahlen sind nur für beide Geschlechter erhältlich.Google Scholar
  41. 4.
    Exner, ebenda, S. 250.Google Scholar
  42. 5.
    „Kaum 16,1% dieser großen Menschenmenge hatte es also je mit der Ehe versucht.“ — Nur wenn wir die Altersverhältnisse dieser mittellosen Wanderer kennten, wäre es möglich, zu einwandfreien Ergebnissen zu kommen.Google Scholar
  43. 2.
    Schäfer, Alfred: Das Delikt der Abtreibung im Landgerichtsbezirk Duisburg in der Zeit von 1936–1950, S. 89, Bonner Diss. 1953.Google Scholar
  44. 1.
    Vor dem 1. Weltkrieg wurden Verheiratete und Ausländerinnen in München nicht inskribiert: in andern großen Städten, wie Wien, war die Praxis weniger zaghaft. Siehe die Zahlen in meiner Untersuchung: Die Kriminalität der Verwitweten und Geschiedenen, in österr. Zeitschrift für Strafrecht 1913, S. 379.Google Scholar
  45. 2.
    „In Berlin lebten zwei Professoren von internationalem Rufe Jahrzehnte zusammen. Als sich Zeitungen, Brötchen und Milchflaschen ein paar Tage lang vor ihrer Korridortür sammelten, benachrichtigten die Hausbewohner die Polizei. Diese fand den einen als halbverhungerten Totenwächter an der noch im Lehnstuhl sitzenden Leiche des andern. Halb wirr vor Trauer und Entkräftigung bejammerte der Überlebende seinen Freund, wobei er ihm einen weiblichen Kosenamen gab.“ Schmidt, Franz von: Nachtseiten der Liebe, S. 235, Rüschlikon 1960.Google Scholar
  46. 3.
    Elliott I, S. 412. Für 1957 werden nur noch 1146000 „getrennte“ Frauen angegeben. Elliott, II, S. 379.Google Scholar
  47. 1.
    „Kürzlich kam Rabbi Ezekiel Lipschitz, der Dekan der orthodoxen Rabbis Polens, nach den Vereinigten Staaten und Chicago mit der ausdrücklichen Absicht, die Ehegatten von 18000 russischen und polnischen jüdischen Frauen zu finden, die in den letzten Jahren verlassen waren.“ Wirth, Louis: The Ghetto, S. 216, Chicago 1958.Google Scholar
  48. 2.
    „... In der Tat, in den letzten zehn Jahren war er stets im Begriff gewesen, heimzugehen. Sechs Monate nach seiner Ankunft in Monte-Flat hatte er die Absicht heimzugehen; er wollte heimgehen, wenn die erste Regenzeit käme; er wollte heimgehen, wenn die Regenzeit vorüber wäre; er wollte heimgehen, wenn man das Bauholz auf dem Roßkastanienhügel geschlagen haben würde..., wenn die Wahlen vorüber seien, wenn er von seiner Frau Antwort erhalten hätte.“ Harte, Bret: Kalifornische Erzählungen, Bd. IX, S. 3, Reclamausgabe.Google Scholar
  49. 1.
    „Meine Frau“, begann er vorsichtig, „weißt Du, sie ist ein wenig rasch mit der Hand.“ Ebenda, Bd. IX, S. 22.Google Scholar
  50. 2.
    In einem alten Mordfall lese ich von dem Opfer: „Die unglückliche Frau war in der Gemeinde sehr beliebt, ihrer Wohltätigkeit und Menschenliebe wegen. Sie hatte keinen Feind als ihren Mann.“ Mühlberger, R. Th.: Das Verbrechen des Mordes, S. 279, Stuttgart 1834.Google Scholar
  51. 3.
    Shaw, Clifford R.: The natural history of a delinquent career, S. 47, Chicago 1931.Google Scholar
  52. 4.
    Zitiert nach Colcord, Johanna C.: Broken homes, S. 21. New York 1919.Google Scholar
  53. 5.
    Sozial bedeutsam ist die längere oder dauernde Trennung. In diesem Falle ist die Entfernung von Mann oder Frau die „Ehescheidung des armen Mannes“. Elliott I, S. 412.Google Scholar
  54. 6.
    Folsom, Joseph K.: The family, S. 11, New York 1934.Google Scholar
  55. 1a.
    Karsner, David: Silver dollar, S. 70, New York 1946.Google Scholar
  56. 1b.
  57. 2.
    Brandt, Lillian: Seven hundred and seventy-four deserters and their families, S. 35, New York 1905.Google Scholar
  58. 3.
    „Sobald er Geldsorgen hatte — damals mit der Loge und den gefälschten Schecks — verließ er mich... Vor drei Jahren verlor er seinen Arbeitsplatz. Alsbald verschwand er aus dem Hause.“ Mowrer, Harriet R.: Personality adjustment and domestic discord, S. 141, New York 1935.Google Scholar
  59. 4.
    Hartland, Sidney E.: Art. “Birth”, Hasting’s Encyclopaedia, Bd. II, S. 636.Google Scholar
  60. 5.
    Das kränkendste an dem Verlassenwerden ist das persönliche Versagen. Fehlt diese Gefühlslage, wie bei der Trennung im Kriege, so tauchen vorübergehend positive Töne der Erleichterung auf. „Sie ging abends“, lesen wir von einer Frau, deren Mann in den Krieg gezogen ist, „wenn die Arbeit getan war (auf den Weiden umher). Manchmal fühlte sie sich so zufrieden, daß sie mit einem plötzlichen Gefühl von Schuld aus ihrem Frieden aufschrak und sich zu einer neuen Ruhelosigkeit zwang, als könne sie nur so ihrem abwesenden Ehegatten gerecht werden.“ White, Patrick: Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie, S. 212, Stuttgart o. D.Google Scholar
  61. 6a.
    Mühlberger, S. 179.Google Scholar
  62. 6b.
    Mühlberger, S. 180.Google Scholar
  63. 1.
    Mühlberger, S. 220ff.Google Scholar
  64. 4.
    Neuer Pitaval, Bd. XXIX, S. 231.Google Scholar
  65. 1.
    Neuer Pitaval, Bd. XXII, S. 14.Google Scholar
  66. 2.
    Young, Filson: Trial of Hawley Harvey Crippen, S. 23, Edinburgh 1920.Google Scholar
  67. 3.
    Sir Hall sprach von einem „abnormal amative appetite“, abnormal nicht in der Richtung, aber in der Stärke des Begehrens.Google Scholar
  68. 4.
    Mühlberger, S. 106.Google Scholar
  69. 5.
    „Verdrossen“ hat die ursprüngliche Bedeutung: „Mir wird etwas zu viel.“ Paul: Deutsches Wörterbuch, S. 594.Google Scholar
  70. 6.
    Neuer Pitaval, Bd. XXV, S. 398.Google Scholar
  71. 7.
    Über ältere Anschauungen siehe His, S. 131.Google Scholar
  72. 8.
    Mühlberger, S. 284.Google Scholar
  73. 1.
    Feuerbach, Bd. I, S. 236.Google Scholar
  74. 2.
    „Der Pfarrer Guth, zur Zeit der Anklage 53 Jahre alt, war in früher Zeit ein schöner, gewandter Mann und ein gesunder Kopf.“ Mühlberger, S. 302.Google Scholar
  75. 3.
    Ebenda, S. 303.Google Scholar
  76. 4.
    Neuer Pitaval, Bd. XXVIII, S. 215, 216.Google Scholar
  77. 5.
    Feuerbach, Bd. I, S. 236.Google Scholar
  78. 6.
    Neuer Pitaval, Bd. XXVIII, S. 215.Google Scholar
  79. 7.
    Feuerbach, Bd. I, S. 234. „Alle seine Kinder, sobald sie der Schule entwachsen waren, dienten ihm als Knechte und Mägde und besorgten mit Arbeitsamkeit die häuslichen Geschäfte. Gleichwohl versagte er ihnen anständige Kleidung, ließ sie öfters Not leiden und setzte sie mit ihrer Mutter in manche peinliche Verlegenheit, besonders wenn er von zu Hause wegging, um mehrere Tage auszubleiben, ohne daß er Geld... zurückgelassen hatte.“Google Scholar
  80. 8.
    Mühlberger, S. 204.Google Scholar
  81. 9.
    Pitaval der Gegenwart, Bd. III, S. 32ff.Google Scholar
  82. 1.
    Tiefreligiöse Zeiten kannten Zaubersprüche, um ehelichen Hader zu kurieren. Siehe die Hymnen in McKenzie, John: Hindu ethics, S. 24, New York 1922.Google Scholar
  83. 2.
    Neuer Pitaval, Bd. XXIX, S. 225.Google Scholar
  84. 3a.
    Bartlett, George A. (früher Richter in Reno, Nevada): Men, women and conflict, S. 166, New York 1931.Google Scholar
  85. 3b.
  86. 1.
    Besonders wirtschaftliche Not ist eine Selbstmordursache mit besonders großem Mißverhältnis unter den Geschlechtern. Siehe Roesner, Handwörterbuch, Bd. II, S. 572.Google Scholar
  87. 2.
    Mowrer, Harriet, S. 196–198.Google Scholar
  88. 3.
    Ebenda, S. 142.Google Scholar
  89. 4.
    Ebenda, S. 196–198.Google Scholar
  90. 5.
    Ebenda, S. 161.Google Scholar
  91. 1a.
    Mowrer, Harriet, S. 140.Google Scholar
  92. 1b.
    Mowrer, Harriet, S. 141.Google Scholar
  93. 2.
    Von einem andern Paar, das die Statistik als verheiratet anführt, wird mitgeteilt, daß der Ehemann in 3 Jahren nur ungefähr 6 Monate zu Hause war. Ebenda, S. 143. — Auch Schweigen kann als eine Form der Trennung angesehen werden. Der Richter Bartlett (S. 167) erinnerte sich einer Frau, die vor ihm erschien, ein völlig nervöses Wrack, weil es dem Gatten nicht gefiel, mit ihr zu sprechen.Google Scholar
  94. 3.
    Colcord, Joanna C.: Broken homes, S. 157. New York 1919, weist auf die Frauen hin, die ihre Ehemänner nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern mit wahrer Jagdlust vor Gericht ziehen. Sie genießen die ihnen vom Staat zur Verfügung gestellte Brachialgewalt, um ihren Herrschaftsgelüsten zu frönen.Google Scholar
  95. 4.
    Sie hat eine Pension und er ist der „stille Teilhaber“, der herumgeht und im Hause die kleinen Reparaturen macht. Ebenda S. 154.Google Scholar
  96. 5a.
    In einem solchen Falle beschrieben die Verwandten den Mann als ein „kleines Nichts von einem Mann. Er hat keine üblen Gewohnheiten und ist übertrieben eifrig, sich etwas zu tun zu machen, aber, obwohl er nur etwas über 50 ist, ist er vorzeitig gealtert und untüchtig.“ Ebenda, S. 155.Google Scholar
  97. 5b.
    — Von einem andern Typ schreibt Mowrer, Ernest R.: Domestic discord, S. 72, Chicago 1928: „Er ist jünger und kleiner als seine Frau und damit wird man sein Inferioritätsgefühl erklären müssen.“ Harriet E. Mowrer beschreibt die Klage eines Mannes, der im Hause an die Wand gedrückt ist, nicht einmal ins Bad gelassen wird, weil die Tochter es stets „besetzt hält“. „Meine Frau war immer der Herr im Hause, jetzt ist es Mary“ (die Tochter). Personality adjustment and domestic discord, S. 229.Google Scholar
  98. 1.
    Schaubilder im Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1960, S. 48, Wiesbaden 1960, wo die Jahre 1910, 1925, 1939, 1950 und 1958 verglichen werden.Google Scholar
  99. 2.
    Ebenda, S. 50.Google Scholar
  100. 3.
    So die amtliche deutsche Bevölkerungsstatistik. Ebenda, S. 50, im Gegensatz zur amerikanischen Statistik. Dementsprechend arbeiten Aschaffenburg (S. 189), Exner (S. 246) und Satter (S. 158) mit Sammelgruppen, die Roesner (Handwörterbuch der Kriminologie, Bd. I, S. 409 und 410) in wertvoller Weise auflöst. Thompson I (S. 107 und 108) trennt Verwitwete und Geschiedene, Thompson II (S. 102) wirft sie für die Jahre 1940 und 1950 erneut zusammen.Google Scholar
  101. 1a.
    Hurwitz, Stefan: Criminology, S. 351, London 1952. — Die Züricher Kriminalstatistik bildet die unbrauchbare Sammelgruppe: ledig, verwitwet, geschieden.Google Scholar
  102. 1b.
    Hacker, Ervin: Die Kriminalität des Kantons Zürich, S. 145, Miscole 1939.Google Scholar
  103. 1.
    Elliott, Mabel A., I, S. 439. — Im Jahre 1920 kamen 116,0 Ehen (Nachkriegsboom) auf 1000 ledige Frauen, 15–54 Jahre alt; 1932 waren es 74,4.Google Scholar
  104. 2.
    Statistical Abstract 1947, S. 42.Google Scholar
  105. 3.
    Elliott II, S. 419.Google Scholar
  106. 1.
    „Es ist daher auch nicht verwunderlich, wenn von Scheel, der erste Leiter der Kriminalstatistik im damaligen Kaiserlichen Statistischen Amt, im Jahre 1890 die Forderung stellte, den statistischen Fragebogen von diesen unverwertbaren Fragen (scil. nach dem Familienstand der Verurteilten) zu entlasten.“ Roesner, im Handwörterbuch der Kriminologie, Bd. I, S. 401.Google Scholar
  107. 2.
    Beispiele sind das Statistische Jahrbuch für 1960, das auf S. 50 die Berechnung von Prozentzahlen bei den Verwitweten und Geschiedenen nur lückenweise durchführt und die sonst ausgezeichnete Irrenstatistik von 1933 (Patients in hospitals for mental disease, S. 36, Washington 1935). Hier werden für Ledige, Verheiratete und Verwitwete relative Zahlen berechnet. Bei den Geschlechtern finden sich nur Punkte. — Im Jahre 1957 (S. 43) wurden in Westdeutschland noch genaue Prozentzahlen, und zwar für Verwitwete und Geschiedene sauber getrennt, vorgelegt.Google Scholar
  108. 1.
    Thompson II, S. 247.Google Scholar
  109. 2.
    Dublin, Louis I., and Alfred J. Lotka: Length of life, S. 136, New York 1936.Google Scholar
  110. 3.
    Englische Zahlen melden eine höhere Sterblichkeit der 16–24jährigen verheirateten Frau. Thompson I, S. 232. Ebenso deutsche Zahlen von 1935 für die Altersgruppe 20–24 Jahre.Google Scholar
  111. 1.
    Smith, T. Lynn: Population analysis, New York 1948.Google Scholar
  112. 1.
    Thompson II, S. 247ff.Google Scholar
  113. 2.
    Über diesen Rückgang siehe die Zahlen bei Reuter, Edward B.: Population problems, S. 259, Philadelphia 1937. Über Masern (Deutschland 1934) und ihre Gebundenheit an das Alter 1–5 Jahre siehe Mackenroth, S. 75.Google Scholar
  114. 1.
    Hirschfeld, Magnus: Geschlechtskunde, Bd. I, S. 93, Stuttgart 1926. „Nicht weniger als 17000 ‚Selbstmorde‘verzeichnet im letzten Jahr (1923) die Statistik der Todesarten für das Deutsche Reich. Diese siebzehntausend. Selbstmörder auf den Totenscheinen sind aber sicherlich nicht alle, vielleicht nur die Hälfte, vielleicht sogar ein noch geringerer Bruchteil aller derer, die in dem einen Jahr freiwillig aus dem Leben geschieden sind… Es sind nicht etwa nur ledige Mütter, die sich verzweiflungsvoll nach ‚Rat und Hilfe‘umsehen, wie es gewöhnlich in den einschlägigen Anzeigen heißt… Die viel größere Anzahl sind Ehefrauen.“Hinzuzufügen wäre, daß die nicht seltenen Selbstmorde Homosexueller oder von Mädchen während der ersten Periode einen bestimmten Familienstand belasten.Google Scholar
  115. 2.
    Roesner: Handwörterbuch, Bd. II, S. 561, bringt Zahlen und Diagramme.Google Scholar
  116. 1.
    Siehe die Zahlen bei Wabe, Caroline F.: Greenwich Village, S. 465, Boston 1935.Google Scholar
  117. 2.
    Bei Aschaffenburg, S. 186 und 187.Google Scholar
  118. 3.
    Auch van Bemmelen, S. 271, nach Krille.Google Scholar
  119. 4.
    Exner: Kriminologie, S. 246.Google Scholar
  120. 5.
    Roesner: Handwörterbuch der Kriminologie, S. 412.Google Scholar
  121. 6.
    Roesner, S. 413.Google Scholar
  122. 7.
    Hurwitz, Stefan: Criminology, S. 351, London 1952.Google Scholar
  123. 8.
    Sehr gut ist dagegen die Herausnahme der getrennt Lebenden aus der Gruppe der Verheirateten durch die dänische Statistik. — In den amerikanischen Bundesanstalten entfielen 1955 auf 6301 internierte verheiratete Männer 1106 Getrennte, auf 215 verheiratete Frauen 113, die getrennt lebten. 20,7% aller Gefangenen gehörten zur Klasse der „Getrennten“. Federal Prisons 1955, S. 69, Washington 1956. Im Jahre 1953 waren es 23,2%. Federal Prisons 1953, S. 79, Washington 1954. Die Gruppe hat das Recht auf eigene Behandlung wohl verdient.Google Scholar
  124. 1.
    Dazu treten die häufigen Urkundenfälschungen, durch die Rauschgift illegal erlangt wird.Google Scholar
  125. 2.
    Zeitschrift für Sozialwissenschaft, Bd. III (1900), S. 433, und die Untersuchung „Der Einfluß der Ehe auf die Kriminalität des Mannes“. Ebenda, Bd. II (1899), S. 37.Google Scholar
  126. 3.
    Wesentliche Teile der Zahlen Prinzings sind abgedruckt bei Aschaffenburg, S. 186 und 187.Google Scholar
  127. 1.
    „Könnten wir verhindern, daß auch die Frauen immer regelmäßiger die Wirtshäuser besuchen und könnten wir an Stelle der Mietskasernen die Einfamilienhäuser einführen, so würde bald die Kriminalität der Verheirateten hinter der der Ledigen zurücktreten und der segensreiche Einfluß des Familienlebens zutage treten.“Aschaffenburg, S. 188 und 189. — Aber würde unter diesen günstigen Umständen nicht auch die Kriminalität der Ledigen absinken?Google Scholar
  128. 2.
    Im Jahre 1946 überstieg die Zahl der eingelieferten Strafgefangenen mit unbekanntem Familienstand (1578 Männer) die der eingelieferten Witwer (1081). Prisoners in State and Federal Prisons 1946, S. 32.Google Scholar
  129. 1.
    Kriminologie, S. 248.Google Scholar
  130. 2.
    Lang, Fritz: Die Kriminalität der homosexuellen Unzucht, S. 83, Bonner Diss. 1953. Von Kuhns 352 Strichjungen waren 4 verheiratet. Kuhn, Gerhard: Das Phänomen der Strichjungen in Hamburg, S. 24, Wiesbaden 1957.Google Scholar
  131. 3.
    Wessel, Gerhard: Das Delikt der Kinderschändung, S. 30, Bonner Diss. 1939.Google Scholar
  132. 4.
    Andererseits kann nur der Ehemann an der Ehefrau schwere Kuppelei begehen (§ 1811, 2), können nur Ehegatten sich der Doppelehe schuldig machen (§171 StGB), wird die Mutter, die ihr uneheliches Kind in oder gleich nach der Geburt vorsätzlich tötet (§217) in der großen Mehrzahl der Fälle ledig sein.Google Scholar
  133. 1.
    Aschaffenburg, S. 189: „Ich muß gestehen, daß mir eine Erklärung dafür völlig fehlt.“Google Scholar
  134. 2.
    Exner, S. 249. 3 Allein bei Mord ist an „gelenkten“Tod zu denken.Google Scholar
  135. 4.
    Besonders drastisch sind die südlichen und östlichen Sprichwörter, vielleicht aus Ländern mit früher Männersterblichkeit und einer Überzahl an jungen Witwen.Google Scholar
  136. 5.
    Partridge: Dictionary of slang, S. 957.Google Scholar
  137. 1.
    Champion, Selwyn: Racial proverbs, S. 272, New York 1938.Google Scholar
  138. 2.
    Seiler, Friedrich: Deutsche Sprichwörterkunde, S. 361, München 1922.Google Scholar
  139. 3.
    Simrock, Karl: Die deutschen Sprichwörter, S. 639, Basel 1881.Google Scholar
  140. 4.
    Apperson, G. L.: English proverbers and proverbial phrases, S. 683. — Der Hochstapler und Giftmörder Johann Hoch machte der verwitweten Schwester der eben in die Erde gesenkten Frau einen Heiratsantrag auf der Rückfahrt vom Kirchhof. Smith, Edward H.: Famous poison mysteries, S. 114, New York 1927.Google Scholar
  141. 5.
    Zingerle, L.: Deutsche Sprichwörter im Mittelalter, S. 15, Wien 1864.Google Scholar
  142. 6.
    Apperson, S. 684. — „Wenn Gott eine Närrin haben will“, sagt ein altes Sprichwort, „so macht er eine Frau zur Witwe.“Ebenda, S. 683.Google Scholar
  143. 7.
    Champion, S. 244. — Die Chinesen meinen: Es gibt drei Klassen von Menschen, die man nicht ärgern darf: Beamte, Kunden und Witwen. Ebenda, S. 371.Google Scholar
  144. 8.
    Daher das russische Sprichwort: „Ein Leben wie die Frau eines Popen.“Champion, S. 267. — Weil er nur die eine Frau haben kann, behandelt er sie gut.Google Scholar
  145. 9.
    „Aber keine Witwe, noch Verstoßene, noch Geschwächte, noch Hure, sondern eine Jungfrau seines Volkes soll er zum Weibe nehmen.“3. Mos. XXI, 14.Google Scholar
  146. 10.
    Weinhold, Karl: Die deutschen Frauen im Mittelalter, S. 303 und 304, Wien 1851.Google Scholar
  147. 1.
    Partridge, S. 410.Google Scholar
  148. 2.
    „Als man zur Hinrichtung hinausfuhr, fragte der Geistliche Reeves, ob seine Frau bei irgendeiner der Raubtaten mitgewirkt habe. ‚Nein‘, sagte er, ‚sie ist eine anständige Frau, deren erster Mann gehängt wurde. Ich habe sie geheiratet, damit sie mir nicht immer seine Vorzüge vorhalten könne.‘“The Newgate Calender, ed. Henry Savage, S. 67, Hartford 1926.Google Scholar
  149. 3.
    Partridge, S. 410.Google Scholar
  150. 4.
    Ebenda, S. 727.Google Scholar
  151. 5.
    Wuttke: Deutscher Volksaberglaube, S. 218.Google Scholar
  152. 6.
    Champion, S. 310.Google Scholar
  153. 7.
    Ebenda, S. 244.Google Scholar
  154. 8.
    Aschaffenburg, S. 189.Google Scholar
  155. 1.
    Siehe das Gedicht „Der Witwer“von Rudyard Kipling (Rudyard Kipling’s Verse, S. 687, New York 1927), das mit den Worten beginnt: “For a season there must be pain.“Google Scholar
  156. 2.
    Psalmen, 68, 6.Google Scholar
  157. 3.
    Statistisches Jahrbuch 1957, S. 43; die Ausgabe von 1960, S. 50, trennt Verwitwete und Geschiedene nicht.Google Scholar
  158. 1.
    Roesner: Handwörterbuch, Bd. I, S. 412.Google Scholar
  159. 1.
    Österr. Zeitschrift für Strafrecht 1912, S. 382 und 383.Google Scholar
  160. 2.
    Hacker: Kriminalität des Kantons Zürich, S. 147.Google Scholar
  161. 3.
    Ebenda, S. 124.Google Scholar
  162. 4.
    Ebenda, S. 132.Google Scholar
  163. 5.
    Ebenda, S. 287.Google Scholar
  164. 1.
    Hacker: Kriminalität des Kantons Zürich, S. 126.Google Scholar
  165. 2.
    Hacker, S. 133. 3 Statistisches Jahrbuch 1960, S. 67.Google Scholar
  166. 4.
    Ebenda, S. 62.Google Scholar
  167. 5.
    Da mehr verwitwete Männer durch neue Heirat ausscheiden, muß der zurückbleibende Bodensatz — von alten Menschen abgesehen — anfechtbarer sein als der der Frau.Google Scholar
  168. 6.
    Den antiselektiven Einfluß der Vermögensverhältnisse zu verkennen, ist der Wissenschaft nicht gestattet.Google Scholar
  169. 7.
    Freilich auch wieder in die Kategorien der Verwitweten und Geschiedenen überwechseln können.Google Scholar
  170. 1.
    Siehe darüber die Bemerkung der Puella in Shiff, Nathan A.: Diary of a nymph, S. 30, New York 1961.Google Scholar
  171. 1.
    Siehe meine Untersuchung über die schwere Kuppelei, Kriminalistik 1961, S. 295 ff.Google Scholar
  172. 2a.
    Siehe Young, Filson: Trial of H. R. Armstrong, Edinburgh 1927;Google Scholar
  173. Young, Filson: Trial of H. H. Crippen, Edinburgh 1920.Google Scholar
  174. 3.
    Über diese Gründe siehe Elliott I, S. 424ff.Google Scholar
  175. 4.
    § 43 Ehegesetz vom 20. Februar 1946. Im Jahre 1958 wurden 85,8% aller Scheidungen aus diesem Grund ausgesprochen. Stat. Jahrbuch 1960, S. 69.Google Scholar
  176. 5.
    In Amerika spielt das fugue-artige Verlassen der Familie, der Zug nach dem Westen, hinein. An der Spitze des Phänomens stehen die Oststaaten Pennsylvania, New York und Maryland (Elliott I, S. 416). Auch die Verbrecher setzen sich in dieser Richtung ab. Wenn Jugendliche fliehen, führt der Weg nach Westen.Google Scholar
  177. 1.
    Giger, Hans: Kriminologie der Entweichung, S. 177, Winterthur 1959.Google Scholar
  178. 2.
    Beim Familienstande ist freilich zu beachten, daß in der Altersgruppe von 15–30 Jahren standen: 50,35% Entwichene, 31,48% Nichtentwichene. Giger, S. 172.Google Scholar
  179. 1.
    Statistisches Jahrbuch 1957, S. 43.Google Scholar
  180. 2.
    Ehegesetz § 43.Google Scholar
  181. 3.
    Ehegesetz §§ 44, 45.Google Scholar
  182. 4.
    Grausamkeit wird im allgemeinen als ein Verhalten definiert, das „geeignet ist, Leben oder Gesundheit des Individuums zu verletzen und weiteres Zusammenleben unsicher zu machen.“Elliott and Merrill I, S. 426.Google Scholar
  183. 5.
    Der Scheidungsrichter Bartlett erwähnt einen Fall musikalischer „Grausamkeit“. Der Beklagte war, so erklärte seine Frau, ein leidenschaftlicher Saxophonspieler. Er pflegte bis Mitternacht zu üben und spielte manchmal bis 3 oder 4 Uhr morgens weiter. „Schlaflosigkeit zerrüttete meine Nerven und meine Gesundheit ließ rasch nach.“(S. 166ff.)Google Scholar
  184. 6.
    Statistisches Jahrbuch 1957, S. 43. — Das Jahrbuch 1960 (S. 50) gibt für Geschiedene keine Einzelzahlen mehr.Google Scholar
  185. 7.
    Ebenda, S. 56.Google Scholar
  186. 1.
    Statistical Abstract 1947, S. 42.Google Scholar
  187. 2.
    Zahlen bei Elliott I, S. 440.Google Scholar
  188. 3.
    Preliminary Marriage Statistics, 28 states 1940, S. 206, Washington 1942. Von den 87615 erneut heiratenden Männern waren 52,6%, von den Frauen 57,3% geschieden gewesen.Google Scholar
  189. 4.
    Baber, R. E.: Marriage and family, S. 155, New York 1939.Google Scholar
  190. 1.
    Siehe meine Untersuchung über den Ursprung der Henkersmahlzeit, S. 11 ff.Google Scholar
  191. 2.
    Die hohe interfamiliäre Eigentumskriminalität tritt nur in der Kasuistik hervor. André Répond fand bei 23 Patienten der Oberschicht 56% Diebstähle in der Familie, bei Familie und Fremden zugleich 32%, d. h. im ganzen 88%. Meng, H.: Die Prophylaxe des Verbrechens, S. 48, Basel 1948.Google Scholar
  192. 1.
    Mowrer, Harriet R., S. 184.Google Scholar
  193. 2.
    Burt, Cecil: The young delinquent, S. 83, New York 1925.Google Scholar
  194. 1.
    Ein Eheteil kann wegfallen.Google Scholar
  195. 1.
    Statistisches Jahrbuch 1960, S. 53.Google Scholar
  196. 2.
    Ein Soziologe untersuchte die Familie eines Kriminellen; sie bestand aus 12 Personen. Als die erste Frau starb, hatte der Mann 3 Kinder. Er heiratete eine Witwe mit 7 Kindern. In den ersten 6 Jahren reichte der Lohn knapp, sehr knapp aus. Als die Kinderzahl zunahm, älter wurden, der Lohn der gleiche blieb, begann Not, Krankheit, Trunksucht, Arbeitslosigkeit. Shaw, Cifford R.: The jack-roller, S. 48, Chicago 1930.Google Scholar
  197. 3.
    Thompson II, S. 186.Google Scholar
  198. 1.
    Thompson II, S. 187.Google Scholar
  199. 2.
    Prozentzahlen der zusammenlebenden Ehepaare, die 1913 und früher geheiratet hatten und 5 Kinder versorgten. Thompson II, S. 189, Deutsche Volkszählung vom 16. 6.1933.Google Scholar
  200. 3.
    Exner: Kriminologie, S. 225.Google Scholar
  201. 4.
    Bemmelen, van: Criminologie, S. 204. 5 Zitiert von Hurwitz: Criminology, S. 324.Google Scholar
  202. 1.
    Neuer Pitaval, Bd. XXV, S. 209ff.Google Scholar
  203. 2.
    Sat. VI, 626, „Iamiam privignum occidere fas est.“Google Scholar
  204. 3.
    „Zwei Tage später, am 18. Januar 1857, fand sich in dem Comptoir der erwähnten Gesellschaft ein ungefähr 60jähriger ... Mann ein, den man nach der äußeren Erscheinung für einen Beamten oder einen Arzt vom Lande halten konnte: mit ihm zugleich kam ein einfach, städtisch gekleidetes Mädchen ... von seltener Schönheit... Ihr Begleiter stellte das schöne Kind als seine Stieftochter vor und teilte mit, sie sei das Mädchen, deren Leben mit 5000 Fl. versichert werden sollte.“ Neuer Pitaval, Bd. XXXI, S. 240, Leipzig 1871.Google Scholar
  205. 4.
    „Die Angeklagte erschien, sich tief verbeugend, vor Gericht. Sie trug tiefe Trauer, ein schwarzseidenes Kleid, ein schwarzes Umhängtuch, eine schwarze Haube, schwarze Handschuhe... Sie hatte nicht nur ihre Tochter, sondern auch ihren Mann zu betrauern.“ Ebenda, Bd. XXXI, S. 251.Google Scholar
  206. 5.
    Samuels, Charles and Louise: The girl in the house of hate, S. 6, New York 1953.Google Scholar
  207. 6.
    Ebenda, S. 143.Google Scholar
  208. 1.
    Bataille: Crimes de 1895, S. 9–150.Google Scholar
  209. 2.
    Jackson, Joseph Henry: Murderbook, S. 318ff., New York 1945. — Man hatte das goldblonde Haar und die frische Gesichtsfarbe für unvereinbar mit der Untat gehalten, statt der Stiefkindskrise Beachtung zu schenken.Google Scholar
  210. 3.
    Über die hohe Zahl der Stieftöchter unter den Opfern des Inzests siehe Többen: Handwörterbuch, Bd. I, S. 191, und Dyckmans, S. 19. — Wahrscheinlich zeigen Stieftöchter öfter an.Google Scholar
  211. 4.
    Fall der Stiefmutter Martha Place. Minot, S. 256.Google Scholar
  212. 5.
    Ein englisches Sprichwort sagt mit großer Härte: Es gibt nur eine gute Schwiegermutter — die tote Schwiegermutter. Partridge, S. 435, der gleichzeitig auf eine deutsche Redensart aufmerksam macht: Es gibt keine gute Schwiegermutter als die, die das grüne Kleid trägt, das heißt unter dem Friedhofsrasen liegt.Google Scholar
  213. 6.
    In dem Märchen von den sechs Schwänen hat der König „eine böse Mutter, die war unzufrieden mit dieser Heirat und sprach schlecht von der jungen Königin“. — Im Märchen von dem Mädchen ohne Hände kommt die gute Schwiegermutter vor, die das Enkelkind und die Schwiegertochter rettet.Google Scholar
  214. 1.
    „Merkwürdig ist“, schreibt Sartori (Bd. I, S. 87), „daß oft die Mutter, namentlich die der Braut, öfters sogar beide Eltern der Trauung fernbleiben müssen.“ — Hier gewinnen wir bereits einen Einblick in die sehr verschiedenen Schwiegermutterkombinationen bei einer Eheschließung: Schwiegermutter von ihm und ihr, Gefühlsbeziehungen zum heiratenden Sohn und zur heiratenden Tochter. Gemeinhin wird nur an das Verhältnis von Mutter des Sohnes und ihre abweisenden Gefühle gegenüber der konkurrierenden Frau gedacht; siehe dazu meine Studie: Zur Kriminalität verschleppter Mutterliebe, Schweiz. Zeitschrift für Strafrecht 1960, S. 281f. Ich traf hier auf ein neues Phänomen; es gibt nicht nur den Penisneid der Freudschen Schule, sondern auch die uterine Eifersucht.Google Scholar
  215. 2.
    Sir Frazer, James: The golden bough, Abridged edition, S. 191, London 1950.Google Scholar
  216. 3.
    Thomas, William I.: Primitive behavior, S. 214ff., New York 1937.Google Scholar
  217. 1.
    Lowxe, Robert H.: Primitive society, S. 93, New York 1920. — Besteht ein entfernter Zusammenhang von dieser Furcht mit der Tatsache, daß im 16. Jahrhundert Schwiegermütter als Hexen angezeigt wurden?Google Scholar
  218. 1a.
    Soldan-Heppe: Geschichte der Hexenprozesse, S. 148, Gekürzte Ausgabe, Lübeck 1938.Google Scholar
  219. 2.
    3. Mos. XVIII, 5ff.; 3. Mos. XX, 11ff.Google Scholar
  220. 3.
    Masten, M. Edward: The doctor looks at murder, S. 290, New York 1940.Google Scholar
  221. 4.
    Bollermann, Hans: Die Kriminalität der Ruhrbergleute, 1945–1955, S. 17, Bonner Diss. 1961.Google Scholar
  222. 5.
    Bericht von Staatsanwalt R. Koch in Groß-Archiv, Bd. 115, S. 140. Aussage des Sohnes: „Dann fragte ich sie, ob ich einmal mit ihr verkehren dürfte. Meine Mutter lehnte das nicht ab, darauf verkehrte ich regelrecht mit ihr.“Google Scholar
  223. 6.
    Neuer Pitaval, Bd. XXXIX, S. 189, Leipzig 1871.Google Scholar
  224. 7.
    Bataille: Crimes de 1890, S. 290, Paris 1891.Google Scholar
  225. 1.
    Boor, Wolfgang de: Über motivisch unklare Delikte, S. 61ff., Heidelberg 1959.Google Scholar
  226. 2.
    Roughead, W.: Trial of Dr. Pritchard, S. 26ff., Edinburgh 1906.Google Scholar
  227. 3.
    Neuer Pitaval, Bd. XII, S. 179, Leipzig 1859. „Die stolze, herrsehsüchtige Mutter — es war die Stiefmutter der Frau — öffnete ihrer Tochter die Augen über ihren Mann.“ S. 172.Google Scholar
  228. 4.
    Schultz, Karl: Versicherungsmord, S. 25, Hamburg 1956.Google Scholar
  229. 1.
    Pitaval der Gegenwart, Bd. VIII, S. 216ff.Google Scholar
  230. 2.
    Smith, Edward H.: Poison murder mysteries, S. 86, New York 1927.Google Scholar
  231. 3.
    Mackenzie, F. A.: Landru, S. 116, London 1928.Google Scholar
  232. 4.
    Neuer Pitaval, Bd. I, S. 165, Leipzig 1866. — Andererseits begehen viele Schwiegermütter Irrtümer, wenn es sich um reiche Bewerber um die Hand ihrer Tochter handelt.Google Scholar
  233. 5.
    Diese Rolle des unerbittlichen Verfolgers kann auch der Schwiegervater spielen, wenn der Sohn ermordet und die Mutter gestorben ist. Moses Kaber, ein reicher Verleger aus Cleveland, konnte es nicht ertragen, daß seine Schwiegertochter die Versicherung und Erbschaft des verstorbenen Sohnes einkassierte. Die frei gewordene Schwiegertochter ging auf Reisen. Es war dafür gesorgt, daß ihre vertraute Reisebegleiterin für Pinkerton arbeitete. Sie notierte, daß die Freundin im Schlaf: „Ich bin’s gewesen, ich bin’s gewesen“ ausrief. Auch die Mutter der Witwe stand unter Beobachtung und man hörte sie einmal sagen: „Sie war es und sie hat es des Geldes wegen getan.“ Das Verfahren wurde schließlich wieder aufgenommen. Die alte Frau liebte einen Sohn besonders. Sie gewann den Eindruck — der durch Tricks verursacht wurde —, daß man ihn für den Mörder hielt. Sie brach zusammen, sie ließ die Tochter um des Sohnes willen im Stich. In der neuen Verhandlung wurde diese zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Der Schwiegervater hatte seinen Sohn gerächt. Bayer, O. W.: Cleveland murders, S. 93ff., New York 1947.Google Scholar
  234. 1.
    Der Mord, S. 40 und 276.Google Scholar
  235. 2.
    Döblin, Alfred: Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord, S. 73, Berlin 1924.Google Scholar
  236. 3.
    Smith: Famous poison mysteries, S. 86 und 87.Google Scholar
  237. 4.
    Neuer Pitaval, Bd. IV, S. 129. — Siehe auch die belastende Aussage der Schwiegermutter im Prozeß von Eugene Chantrelle, die die Schale zu seinen Ungunsten senkte. Tod, T. M.: Scot’s Black Calender, S. 98. Nach Mitteilung der Tochter hatte Chantrelle gedroht, er werde ihr ein Gift geben, das kein Arzt entdecken könnte. Diese Aussage der Schwiegermutter gab den Ausschlag. Smith, A. Duncan: Trial of Eugene Marie Chantrelle, S. 126. Edinburgh 1928.Google Scholar
  238. 1.
    Fehr, Hans: Das Recht in den Sagen der Schweiz, S. 88, Frauenfeld 1955. Rochholz, E. L.: Schweizersagen aus dem Aargau, Bd. I, S. 23: Ein aussätziger Wüstling, der sich durch Jungfrauenblut kurieren will, raubt eine Müllerstochter. „Nun rief sie des Vaters, der Mutter und ihres Bruders Namen. Der Mörder lachte schadenfroh, denn er wußte, daß der Vater im Wirtshaus zum Sternen bei einem Hochzeitsschmauß saß und der Bruder weit entfernt auf der Jagd war; die alte Mutter aber hatte er nicht zu fürchten.“ Der Bruder aber horcht mitten in der Jagd auf, reitet der Stimme nach, befreit die Schwester und schleift den Bösewicht zu Tode.Google Scholar
  239. 2.
    Grimms Märchen „Die zwölf Brüder“. Google Scholar
  240. 3.
    Ebenda, „Die zwei Brüder“. Google Scholar
  241. 4.
    Collins, Ted: New York murders, S. 111ff., New York 1944.Google Scholar
  242. 1.
    Barker, John T.: Missouri lawyer, S. 330ff., Philadelphia 1949.Google Scholar
  243. 2.
    Pitaval der Gegenwart, Bd. VII, S. 143ff.Google Scholar
  244. 1.
    Über den Inzest, S. 27, Leipzig 1925.Google Scholar
  245. 2.
    Dyckmans, S. 29.Google Scholar
  246. 3.
    Ehemann ist lungenkrank, Frau muß operiert werden, Arzt untersagt jeden Geschlechtsverkehr. Wegen Bettenmangels schläft Bruder mit Schwester zusammen in einem der Ehebetten, während Ehemann im andern liegt. Bruder und Schwester, 2 von insgesamt 22 Geschwistern, sind aus früherer Zeit an das Zusammenschlafen gewöhnt. Hirschfeld, Magnus: Geschlechtskunde, Bd. III, S. 667 ff.Google Scholar
  247. 4.
    Schmidt, Franz von: Nachtseiten der Liebe, S. 127, Rüschlikon 1960.Google Scholar
  248. 5.
    Caprio, Frank S.: Die Homosexualität der Frau, S. 191 und 196. Solche „Spiele“ mit der Schwester liegen, wenn nicht besondere Umstände hinzutreten, außerhalb des strafrechtlichen Bereiches, bleiben aber psychologisch wichtig. Eine häufig anzutreffende leichte Spielart ist das Schwesternideal, das in der Pubertät zu keimen anfängt und sich zu höriger Bewunderung steigern kann.Google Scholar
  249. 6.
    Hirschfeld, Magnus: Geschlechtskunde, Bd. III, S. 670.Google Scholar
  250. 7.
    Birmingham, George A.: Murder most foul, S. 115ff., London 1929Google Scholar
  251. 7a.
    Burton, John Hill: Narratives from criminal trials in Scotland, Bd. II, S. 25ff., London 1852.Google Scholar
  252. 1.
    Neuer Pitaval, Bd. 35, S. 213ff., Leipzig 1864. — Die Nachbarn hatten Grauroth und seine Schwägerin, als der Bruder noch lebte, in verliebter Haltung angetroffen. Sie ließen sich ganz ohne Rücksicht auf die Umwelt gehen. „Kaum war der Verstorbene in den Sarg gelegt, so fand man Grauroth und die trauernde Witwe in einer verdächtigen Stellung auf dem Bette, beide taten sich bei dem Schmause, der auf das Leichenbegängnis folgte, gütlich und fielen durch ihre Heiterkeit und ihr verliebtes Wesen auf.“Google Scholar
  253. 2.
    Fehb, S. 33. — Einmal (S. 42) taucht eine Frau auf, die mit ihrer Schwester in ewigem Unfrieden lebt.Google Scholar
  254. 3.
    Bataille: Crimes de 1895, S. 151 ff., Paris 1896.Google Scholar
  255. 4.
    Sie hatte an der Tür gelauscht, wenn Herren zu der Schwester kamen, und hatte neben ihrer Armut und dem Elend ihrer Stellungslosigkeit Neid auf das Sinnenleben fremder Tugendlosigkeit empfunden. Ein Teil des Schmuckes ihrer Schwester war von ihr genommen worden. Sie hatte einen geisteskranken Vater. Durch die Behauptung, daß ein Freier den Mord begangen haben müsse — der Portier, an dessen Loge jeder vorbeigehen mußte, hatte niemand gesehen, weder beim Kommen noch beim Gehen —, erregte sie bei den Geschworenen so viele Zweifel, daß sie wegen des Mordes freigesprochen und nur wegen des Diebstahls verurteilt wurde. Bataille, Crimes de 1892, S. 355ff.Google Scholar
  256. 1.
    Neuer Pitaval, Bd. II, S. 311, Leipzig 1842.Google Scholar
  257. 2.
    Einen ähnlichen, aber besser begründeten Euthanasiestandpunkt nahmen Eltern und Brüder in einem Falle aus dem Jahre 1910 ein (Pitaval der Gegenwart, Bd. VIII, S. 1ff.). Einer der Brüder, Karl, ein willenssehwacher Mensch, hatte sich als Seekadett Verfehlungen zuschulden kommen lassen und war von seinen Eltern aufgefordert worden, sich zu töten. Er schoß, blieb am Leben, verlor aber das Augenlicht. Die beiden Brüder glaubten, die Familienehre erfordere, mit dem schwarzen Schaf ein Ende zu machen. Einer von ihnen, ein Chemiker, schickte dem andern Gift, der es verabreichen sollte. Auf der Post löste sich die Umschnürung, eine Glasröhre mit Zyankali fiel heraus, und so kam es zu einem Strafverfahren.Google Scholar
  258. 3.
    Sueton: Caligula, 24ff.Google Scholar
  259. 4.
    Ilias IX, 567ff.Google Scholar
  260. 5.
    Herodot III, 119.Google Scholar
  261. 1.
    Sophokles: Antigone, 913. Antigone spricht von der Satzung, die sie ehren muß, 914.Google Scholar
  262. 2.
    Euripides: Iphigenie in Aulis, 478ff.Google Scholar
  263. 3.
    Ovid: Met. VIII, 475. „Doch sie beginnt eine bessere Schwester zu sein als Mutter.“ „Incipit esse tarnen melior germana parente.“Google Scholar
  264. 4.
    „Me miseram! Male vincetis, sed vincite, fratres.“ Ovid: Met. VIII, 509.Google Scholar
  265. 5.
    Verbotene Beziehungen werden von Bruderpaaren kaum berichtet, wie sie von Schwestern mitgeteilt werden. Siehe den Doppelselbstmord von zwei Schwesterpaaren, die in sexuellen Beziehungen miteinander standen; bei Deutsch, Helene: Psychologie der Frau, S. 309, Bern 1948.Google Scholar
  266. 6.
    Schmidt, Leopold: Ethik der alten Griechen, Bd. II, S. 157ff.Google Scholar
  267. 7.
    Ilias IV, 148ff.Google Scholar
  268. 8.
    Ilias XIII, 534.Google Scholar
  269. 9.
    Ilias XX, 419.Google Scholar
  270. 10.
    Ilias XXIV, 47. 11 Tage und Werke 184.Google Scholar
  271. 12.
    Fehr: Das Recht in den Sagen, S. 42.Google Scholar
  272. 13.
    Grimms Märchen: „Die zwei Brüder.“ Google Scholar
  273. 1.
    Grimms Märchen: „Die Rübe“. Google Scholar
  274. 2.
    Fehr, S. 52. — „Erstaunlich ist, daß der Brudermord nicht selten ist.“S. 102.Google Scholar
  275. 3.
    Sagen aus Österreich, ohne Autor, S. 94, Wien 1949.Google Scholar
  276. 4.
    Endrös, Hermann, und Alfred Weitnauer: Allgäuer Sagen, S. 511, Kempten 1956.Google Scholar
  277. 5.
    Zaunert, Paul: Rheinlandsagen, Bd. II, S. 34, Jena 1924.Google Scholar
  278. 6.
    Ebenda, S. 397.Google Scholar
  279. 7.
    Schambach, Georg, und Wilhelm Müller: Niedersächsische Sagen und Märchen, S. 23, Stuttgart 1948. — Ebenda, S. 54. Allgäuer Sagen, S. 511, ebenda S. 597.Google Scholar
  280. 8.
    Meist wird der Jüngere getötet, der nach englischen Sprichwörtern (Partridge, S. 739) „the better gentleman“ist, weil der Ältere das neidischere Herz hat; siehe Rochholz: Schweizersagen aus dem Aargau, Bd. II, S. 125, Aarau 1856.Google Scholar
  281. 9.
    Sagen aus Österreich, S. 209.Google Scholar
  282. 1.
    Zaunert: Rheinlandsagen, Bd. I, S. 220.Google Scholar
  283. 2.
    Shakespeare: Hamlet III, 3, 38.Google Scholar
  284. 3.
    Über die Funktion solcher Brüdergruppen siehe meinen Desperado, S. 150ff. und meinen Gangster, S. 217, dazu die drei Fischettis bei Lait, Jack, und Lee Mobtimer: Chicago confidential, S. 191, New York 1950.Google Scholar
  285. 4.
    Feuerbach, Bd. I, S. 243ff.Google Scholar
  286. 5.
    Neuer Pitaval, Bd. XXVIII, S. 215ff., Leipzig 1860.Google Scholar
  287. 6.
    Block, E. B.: The wizard of Berkeley, S. 18ff., New York 1958.Google Scholar
  288. 7.
    Wilson, Herbert: I stole % 16000000, S. 27ff., New York 1956.Google Scholar
  289. 8.
    Neuer Pitaval, Bd. IX, S. 111. — Der ältere war erschöpft und zerknirscht, der jüngere schritt „fest und trotzig zum Blutgerüst… und freundlich grüßte er diesen oder jenen Bekannten“. Vor der Hinrichtung entriß er dem Kapuziner das schwere Messingkruzifix, stieß ihn von der Plattform und schlug den Scharfrichter mit dem Kreuz zu Boden. „Die Soldaten und die Zuschauer gaben unwillkürlich Raum.“Er wollte sich in die Weichsel stürzen, verrenkte sich den Fuß und wurde wieder eingefangen. Es war ein gräßliches Schauspiel, den starken Willen und den kräftigen Körper gegen den Erstickungstod kämpfen zu sehen. Sechs Knechte mußten ihn überwältigen und an dem Galgen in die Höhe ziehen.Google Scholar
  290. 1.
    Neuer Pitaval, Bd. I, S. 321, Leipzig 1866. Der große Bruder, 27 Jahre alt, ein Mann „von ungewöhnlicher Körperkraft und auffallender Körperlänge, schlägt zuerst zu“. Der jüngere hilft dem Bedrängten: „Neben seinem kühnen Bruder… spielte er mehr die Rolle des gelehrigen Pudels, der nebenher trabt und auf Befehl apportiert.“Er versuchte die Genossen von der endgültigen Erledigung des Gendarmen abzuhalten. Der Erfolg war, daß der Beamte noch kurze Zeit weiterlebte und die Schuldigen beschreiben konnte. Ebenda, S. 282ff.Google Scholar
  291. 2.
    Neuer Pitaval, Bd. X, S. 311, Leipzig 1874.Google Scholar
  292. 3.
    Friedländer, Bd. II, S. 148.Google Scholar
  293. 4.
    Fall du Pecq. Treich, Léon: 13 drames passionnels, S. 133ff., Paris 1950.Google Scholar
  294. 5.
    Irving, H. B.: The Wainrights, S. XXIX, Edinburgh 1920.Google Scholar
  295. 6.
    Feuerbach, Bd. I, S. 44.Google Scholar
  296. 7.
    Ebenda, Bd. I, S. 184.Google Scholar
  297. 1.
    Treich, Léon: 13 dévoyés criminels, S. 55ff., Paris 1948.Google Scholar
  298. 2.
    Bataille: Grimes de 1890, S. 91.Google Scholar
  299. 3.
    Knott, G. H.: Trial of William Palmer, S. 4, Edinburgh 1912. Diese Giftmorde „were not proceeded with“.Google Scholar
  300. 4.
    Ebenda, S. 16. Palmer beerbte sie.Google Scholar
  301. 5.
    1. Mos. 4, 3ff. — Beim Brudermord der Grafen Kyburg ist es der jüngere. Tillier, Anton von: Geschichte des Freistaates Bern, Bd. I, S. 141, Bern 1838.Google Scholar
  302. 6.
    Schiller: Die Räuber I, 1.Google Scholar
  303. 7.
    Wattler, Hans: Das Verhalten des Mörders nach der Tat, S. 45, Bonner Diss. 1957.Google Scholar
  304. 8.
    Verhandlungsbericht des Bonner Generalanzeigers vom 4. Dezember 1954.Google Scholar
  305. 1.
    Neuer Pitaval, Bd. II, S. 116.Google Scholar
  306. 2.
    „Die Wunden der Ermordeten entsprachen der Länge und Breite nach teils den Beilen des Karl, teils dem des Martin Masch; an dem letzteren wurden Blutspuren und Fasern entdeckt, die mit dem Stoff der Nachtmütze der Frau Baumgart und des Kopfkissens genau übereinstimmten… endlich ist er am Morgen nach der Mordnacht ungewöhnlich spät an die Arbeit gekommen.“Ebenda, Bd. II, S. 122. — Vor 100 Jahren vermochte man das Blut von Hühnern oder Menschen noch nicht genau zu unterscheiden.Google Scholar
  307. 3.
    Autuns Zerstücklung des Bruders deutet in diese Richtung; er hatte bei der vorhergehenden Ermordung einer Tante ebenfalls mit der Zerstückelung begonnen, war aber gestört worden.Google Scholar
  308. 4.
    Schiller: Die Räuber I, 1.Google Scholar
  309. 5.
    Feuerbach, Bd. I, S. 47. — Im Falle Autun war das Opfer hinkend. Treich: Dévoyés criminels, S. 62.Google Scholar
  310. 6.
    Ebenda, Bd. I, S. 184.Google Scholar
  311. 7.
    Ebenda, Bd. I, S. 196.Google Scholar
  312. 8.
    Ebenda, Bd. I, S. 190.Google Scholar
  313. 9.
    „Bruder“bedeutet hier Penis. Wolf, Siegmund A.: Wörterbuch des Rotwelsch, S. 65, Wiesbaden 1956.Google Scholar
  314. 10.
    Mackenzie: Landru, S. 70.Google Scholar
  315. 1.
    Smith: Famous poison mysteries, S. 280.Google Scholar
  316. 2.
    Über Großeltern siehe meine Studie: The sociological function of the grandmother. Social Forces 1946, S. 389ff.Google Scholar
  317. 1.
    Die Geschichte der Magdalenen-Gesellschaft in New York ist ein Beispiel. Hier beschlossen einige der reichsten und angesehensten Bürger der Stadt, den verlorenen Mädchen zu Hilfe zu kommen, in Bowery Hill eine Zufluchtsstätte zu erbauen und die Gefallenen auf den rechten Weg zurückzuführen. „Der erste Bericht deckte so erschreckende Zustände des Lasters in der Stadt auf, daß viele glaubten, man dürfe solche Tatsachen nicht an die Öffentlichkeit bringen, sie wären zu ärgerlich, auch wenn sie in Wirklichkeit bestünden. Die Kritik war so heftig, daß sich die Gesellschaft auflöste.“Northrup, Flora L.: The record of a century, 1834–1934. American female guardian Society and home for the friendless, S. 14, New York 1934.Google Scholar
  318. 2.
    Paul: Deutsches Wörterbuch, S. 60.Google Scholar
  319. 3.
    Kluge-Götze, S. 51.Google Scholar
  320. 4.
    Vielleicht von Kutte.Google Scholar
  321. 5.
    Siehe z. B. Shakespeare: Tempest V“, 1, 273; König Heinrich V. III, 2, 133, und Troilus und Cressida, wo Thersites sich als Bastard vorstellt, „der Bastarde liebt, ein eingefleischter, ausgelernter Bastard, ein Bastard an Geist, Bastard an Herz, in allen Dingen illegitim“(V, 7). Er wird im Verzeichnis der auftretenden Personen als „mißgestalteter und schnoddriger Grieche“angekündigt.Google Scholar
  322. 6.
    Euripides: Andromache 638.Google Scholar
  323. 7.
    Shakespeare: König Lear I, 2, 6ff.Google Scholar
  324. 1.
    Hat Shakespeare Lucians Erotes (Ausgabe von Hans Licht, S. 95, München 1920) gekannt, als er vom „dull, stale, tired bed“sprach ?Google Scholar
  325. 2.
    Jesse, F. Tennyson: Trial of Sidney Fox, S. 6, Edinburgh 1934.Google Scholar
  326. 3.
    Cleric, G. F. v.: Die Hochstapler, in Schweiz. Zeitschr. für Strafrecht 1926, S. 23.Google Scholar
  327. 4.
    Smith, W. G.: Oxford Dictionary, S. 341, 520, 649.Google Scholar
  328. 1.
    König Johann I, 1. — Das ist die Erklärung der Stelle von Thiselton, T. F.: Folk-Lore of Shakespeare, S. 440, New York 1884.Google Scholar
  329. 2.
    Schmidt, L.: Ethik der alten Griechen, Bd. I, S. 69.Google Scholar
  330. 3.
    Plutarch: Über den späten Vollzug der göttlichen Strafe 9.Google Scholar
  331. 4.
    Ebenda, 7.Google Scholar
  332. 5.
    Grimm, Jacob: Teutonic mythology, Bd. IV, S. 1786, London 1888.Google Scholar
  333. 6.
    Wuttke, S. 109. — The more hazelnuts… the more bastard children. Oxford Dict., S. 284.Google Scholar
  334. 7.
    Weinhold, Karl: Altnordisches Leben, S. 162, Stuttgart 1938.Google Scholar
  335. 8.
    Grimm, Jacob: Deutsche Rechtsaltertümer, Bd. I, S. 629. — Siehe die von Augustus befohlene Aussetzung eines im Ehebruch erzeugten Enkels. Sueton: Augustus 65. Nach Seneca de ira I, 15) wurden die „portentosi fetus“aus der Welt geschafft.Google Scholar
  336. 1.
    Nötscher, S. 307; 3. Mos. 21, 18ff.Google Scholar
  337. 2.
    Singer, Isidor: Jewish Encyclopedia, Bd. IV, S. 390, New York 1906.Google Scholar
  338. 3.
    Stengel, Paul: Die griechischen Sakralaltertümer, S. 28, München 1890.Google Scholar
  339. 4.
    Elliott and Merrill I, S. 151.Google Scholar
  340. 5.
    Lundin, Leonard: Cockpit of the revolution. The war of independence in New Jersey, S. 72, Princeton 1940.Google Scholar
  341. 6.
    Siehe den Vorgang, wie der Duellgegner dem späteren Schinderhannes auf der Universität Satisfaktion verweigert: „Du bist der Sohn eines unehrlichen Menschen!“Lebensbeschreibung des berüchtigten Bäuberhauptmannes Schinderhannes und einiger seiner Spießgesellen, S. 62, Reutlingen 1853. — Die Echtheit der Autobiographie ist zweifelhaft.Google Scholar
  342. 7.
    Siehe die Erörterungen in Böhmer, Georg Ludwig: Auserlesene Rechtsfälle (Bd. II, S. 702ff., Göttingen 1800) zur Frage der „Echtheit“eines in der Ehe geborenen Kindes.Google Scholar
  343. 1.
    Bader: Soziologie, S. 154.Google Scholar
  344. 2.
    Ebenda, S. 37.Google Scholar
  345. 3.
    Über mögliche Komplikationen siehe den von Reining dargestellten Blutschandefall, Monatsschrift, 1932, S. 411Google Scholar
  346. 4.
    Elliott and Merrill II, S. 162.Google Scholar
  347. 5.
    Ebenda, S. 163. Von den weißen unehelichen Müttern standen 1200 unter 15 Jahren, bei den Nichtweißen waren es 3300. Neger machen etwa 10% der Bevölkerung aus.Google Scholar
  348. 1.
    Aschaffenburg, S. 153.Google Scholar
  349. 2.
    Pollitz, Paul: Die Psychologie des Verbrechers, S. 43, Leipzig 1909. Bonhöffer fand unter Breslauer Prostituierten 16% uneheliche.Google Scholar
  350. 3.
    Nährich, Walter: Die Kriminalität der unehelich Geborenen, S. 19, Bonn 1951.Google Scholar
  351. 4.
    Exner: Kriminalbiologie, S. 243, Hamburg 1944.Google Scholar
  352. 5.
    Hacker, S. 208.Google Scholar
  353. 6.
    Tönnies, Ferdinand: Uneheliche und verwaiste Verbrecher, S. 5ff., Leipzig 1930.Google Scholar
  354. 7.
    Hurwitz, Stephan: Criminology, S. 310.Google Scholar
  355. 8.
    Zahlen über Uneheliche unter den Selbstmördern und Geisteskranken habe ich nicht gefunden, abgesehen von einer kurzen Bemerkung bei Elliott und Merrill I, S. 153.Google Scholar
  356. 9.
    Pollitz, S. 42.Google Scholar
  357. 10.
    Alexander Elster in Handwörterbuch der Kriminologie, Bd. II, S. 838.Google Scholar
  358. 1.
    Über Alterszahlen siehe meinen Aufsatz: Die schwere Kriminalität in Preußen 1910–1912 in Monatsschrift, Bd. XI, S. 131.Google Scholar
  359. 1.
    Aschaffenburg, S. 153.Google Scholar
  360. 2.
    Nährich, S. 17.Google Scholar
  361. 3.
    Monatsschrift 1934, S. 45.Google Scholar
  362. 1.
    Mackenroth: Bevölkerungslehre, S. 33.Google Scholar
  363. 1.
    Elliott and Merrill I, S. 148; siehe die Schweizer Zahlen bei Edith und Max Hess-Haeberli: Möglichkeiten und Ziele der modernen Jugendfürsorge, S. 140, Zürich 1961.Google Scholar
  364. 2.
    Ebenda, S. 150.Google Scholar
  365. 1.
    Erklärung des Census Bureau an die U.P. vom 6. Dezember 1945.Google Scholar
  366. 2.
    Elliot and Mebbill I, S. 147.Google Scholar
  367. 3.
    Näheich, S. 17.Google Scholar
  368. 1.
    Pollitz, S. 41; s. die Zahlen von Schnapper-Arndt bei Pollitz, S. 42.Google Scholar
  369. 2.
    Statistisches Jahrbuch 1960, S. 61 (Westdeutschland).Google Scholar
  370. 3.
    Ebenda, S. 59 (Reichsgebiet).Google Scholar
  371. 4.
    Aschaffenburg, S. 153.Google Scholar
  372. 5.
    Statistisches Jahrbuch 1960, S. 412.Google Scholar
  373. 6.
    Solche nicht „gleichwertigen“Verstöße, die auf der Seite der ehelichen Delinquenten 28,9% aller Straftaten ausmachen, sind Delikte gegen Wirtschafts- und Gewerbegesetze, gegen die Gerichtsbarkeit der Besatzungsmacht, Monopol- und Steuervergehen, Kraftfahrzeugvergehen, Vergehen gegen die Arbeitsgesetze, Übertretungen und Schulversäumnisse.Google Scholar
  374. 1.
    Nährich, S. 48.Google Scholar
  375. 2.
    Mordfall Christiana Ruthardt, Neuer Pitaval, Bd. XVI, S. 335, Leipzig 1860.Google Scholar
  376. 3.
    Aschaffenburg, S. 153.Google Scholar
  377. 4.
    Exner: Kriminologie, S. 228.Google Scholar
  378. 1.
    Im Deutschen Reich war der Prozentsatz unehelich Geborener 1900, als von Sichabt schrieb, 8,7%, im Süden etwas höher. Die Reduktion um etwa 50% würde die Unehelichen im strafmündigen Alter auf 4% für Schleswig-Holstein, ungefähr 5% für Württemberg bringen. Eine weitere Aufspaltung nach Geschlecht und Altersstufen würde die Schätzung zuverlässiger gestalten.Google Scholar
  379. 2.
    Im amerikanischen Staate Illinois waren 2,2% der Mütter außerehelicher Kinder verheiratet. In Krisenzeiten, wie im Kriege, sind es sehr viel mehr. Puttee, Dorothy Frances, and Mary Ruth Colby: The illegitimate child in Illinois, S. 96, Chicago 1937.Google Scholar
  380. 1.
    Neuer Pitaval, Bd. XVI, S. 328.Google Scholar
  381. 2.
    Ebenda, S. 330.Google Scholar
  382. 3.
    Richter, Hans P.: Kriminalistik 1957, S. 453, nach K. F. Schaller.Google Scholar
  383. 4.
    Kammerer, S. 154. Kipp (S. 62) fand 50–60% der Männer verheiratet, als sie wegen der Alimente in Anspruch genommen wurden, bei der Zeugung waren es nur 25 bis 30%.Google Scholar
  384. 5.
    Kipp, S. 293.Google Scholar
  385. 6.
    Paul Reiwald in Meng, Heinrich: Die Prophylaxe des Verbrechens, S. 187, Basel 1948.Google Scholar
  386. 7.
    Neuer Pitaval, Bd. XVI, S. 332.Google Scholar
  387. 8.
    Zahlen bei Kipp, S. 63.Google Scholar
  388. 1.
    Reed, Ruth: Negro illegitimacy in New York, S. 106, New York 1926.Google Scholar
  389. 2.
    Kipp, S. 123, 124. Wichtig ist das Alter der Großeltern; siehe meine Studie: The sociological function of the grandmother, Social Forces 1946, S. 392, die durch amerikanische Erfahrungen während des Krieges angeregt wurde.Google Scholar
  390. 3.
    Ebenda, S. 124.Google Scholar
  391. 4.
    Reiwald, S. 183.Google Scholar
  392. 5.
    Benney: Low company, S. 14.Google Scholar
  393. 1.
    BGB, § 1591.Google Scholar
  394. 2.
    Mackenroth, S. 17.Google Scholar
  395. 3.
    Nährich, S. 17. — Die Schweiz meldete 1936–1940 31% Legitimationen, 1941–1945 etwas weniger, 27%. Mackenroth, S. 51.Google Scholar
  396. 4.
    Moor, Emmy: Der Gerichtssaal spricht, S. 14. Zürich 1933.Google Scholar
  397. 1.
    Neuer Pitaval, Bd. XVI, S. 328.Google Scholar
  398. 2.
    27% der Väter, die von den unehelichen Müttern in Illinois verklagt wurden, waren, wie wir sahen, verheiratet. Puttee and Colby, S. 63.Google Scholar
  399. 3.
    Karl Dyckmans fand in seinem Inzestmaterial 21,7% mal „Folgen“. — 6 Abtreibungen sind abzuziehen, in denen der Vater mit der Tochter ein Kind gezeugt hatte. (Das Delikt der Blutschande im Bezirk des Landgerichts Kleve 1920–1951, S. 47, Bonner Diss. 1954.)Google Scholar
  400. 4.
    Die im Rausch gezeugten Kinder — wobei Alkohol auf beiden Seiten eine Rolle spielt — sind mit „unbekanntem“Vater eingetragen.Google Scholar
  401. 5.
    Siehe die Tuberkulosefälle in Kammerers Arbeit S. 118, 120, 140, 144, 145, 153, 158, 187, 189, 193, 250, 253.Google Scholar
  402. 6.
    Über dieses Meer von Abtreibungen, in dem die unehelich Geborenen nur ein Tropfen sind, siehe Das Verbrechen, Bd. I, S. 94ff. — Ehe eine rückläufige Entwicklung einsetzte, betrug die Zahl der Aborte in Moskauer Kliniken das 2–3fache der Geburten. Mackenroth, S. 37 (1934/35).Google Scholar
  403. 1.
    Low company, S. 15.Google Scholar
  404. 2.
    Dyckmans stieß auf 2 Fälle, in denen inzestuöse Tochter und Schwester je drei uneheliche Kinder hatten, S. 23 und 29.Google Scholar
  405. 3.
    Siehe das Material bei Karl Günter Schulz, S. 114ff., Hamburg 1958.Google Scholar
  406. 4.
    Kuhn: Phänomen der Strichjungen, S. 38.Google Scholar
  407. 5.
    „Uneheliche Kinder werden wieder solche haben.“Wuttke: Volksaberglaube, S. 222. Das Sprichwort will auch gewisse Zeichen einer Vorbestimmung kennen: Das Mädchen, das beim „Glücksgreifen“in der Neujahrsnacht nach einem Puppenkind greift, wird ein uneheliches Kind haben. Ebenda, S. 234. Siehe auch das estländische Sprichwort bei Champion, S.: Racial proverbs, S. 127, New York 1938.Google Scholar
  408. 6.
    Kipp, S. 57. — Einen Fall von unehelich geborenem Vater, der einen unehelichen Sohn hatte, stellte Kammerer, S. 224 dar.Google Scholar
  409. 7.
    Reiter, Hans, und Hildegard Mischke: Anlage und Milieu bei weiblichen Fürsorgezöglingen Mecklenburgs, Monatsschrift 1932, S. 527.Google Scholar
  410. 1.
    Kunert, Sophie: Straffälligkeit bei Frauen, S. 66ff., Leipzig 1933.Google Scholar
  411. 2.
    Kindestötung nur deshalb nicht, weil der Gerichtsmediziner die Lebensfähigkeit verneint hatte.Google Scholar
  412. 3.
    Der Gerichtssaal spricht, S. 167–172.Google Scholar
  413. 4.
    Plinius: Hist. nat. VII, 12, 2.Google Scholar
  414. 5.
    Schiller bricht in seinem Jugendgedicht „Die Kindsmörderin“in die Klage des Kindes aus: „Weib, wo ist mein Vater ? lallte seiner Unschuld stumme Donnersprache.“Google Scholar
  415. 1.
    Wettstein, Erich: Geschichte der Todesstrafe im Kanton Zürich, S. 70, Winterthur 1958. „Der Kindsmord… zählte zu den häufigsten von Frauen verübten todeswürdigen Verbrechen.“Google Scholar
  416. 2.
    Bader, S. 37.Google Scholar
  417. 3.
    Graf Gleispach im Handwörterbuch der Kriminologie, Bd. I, S. 789. — „Wie leicht Geburt und Tötung geheimgehalten werden können, beweist die erhebliche Zahl der Fälle, in welchen nur durch einen ‚Zufall‘die Leiche eines Neugeborenen gefunden wird.“Google Scholar
  418. 4.
    Mostar, Hermann: Nehmen Sie das Urteil an? S. 160ff., Stuttgart 1957.Google Scholar
  419. 1.
    Puttee and, Colby, S. 49.Google Scholar
  420. 2.
    Rosanoff, J. Aaron, Leva M. Handy and Isabel Rosanoff Plesset: The etiology of child behavior difficultieswith special reference to their occurrence in twins, Psychiatric Monographs, State of California Department of institutions, S. 35, 1941.Google Scholar
  421. 3.
    Magdalenenheime usw. In London hießen früher schlechte Dienstboten “magdalen marms”, frühere Insassen des alten Heims in Blackfriars Road. Partridge, S. 504.Google Scholar
  422. 1.
    Watson, Amely Eaton: Illegitimacy, S. 50, Bryn Mawr 1923.Google Scholar
  423. 2.
    Dyckmans, S. 47.Google Scholar
  424. 3.
    Finke und Zeugneb, Monatsschrift 1934, S. 324. 4 Dyckmans, S. 82.Google Scholar
  425. 5.
    Finke und Zeugner, S. 314.Google Scholar
  426. 6.
    Elliott and Merrill I, S. 147.Google Scholar
  427. 1.
    Mackenroth, S. 54.Google Scholar
  428. 2.
    Brückner: Zur Kriminologie des Mordes, S. 106. Bei 10 unehelich geborenen Mördern seiner Kasuistik finden sieh zwei Mütter, die zweimal außerhalb der Ehe geboren haben (S. 158 und 165).Google Scholar
  429. 1.
    Einsichtig, aber hauptsächlich beim Ehebruch erörtert von Ringel, Erwin: Der Selbstmord, S. 50ff., Wien 1953.Google Scholar
  430. 2.
    Roesner: Handwörterbuch, Bd. II, S. 573.Google Scholar
  431. 3.
    Polizeistatistik 1960, S. 106.Google Scholar
  432. 4.
    Siehe die Fälle bei Brückner, S. 111, 123, 172. „Außerehelich gezeugt, Ehelichkeit nicht angefochten“, „unehelich geboren, Mutter verheiratet“, „vorehelich geboren, Eltern heirateten drei Jahre nach seiner Geburt.“Google Scholar
  433. 5.
    Wood and Waite: Crime, S. 174ff.Google Scholar
  434. 6.
    Taft: Criminology, S. 145.Google Scholar
  435. 7.
    So übersetze ich: “Bastard brood is always proud.” Smith, Proverbs, S. 24, im Hinblick auf die amerikanische Feststellung (Wood and Waite, S. 176) nach den Studien der Glücks, daß einzige Kinder unlenkbarer sind als die aus größeren Familien. Ich glaube, daß man nicht nur das Kind, sondern mehr noch die körperlichen und seelischen Eigenschaften der Eltern untersuchen sollte und hier noch mehr die Mutter als den Vater. Welches sind die Veränderungen, die mit vielen Frauen nach der ersten Geburt vor sich gehen ?Google Scholar
  436. 8.
    Bei Kuhn (S. 39) sind es 12,8%, bei Reinhard Redhardt (Zur gleichgeschlechtlichen männlichen Prostitution, S. 28, Stuttgart 1954) sind es 17,7% unehelich geborene Kinder.Google Scholar
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    Middendorff, Wolfgang: Jugendkriminologie, S. 116, Ratingen 1956.Google Scholar
  438. 2.
    Sauer, S. 151 und 152.Google Scholar
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    Mein Robespierre, Studien zur Psychopathologie des Machttriebes, S. 10, Stuttgart 1924.Google Scholar
  440. 4.
    Ebenda, Mein Robespierre, Studien zur Psychopathologie des Machttriebes, Stuttgart 1924. S. 160.Google Scholar
  441. 1.
    „Waisenkinder und Stiefkinder bleiben in der Familienstatistik unberücksichtigt…“Mackenroth, S. 30.Google Scholar
  442. 2.
    Statistisches Jahrbuch 1960, S. 408. Geschlecht und Alter sind nicht mitgeteilt.Google Scholar
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    Statistisches Jahrbuch 1960, S. 404.Google Scholar
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    Thompson II, S. 223.Google Scholar
  445. 1.
    Thompson II, S. 250. — Bei Anwälten und Richtern war sie nicht höher als 292,5 in dieser Altersgruppe, alle Zahlen berechnet auf 100000 berufstätige Männer, 15–64 Jahre alt, und für das Jahr 1930.Google Scholar
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    A. C. Peauson in Hasting’s Encyclopedia, Bd. IV, S. 276.Google Scholar
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  454. 7.
    2. Mos. 22, 21.Google Scholar
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    5. Mos. 24, 17.Google Scholar
  456. 9.
    5. Mos. 24, 19–21.Google Scholar
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    „Waise“heißt das verlassene Wesen. Kluge-Götze, S. 851.Google Scholar
  458. 11.
    Psalm 68, 6.Google Scholar
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    A. C. Pearson in Hasting’s Encyclopedia, Bd. IV, S. 276.Google Scholar
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    Greeff, Etienne de: Introduction à la criminologie, S. 89, Bruxelles 1946. — Um die Höhe der Zahlen von Mutterwaisen und Vollwaisen sachlich beurteilen zu können, müßten wir die Aufnahmebedingungen in das Untersuchungszentrum kennen. Es scheint sich um schwerste Formen der Verwahrlosung zu handeln, wie sich aus den Zahlen der Eheverlassenen, im Konkubinat Lebenden, vorbestraften und trunksüchtigen Eltern ergibt. — Hackers Zahlen aus Züricher und Schweizer Anstalten (S. 160) halten an dem starken Überwiegen der Vaterwaisen fest und melden eine viel kleinere Zahl der Vollwaisen.Google Scholar
  466. 2.
    Tönnies, S. 29.Google Scholar
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    Auch recht bedeutend bei den Mutterwaisen.Google Scholar
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    Nach Clauss, Karl: Mutter und Sohn, Langensalza 1931, berichtet von de Greeff, S. 88.Google Scholar
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    Siehe die im Märchen genannten Gründe: „… und wie das Kind geboren war, starb die Königin“(Schneewittchen). — „Es war einmal ein Mädchen, das war jung und schön, aber seine Mutter war früh gestorben…“(Die wahre Braut.)Google Scholar
  470. 1.
    Reiter und Mischke, S. 528.Google Scholar
  471. 2.
    Kneeland, George J.: Commercialized prostitution, S. 182, New York 1917. Über die Häufigkeit von Voll- und Halbwaisen unter Hamburger Strichjungen siehe Kuhn, S. 39 und 40. Von den 85 Halbwaisen verloren nicht weniger als 83,5% einen Elternteil „zu einer Zeit, in der sie vor oder im Anfangsstadium ihrer Pubertät standen“. Von den Strichjungen waren 20,17% Vater-, nur 3,98% Mutterwaisen; die Zahl der Vollwaisen fehlt.Google Scholar
  472. 3.
    Reiter u. Mischke, S. 528.Google Scholar
  473. 4.
    Exner: Kriminologie, S. 226.Google Scholar
  474. 1.
    „Der Vater der K. soll 1912 an Gehirnerweichung gestorben sein, die Mutter 1914 an Unterleibskrebs.“ Peschke, Kurt, und Paul Plaut: Notzuchtsdelikte, S. 38, Stuttgart 1930.Google Scholar
  475. 2.
    Andere Kinder zeigen eine bemerkenswerte Brutalität. Als ein Waisenkind in eine Schule kam, quälten ihn die Mitschüler, weil er weder Vater noch Mutter habe. Als es ans Schimpfen ging, schleuderte ein anderer Junge ihm die Worte: „Dreckiger Waisenjunge“ins Gesicht. Bowen, Croswell: They went wrong, S. 7, New York 1955. — Manche Indianerstämme glaubten, daß Witwen, Waisen und alte Menschen an zweiter Stelle in dem Leben der Gemeinschaft kämen. Koty, John: Die Behandlung der Alten und Kranken bei den Naturvölkern, S. 140, Stuttgart 1934. Unnütze Esser sind in jeder Not Gemeingefahr.Google Scholar
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    Weight, Richard: Black boy, S. 25, Cleveland 1945.Google Scholar
  478. 2.
    Ein Arzt und Stadtverordneter, der von der Berliner Waisenverwaltung in eine ostdeutsche Anstalt entsandt war, sagte im Prozeß gegen den Leiter aus: „Vom Standpunkt des Arztes erklärte er die Strafen von 50 Peitschenhieben für grausam und barbarisch. In der Waisenverwaltung sei allmählich die Meinung durchgedrungen, daß die Prügelstrafe bedenklich sei. Durch Schläge auf das Gesäß werde das geschlechtliche Triebleben angeregt und oft in falsche Bahnen gelenkt.“Friedländer, Bd. IV, S. 225.Google Scholar
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    Robinson jr., Edward G.: My fathermy son, S. 41, New York 1958.Google Scholar
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    Andre Répond in Meng, H.: Die Prophylaxe des Verbrechens, S. 44.Google Scholar
  481. 3.
    Ebenda, S. 97 und 40.Google Scholar
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    Ebenda, S. 35, 98.Google Scholar
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    „Der Vater besitzt ein bedeutendes Vermögen, das er umsichtig und geizig verwaltet. Er hat sich um seinen Sohn recht wenig gekümmert und beschäftigt sich mit ihm bloß, um ihn zu prügeln.“Ebenda, S. 32.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität BonnDeutschland

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