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Dynamik kollektiver Kräfte

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Zusammenfassung

Wenn wir Mißbrauch der Macht und Reaktion empörter Untertanen untersuchen wollen, so brauchen wir nicht auf römische Cäsaren wie Tiberius, Caligula und Nero zurückzugehen. Hans Fehr hat ein Kapitel seines Buches über Recht und Sagen in der Schweiz den Zwingherren zugedacht1. Allein der Name Schadburgen drückt den Haß des Volkes aus. Die Adelsherren, Ritter, Vögte und auch viele ihrer Frauen sind grausam, herzlos, übermütig, legen ihren Launen keine Zügel an. Die Bauern sind nur Arbeitstiere und rechtlos ihrem Willen unterworfen. „Sie drücken das einfache Volk nieder, wo immer sie können. Sie erscheinen als Quälgeister erster Ordnung2.“ Man möchte wünschen, viele der Berichte seien Übertreibung, vom Groll der Bauern haßvoll ausgeschmückt, um teils den Zorn des Himmels, der dazwischentrat, und wieder eigene Racheuntat zu erklären. Fast regelmäßig quält der böse Herr auch seine eigenen Knechte und springt mit seiner Frau tyrannisch um.

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Literature

  1. 1.
    Fehr, Hans: Das Recht in den Sagen der Schweiz, S. 94ff.Google Scholar
  2. 2.
    Ebenda, S. 94.Google Scholar
  3. 3.
    Zaunert, Paul: Rheinlandsagen, S. 105, Jena 1924. — „… der eiserne Korb, in den die Gräfin gesperrt war, steht noch zum Andenken im Turme der Pfarrkirche zu Nideggen.“Google Scholar
  4. 4.
    Schambach, Georg, und Wilhelm Müller: Niedersächsische Sagen und Märchen, S. 64, Stuttgart 1948.Google Scholar
  5. 5.
    Sagen aus Österreich, ohne Autor, S. 138, Wien 1949.Google Scholar
  6. 1.
    Fehr: Das Recht, S. 95.Google Scholar
  7. 2.
    Ebenda, S. 96.Google Scholar
  8. 3.
    Rochholz, Ernst Ludwig: Schweizer Sagen aus dem Aargau, Bd. I, S. 146, Aarau 1856.Google Scholar
  9. 4.
    Endrös, Hermann, und Alfred Weitnauer: Allgäuer Sagen, S. 60.Google Scholar
  10. 5.
    Schambach und Müller, a. a. O., S. 66.Google Scholar
  11. 6.
    Österreichische Sagen, S. 104.Google Scholar
  12. 1.
    Österreichische Sagen, S. 108.Google Scholar
  13. 2.
    Zaunert: Rheinlandsagen, Bd. I, S. 258.Google Scholar
  14. 3.
    Ebenda, Bd. I, S. 127.Google Scholar
  15. 4.
    Ebenda, Bd. I, S. 29.Google Scholar
  16. 5.
    Zaunert, Bd. I, S. 21.Google Scholar
  17. 6.
    Ebenda, Bd. I, S. 103.Google Scholar
  18. 7.
    Niedersächsische Sagen, S. 61.Google Scholar
  19. 8.
    Zaunert, Bd. II, S. 53.Google Scholar
  20. 9.
    Österreichische Sagen, S. 88.Google Scholar
  21. 10.
    Rochholz: Sagen aus dem Aargau, Bd. I, S. 126.Google Scholar
  22. 1.
    Fehr: Das Recht in den Sagen der Schweiz, S. 95.Google Scholar
  23. 2.
    Ebenda, S. 94.Google Scholar
  24. 3.
    Endrös-Weitnauer: Allgäuer Sagen, S. 398.Google Scholar
  25. 4.
    Zaunert, Bd. I, S. 299.Google Scholar
  26. 5.
    Ebenda, Bd. I, S. 122.Google Scholar
  27. 6.
    Rochholz, Bd. I, S. 126.Google Scholar
  28. 7.
    Ebenda, Bd. I, S. 126.Google Scholar
  29. 8.
    Ebenda, Bd. I, S. 143.Google Scholar
  30. 9.
    Ebenda, Bd. I, S. 126.Google Scholar
  31. 10.
    So Fehr: Das Recht in den Sagen der Schweiz, S. 97.Google Scholar
  32. 1.
    Zitiert von Hantsch, Hugo: Der deutsche Bauernkrieg, S. 74, Würzburg 1925.Google Scholar
  33. 2.
    Ebenda, S. 173ff.Google Scholar
  34. 3.
    Der wütende Ansturm der Bauern überraschte die Berufssoldaten vollständig; die Zuversicht verwandelte sich in panisches Entsetzen.Google Scholar
  35. 4.
    Ebenda, S. 176. „Wie die wilden Tiere fiel die entfesselte Leidenschaft über die Toten her. Man schnitt ihnen die Köpfe ab und trug sie auf Spießen unter wüsten Reden umher.“Google Scholar
  36. 5.
    „Ruh’ und Frieden!“, ruft Götz Weislingen zu. „Ich glaub’s wohl! Den wünscht jeder Raubvogel, die Beute nach Bequemlichkeit zu verzehren.“ Goethe: Götz von Berlichingen, I.Google Scholar
  37. 1.
    Hantsch, S. 105.Google Scholar
  38. 2.
    Oman, Charles: The great revolt of 1381, S. 67, London 1906.Google Scholar
  39. 3.
    Ebenda, S. 79.Google Scholar
  40. 4.
    Jusserand, J. J.: English wayfaring life, S. 253, London 1891.Google Scholar
  41. 5.
    Ebenda, S. 208. — Robin Hood lebte im 12. Jahrhundert. Die auf ihn gesungenen Balladen umfassen einen ganzen Band (London 1832).Google Scholar
  42. 6.
    Der abgetrennte Kopf“ Archiv für Kriminologie, S. 154–168, 1960, Bd. 126.Google Scholar
  43. 1.
    Siehe die Ermordung des Gymnasiasten Ernst Winter. Friedländer: Interessante Kriminalprozesse, Bd. III, S. 75–136, Berlin 1911.Google Scholar
  44. 2.
    «Dans un énergique et élégant réquisitoire M. le Procureur de la République demande aux jurés la tête de l’assassin.» Bataille: Crimes de 1893, S. 431.Google Scholar
  45. 3.
    Neuer Pitaval, Bd. XVIII, S. 71, Leipzig 1883.Google Scholar
  46. 4.
    “He cannot bite my head off.” „Er kann mir nicht den Kopf abbeißen.“Google Scholar
  47. 5.
    Römisches Strafrecht, S. 918, Leipzig 1899.Google Scholar
  48. 6.
    Euripides: Iphigenie auf Aulis, 1514–1517.Google Scholar
  49. 1.
    Die Darstellung bei Euripides und der Bericht des Boten sind unklar. Es ist aber zweimal von einem Schlag die Rede (1579 und 1582). — Deutlich wird der Vorgang bei Homer (Odyssee, III, 449), genau beschrieben bei Sueton, wo der geisteskranke Caligula, statt den Stier zu betäuben, den Priester totschlägt, der die Kehle öffnen und das Blut entziehen soll. (Caligula 31.)Google Scholar
  50. 2.
    Odyssee, III, 455.Google Scholar
  51. 3.
    Ich habe noch im Zuchthaus von Gent das Messer gesehen, mit dem der Scharfrichter den Kopf abschnitt, wenn die Enthauptung nicht geglückt war.Google Scholar
  52. 4.
    Sartori, a. a. O., Bd. III, S. 207, sagt vom Maibaum: „Sein wichtigster Teil, der eigentliche Träger und Mittler seiner Kraft, ist sein Wipfel.“Google Scholar
  53. 5.
    In Pis. XIII, 30.Google Scholar
  54. 6.
    Plinius: Hist. nat. XI, 37, „proximumque coelo“.Google Scholar
  55. 7.
    1. Sam. XVII, 51.Google Scholar
  56. 8.
    1. Sam. XXXI, 9 und 10.Google Scholar
  57. 9.
    J. A. MacCulloch in Hasting: Encyclopedia of Religion and Ethics, Bd. VI, S. 532ff., Edinburgh 1913.Google Scholar
  58. 10.
    Ovid: Met. XI, 50–53, „flebile lingua murmurat exanimis“.Google Scholar
  59. 1.
    Meyer, Elard Hugo: Mythologie der Germanen, S. 201 u. 281, Straßburg 1903.Google Scholar
  60. 2.
    Grimm: Vollständige Ausgabe, S. 216.Google Scholar
  61. 3.
    Grimm, S. 139, 549, 552.Google Scholar
  62. 4.
    Grimm, S. 68, 405.Google Scholar
  63. 5.
    Grimm, S. 216, 261, 577.Google Scholar
  64. 6.
    Grimm, S. 385ff.Google Scholar
  65. 7.
    Rochholz, Bd. II, S. 377.Google Scholar
  66. 8.
    His: Deutsches Strafrecht bis zur Carolina, S. 168, München 1928.Google Scholar
  67. 9.
    Endrös und Weitnauer, S. 250ff.Google Scholar
  68. 10.
    Ebenda, S. 398, 498.Google Scholar
  69. 11.
    Grimm: Rechtsaltertümer, Bd. II, S. 550, Leipzig 1922.Google Scholar
  70. 1a.
    Schmidt, Leopold: Ethik der alten Griechen, Bd. II, S. 134 Berlin 1882.Google Scholar
  71. 1b.
    Schmidt, Leopold: Ethik der alten Griechen, Bd. II, S. 135, Berlin 1882.Google Scholar
  72. 2.
    Stengel, Paul: Die griechischen Sakralaltertümer, S. 60, München 1890.Google Scholar
  73. 3.
    Matth. 5, 36.Google Scholar
  74. 4.
    Bredon, Juliet, und Igor Mitrophanow: Das Mondjahr, S. 235, Wien 1953.Google Scholar
  75. 5.
    Siehe das Kapitel: „Der aufgesteckte Kopf“ in meiner Strafe, Bd. I, S. 279.Google Scholar
  76. 6.
    „Dann zwängte er (der Soldat) seinen Daumen in den Mund und brachte ihn (den Kopf) so zu Otho. Dieser schenkte das Haupt den Marketendern und Troßknechten, die es auf einen Spieß steckten und unter allerlei Schabernack im Lager herumtrugen, wobei sie wiederholt riefen: ‚Galba, du Liebesgott, jetzt genieße dein Alter !‘“ Sueton: Galba 20.Google Scholar
  77. 7.
    Lafue, Pierre: Louis XVI., S. 200, Paris 1942. Einem Invaliden der Bastille-Besatzung wurde das Herz herausgerissen, in ein Bukett von weißen Veilchen gesteckt und unter dem Gesang eines populären Couplets herumgetragen: «Ah ! il n’est point de fête Quand le cœur n’en est pas ! » Auch das Herausreißen des Herzens war Teil einer alten Kriminalstrafe und kommt im Grimmschen Märchen: Die Nelke (vollständige Ausgabe, S. 341) vor.Google Scholar
  78. 8.
    Siehe die Zitate in meinem Desperado, S. 221.Google Scholar
  79. 9.
    „Unbewacht“ glauben alle absoluten Machthaber und ihre Gehilfen zu sein.Google Scholar
  80. 1.
    Tocqueville, Alexis de: Erinnerungen, S. 236, Stuttgart 1954.Google Scholar
  81. 2.
    Siehe das Feuer, das der Mob von New York während der Aushebungs-Unruhen von 1863 (14. Juli) unter einem erhängten Neger anzündete, während die Menge um den Toten einen Tanz aufführte. Herbert Asbury: The gangs of New York, S. 148, New York 1928.Google Scholar
  82. 3.
    Ausgeführt in meiner Studie: Lustmord und Buschversteck der Beute. Monatsschrift für Kriminologie, 1960, S. 40.Google Scholar
  83. 4.
    Tatortphotographie und Darstellung in „Die Todesstrafe als Mordreiz“, in Monatsschrift für Kriminalpsychologie 1928, S. 689ff. Meine Schilderung stützte sich auf die Akten der Altonaer Kriminalpolizei.Google Scholar
  84. 5.
    Loewenberg, Richard D., in American Journal of crim. law 1953, S. 604.Google Scholar
  85. 1a.
    Ein Depressiver hatte seine Frau mit vielen Axthieben getötet. „Sie habe ihn verhext, seiner Genitalien beraubt, seine Familie durch Zauberei umgebracht…“ Als man ihm die blutige Axt vorzeigte, geriet er in große Aufregung und sagte: „Mit dieser wird man mir das Haupt abhauen, ich bin bereit.“ Krafft-Ebing, R. v.: Gerichtliche Psychopathologie, S. 137, Stuttgart 1892. Solche Übereinstimmungen von Mord- und Selbstmordmethode sind psychologisch bemerkenswert und nicht selten anzutreffen. Ein Sadist, der in Paris ein Mädchen aus dem Fenster gestürzt hatte — ähnliche Überfälle auf Prostituierte waren vorangegangen —, wurde zum Tode verurteilt und warf sich in der Haft von der obersten Galerie in die Tiefe; der Kopf war ihm zerschmettert. (Bataille: Crimes de 1894, S. 260.) — Der Mörder Henri Girard, der seine Opfer mit Krankheitskeimen umbrachte, verübte Selbstmord durch Einführen von virulenten Tuberkelbacillen.Google Scholar
  86. 1b.
    Treich, Léon: 13 drames du poison, S. 193, Paris 1948. So nahe liegen Ausbruch gegen andere und sich selber beieinander. Abschreckung hat in solchen Fällen nur geringen Raum.Google Scholar
  87. 2.
    Neuer Pitaval, Bd. XIII, S. 420.Google Scholar
  88. 1.
    Zahlen bei Meier, Otto: Dunkelziffer oder Dunkelfeld, S. 59, Bonner Diss. 1956.Google Scholar
  89. 2.
    Mezger, Edmund: Kriminologie, S. 77, München 1951.Google Scholar
  90. 3.
    Berechnet nach Stat. Jahrbuch 1957, S. 105 (im Jahre 1953 war der Anteil auf 13,2 gestiegen. Berechnung von Otto Meier, S. 60). — 4 oder 5 Jahre nach der Inflation beginnen die betrügerischen Anwandlungen wieder leicht zu sinken. Siehe die österreichischen Zahlen in Monatsschrift für Krim.-Psych. 1931, S. 425 und 426 und die dort gemachten Bemerkungen.Google Scholar
  91. 4.
    Merrill, Francis E.: Social problems, S. 79.Google Scholar
  92. 1.
    Liepmann: Krieg, S. 107 und 108.Google Scholar
  93. 2.
    Aus den ersten Kriegstagen berichtet René Benjamin (Private Gaspard, A soldier of France, S. 49, New York 1917): „Zur gleichen Zeit lief ein wunderbares Gerücht unter ihnen (den Soldaten) um: Eine Revolution war in Deutschland ausgebrochen, wahrhaftig eine Revolution.“Google Scholar
  94. 1.
    Bei der Jugend eines besiegten Volkes kommen andere schwere Probleme hinzu.Google Scholar
  95. 2.
    Crime in the United States. Uniform Crime Reports 1959, S. 17, Washington 1960.Google Scholar
  96. 1.
    In Europa Jugoslawien oder Bulgarien.Google Scholar
  97. 2.
    Über die Bedeutung des jiddischen Wortes schmusen, anschmusen siehe Wolf, Siegmund A.: Wörterbuch des Botwelschen, S. 292, Mannheim 1956.Google Scholar
  98. 3.
    MacIver, R. M., and Charles H. Page: Society, S. 168, New York 1937.Google Scholar
  99. 4.
    2. Mos. XX, 2–8.Google Scholar
  100. 5.
    2. Mos. XX, 12–17.Google Scholar
  101. 1.
    Endrös und Weitnauer: Allgäuer Sagen, S. 14, 53, 57, 59 usw. — Bei der Abendmahlstafel der Gralsritter bleibt der Platz des Judas leer… „Ein falscher Jünger aber, namens Moses, drängte sich in die Reihen und setzte sich auf den leeren Platz des Judas. Sofort verschlang ihn die Erde.“ Wolfram von Eschenbach: Parzifal, ed. Wilhelm Hertz, S. 422, Stuttgart 1898.Google Scholar
  102. 2.
    Endrös und Weitnauer, S. 48, 498, 511.Google Scholar
  103. 3.
    Ebenda, S. 26.Google Scholar
  104. 4.
    Psalm 9, 16.Google Scholar
  105. 5.
    Psalm 7, 16.Google Scholar
  106. 6.
    1. Mos. 2, 17. Siehe Reinach, I.: Orpheus, S. 283, Paris 1919.Google Scholar
  107. 7.
    Oxford Dict. of English proverbs: “Ill gotten goods never (oder vorsichtiger seldom) prosper.” Ein realistischeres Wort sagt: Unrecht Gut gedeiht nur bis zum dritten Erben, und folgt dem Lateinischen: De male quaesitis non gaudet tertius heres.Google Scholar
  108. 8.
    Hesiod: Werke und Tage, 238.Google Scholar
  109. 1.
    Hesiod: Werke und Tage, S. 232ff.Google Scholar
  110. 2.
    Siehe die Verehrung von Flüssen, Winden, Bäumen und Tieren, vor allem dem Ackerstier, bei den alten Griechen. Schmidt, Leopold: Die Ethik der alten Griechen, Bd. II, S. 85ff., Berlin 1882.Google Scholar
  111. 3.
    Wer einen Storch tötet oder verwundet, hat Unglück. Wuttke, a. a. O., S. 120.Google Scholar
  112. 4.
    Schmidt, Bd. II, S. 84.Google Scholar
  113. 5.
    Ebenda, S. 84.Google Scholar
  114. 6.
    Buch Hiob 31, 26/27. Der Handkuß an den Mond heißt in richtiger Übersetzung: „Meine Hand küßte meinen Mund.“ Peake, A. S.: Job, S. 271, New York 1904. Der Name der Stadt Jericho hängt mit „Mond“ zusammen.Google Scholar
  115. 7.
    Lods: Israel, a. a. O., S. 323.Google Scholar
  116. 8.
    Hosea 13, 15.Google Scholar
  117. 9.
    Plutarch: Numa 4.Google Scholar
  118. 10.
    Ebenda, 4.Google Scholar
  119. 1.
    Plutarch: Numa 16.Google Scholar
  120. 2.
    „Manchmal weissagte er auch furchtbare Ereignisse, die vom Himmel drohten, er redete von abenteuerlichen Geistererscheinungen und von furchtbaren Stimmen, die sich hören ließen.“ Auf diese Art bändigte und demütigte er den Geist seiner Untertanen durch den religiösen Aberglauben. Ebenda, 8.Google Scholar
  121. 1.
    Zusammengestellt aus einer Reihe von Unterschlagungsfällen.Google Scholar
  122. 2.
    Hynd: Giant killers, S. 296. Er triefte geradezu von Ehrlichkeit und Menschenliebe.Google Scholar
  123. 3.
    Neuer Pitaval, Bd. VIII, S. 298.Google Scholar
  124. 4.
    Ebenda, S. 300.Google Scholar
  125. 5.
    In Kriminalität der lesbischen Frau, S. 62ff.Google Scholar
  126. 6.
    Neuer Pitaval, Bd. VIII, S. 360.Google Scholar
  127. 1.
    Neuer Pitaval, Bd. VIII, S. 405.Google Scholar
  128. 2.
    Neuer Pitaval, Bd. VI, S. 190.Google Scholar
  129. 3.
    Roughead, William: Trial of Dr. Pritchard, S. 308, Edinburgh 1906.Google Scholar
  130. 4.
    Matth. 23, 3.Google Scholar
  131. 5.
    Matth. 23, 28.Google Scholar
  132. 6.
    Nötscher, S. 366.Google Scholar
  133. 7.
    Vollendete Korrektheit ist überlegene Absonderung, „Distinktion“, und daher, wie ein Druck sich auf den Nachahmungstrieb legend, „imponierend“. Siehe die Haltung des George Brummel in Gleichen-Russwurm: Dandies und Don Juans, S. 176ff. New York 1928.Google Scholar
  134. 1.
    Bader: Soziologie, S. 96 (Betrüger als falsche Adelige).Google Scholar
  135. 2.
    Ebenda, S. 93 (falsche Pfarrer).Google Scholar
  136. 3.
    Neuer Pitaval, Bd. XXI, S. 204.Google Scholar
  137. 4.
    Ein berühmter Geldschrankknacker hat einen Kollegen beobachtet und so beschrieben: „Er war noch ein frommer Katholik, vergaß nie den Rosenkranz zu beten, ehe er an eine Unternehmung ging, und versäumte nie, einen angemessenen Teil des Geldes entweder einem Priester, einer Krankenschwester oder einer wohltätigen Einrichtung zu geben. Er liebte es, arme Kinder auf der Straße aufzulesen und ihnen in einem Laden Kleider oder Spielzeug zu kaufen. Danny hatte ein Herz, wie es nicht größer sein konnte. Alles in allem war ich 2 Jahre mit ihm zusammen. Niemals versäumte er in dieser Zeit eine Messe. Wo er auch war, wenn er sich versteckt hielt oder in einem Hotel wohnte, das erste was er morgens tat, war zu beten. Schließlich wurde die Überzeugung, er könne weiterklauen, wenn er nur bete, eine fixe Idee. Er riskierte Dinge, die sonst ein Gauner nicht wagen würde, und wurde später in seiner Laufbahn unbeherrscht und verwegen.“Callahan, Jack: Man’s grim justice, S. 68, New York 1928.Google Scholar
  138. 5.
    Neuer Pitaval, Bd. IV, S. 260.Google Scholar
  139. 6.
    Ebenda, Bd. IV, S. 263. — Sie erklärten, daß sie ihn für unschuldig hielten und so christlich zu sterben wünschten wie er. — Es gibt mehrfache Beispiele, daß Theologen toleranter und weitsichtiger waren als Juristen. Siehe die Beispiele in Monatsschrift für Krim.-Psych. 1927, S. 425 und 426. Ihre Einmischung wurde vom Gericht als „indiskret“zurückgewiesen.Google Scholar
  140. 7.
    Byloff, Fritz: Die Blutgenossenschaft des Zaubererjackl, in Monatsschrift für Krim.-Psych. 1927, S. 401 ff.Google Scholar
  141. 1.
    Byloff, Fritz: Die Blutsgenossenschaft des Zauberjackl, in Monatsschrift für Krim.-Psych. 1927, S. 427.Google Scholar
  142. 2.
    Weill, Alexander: Der Bauernkrieg, S. 6, Weimar 1947 (Neudruck des «Guerre des paysans» von 1847).Google Scholar
  143. 3.
    Neuer Pitaval, Bd. XV, S. 47ff. (Ravaillac) und Bd. XV, S. 72ff. (Clement).Google Scholar
  144. 4.
    Tod, T. M.: Scots Black Calender, S. 57.Google Scholar
  145. 5.
    Henderson, William: Trial of William Gardiner, Edinburgh 1934.Google Scholar
  146. 6.
    Wurmser, L.: Ein schizophrener Muttermörder, Kriminalistik 1959, S. 207.Google Scholar
  147. 7.
    Peters, Karl: Grundprobleme der Kriminalpädagogik, S. 117, Berlin 1960.Google Scholar
  148. 8.
    Hesiod: Werke und Tage, S. 280ff.Google Scholar
  149. 1.
    Thukydides, II, 53. „Daher nahmen sie sich vor, (ihre Güter) so geschwind und so gründlich als möglich zu genießen, weil sie ihres Lebens und ihrer Güter nur auf wenige Tage versichert zu sein glaubten. Niemand fand sich geneigt, bei rühmlichen Gesinnungen im Elend zu leben, weil er es für ungewiß hielt, ob er nicht hingerafft würde, ehe er seine Absichten erreichte.“Google Scholar
  150. 2.
    Paul, a. a. O., S. 179.Google Scholar
  151. 3.
    Aus der Zeit Iwans des Schrecklichen berichtet der Geschichtsschreiber: „Es war eine harte und rauhe Zeit. Die beinahe phantastische Frömmigkeit des Volkes vermochte nicht sein Barbarentum zu mildern und die wilde Befriedigung seiner Gelüste.“Graham, Stephen: Ivan the Terrible, S. 25, New Haven 1933.Google Scholar
  152. 4.
    Erwähnt bei Taft, Donald R.: Criminology, S. 216, New York 1950.Google Scholar
  153. 5.
    Ebenda, S. 217.Google Scholar
  154. 1.
    Von den psychotischen Zuständen abgesehen, die manchmal diesen Bekehrungen zugrunde liegen; hier sind Nützlichkeitserwägungen außer acht zu lassen. Siehe Vowinkel, Edith: Ein Fall von krankhaft bedingtem Religionswechsel. Zeitschr. für Religionspsychologie 1932, S. 97 ff.Google Scholar
  155. 2.
    Ebenda, S. 292.Google Scholar
  156. 3.
    Siehe Elster im Handwörterbuch der Kriminologie, Bd. II, S. 489–493.Google Scholar
  157. 4.
    Kriminologie, S. 89.Google Scholar
  158. 5.
    Sauer: Kriminologie, S. 208.Google Scholar
  159. 1.
    Sauer, S. 207.Google Scholar
  160. 2.
    Damit hat sich die Problematik von Stadt und Land in manchen Teilen Deutschlands auch in die religiöse Problematik eingeflochten.Google Scholar
  161. 1.
    Religious Bodies: 1936, Washington 1941, Bd. I, S. 17, 182ff., 254ff. und 280ff.Google Scholar
  162. 2.
    Über die ganz besondere, durchaus aufrichtige Religiosität der zu lebenslänglicher Haft Verurteilten siehe Bjerre, Andreas: Zur Psychologie des Mordes, S. 34ff., Heidelberg 1925.Google Scholar
  163. 3.
    Kalmer, Leo, and Elegius Weir: Crime and Religion, S. 24ff., Chicago 1936.Google Scholar
  164. 1.
    Census of Religious bodies: 1926, Bd. I, S. 132, 133.Google Scholar
  165. 2.
    Hacker, S. 173.Google Scholar
  166. 1.
    Roesner: Handwörterbuch der Kriminologie, Bd. II, S. 564.Google Scholar
  167. 1.
    Weichbrodt, R.: Der Selbstmord, S. 114, Basel 1937.Google Scholar
  168. 2.
    Siehe die Zahlen der Akademiker in Ungarn (Katholiken 1,3; Juden 5,0) bei Mannzen, Walter: Konfession und Kriminalität, in Monatsschrift 1932, S. 367.Google Scholar
  169. 1.
    Rückübersetzt aus Wirth, Louis: The Ghetto, S. 77, Chicago 1956.Google Scholar
  170. 2.
    Wulffen, Erich: Psychologie des Verbrechens, Bd. I, S.444, Lichterfelde 1908.Google Scholar
  171. 1.
    Ein Gefangener hat die Vorteile beschrieben, die seine abartige Konstitution ihm gegenüber dem Normal-Gefangenen gewährte und die nicht nur seinen Widerstand minderte, ja eine gewisse Zufriedenheit hervorrief: „Ich bin homosexuell veranlagt… Die Ernährungsweise ertrug ich als Vegetarier während meiner einundeinhalbjährigen Strafzeit ausgezeichnet, und ich muß sagen, daß die Anstaltskost ausreichend und schmackhaft war. Als Antialkoholist und Nichtraucher vertrug ich auch leicht das Fehlen von geistigen Getränken und Tabak… Sehvermögen, Atmungsorgane wurden während meiner Strafzeit nicht gestört, wie ich überhaupt gesund die Anstalt verließ.“Auer, Fritz: Zur Psychologie der Gefangenschaft, S. 91, München 1905.Google Scholar
  172. 2.
    Clemmer, Donald: The prison community, S. 234, Boston 1940.Google Scholar
  173. 3.
    Tasker, Robert J.: Grimhaven, S. 136, New York 1928.Google Scholar
  174. 4.
    Nach Tasker (S. 140) haben selbst theosophische Gesellschaften durch ihre Fürsprache das Leben eines zum Tode Verurteilten retten können.Google Scholar
  175. 5.
    Hard, William: Overburdened men in the White House, S. 533, New York 1936.Google Scholar
  176. 6.
    Apostelgeschichte IX, 3 ff.Google Scholar
  177. 7a.
    „Ich habe 35 Jahre als Nihilist gelebt… in dem Sinne, daß ich jeglichen Glaubens bar war. Vor 5 Jahren kam mir der Glaube an die Lehre Christi — und mein Leben war plötzlich ganz und gar umgestaltet: Ich wünschte nicht mehr, was ich bisher gewünscht, und was ich bisher nicht gewünscht, das wünschte ich jetzt. Was ich früher für gut gehalten habe, erschien mir schlecht, und was ich früher für schlecht gehalten, erschien mir gut… Und alles, was rechts war, ward links, und alles, was links war, ward rechts… das Böse und das Gute wechselten die Plätze.“Tolstoi, Leo: Mein Glaube, S. 9, Jena 1917.Google Scholar
  178. 7b.
    Tolstoi, Leo: Mein Glaube, 10, Jena 1917.Google Scholar
  179. 1.
    Darrow, Clarence: The story of my life, S. 307, New York 1932.Google Scholar
  180. 2.
    Ebenda, S. 308.Google Scholar
  181. 3.
    Stone, Irving: Clarence Barrow for the defense, S. 164, New York 1941.Google Scholar
  182. 4.
    Wellman, Francis L.: The art of cross-examination, S. 63, New York 1936.Google Scholar
  183. 5.
    Reynolds, Quentin: Courtroom, the story of judge Samuel S. Leibowitz, S. 80, New York 1957.Google Scholar
  184. 1.
    Reynolds, Quentin: Courtroom, S. 82.Google Scholar
  185. 2.
    Siehe die Meinung der Berufsdiebe über strenge und milde Geschworene. Sutheeland: Professional thief, S. 132 und 133.Google Scholar
  186. 3.
    Boswell, Charles, und Lewis Thompson: The girl in lover’s lane, S. 40ff., New York 1953.Google Scholar
  187. 4.
    Jackson, John Henry: San Francisco murders, S. 68, New York 1948.Google Scholar
  188. 5.
    Samuels, Charles and Louise: The girl in the house of hate, S. 139, New York 1953.Google Scholar
  189. 6.
    Henderson, William: Trial of William Gardiner, S. 258ff, Edinburgh 1934.Google Scholar
  190. 1.
    Taft, Donald R.: Criminology, S. 204, New York 1950.Google Scholar
  191. 2a.
    Mellor, Alec: Le chantage dans les mœurs modernes et devant la loi, S. 112, Paris 1937.Google Scholar
  192. 2b.
    Mellor, Alec: Le chantage dans les mœurs modernes et devant la loi, S. 113, Paris 1937.Google Scholar
  193. 3.
    Taft, S. 206ff.Google Scholar
  194. 1.
    Taft, S. 209.Google Scholar
  195. 2.
    In Amerika sind die Zusammenhänge, die zwischen Wählbarkeit der Richter und der Staatsanwälte und vorherrschender Stimmung bestehen müssen, nicht zu übersehen. — Ganz fehlen solche bewußten oder unbewußten Beziehungen auch nicht beim Richter oder Staatsanwalt in manchen Ländern in Europa.Google Scholar
  196. 3.
    § 184 b StGB. — Die Öffentlichkeit darf nur wegen Gefährdung der Sittlichkeit ausgeschlossen sein.Google Scholar
  197. 4.
    Beling, Ernst: Deutsches Strafprozeßrecht, S. 194, Berlin 1928.Google Scholar
  198. 1.
    Beling, Ernst: Deutsches Strafprozeßreeht, S. 195, Berlin 1928. — Beling weist auf den gemeinrechtlichen Strafprozeß hin, der heimlich war, und bemerkt, daß selbst nach dem Codex juris canonici von 1917 der kirchliche Strafprozeß die Heimlichkeit beibehalten hat.Google Scholar
  199. 1.
    Zwei Jugendliche, die 1954 vor dem New Yorker Jugendgericht standen, sollen angegeben haben, sie hätten Dostojewskis „Schuld und Sühne“gelesen. Middendorff, Wolf: Jugendkriminologie, S. 145, Ratingen 1956.Google Scholar
  200. 2.
    Goethes Schlußworte lauten: „Der Alte folgte der Leiche und die Söhne, Albert vermocht’s nicht. Man fürchtete für Lottens Leben. Handwerker trugen ihn, kein Geistlicher hat ihn begleitet.“Google Scholar
  201. 3.
    Wychgram, D.: Schiller, S. 74, Leipzig 1901. „Auch fürchtete man, daß die Leipziger Studenden… die pöbelhaften Reden der Räuber annehmen möchten.“Google Scholar
  202. 4.
    Sutherland-Cressey, a. a. O., S. 211.Google Scholar
  203. 5.
    Black, Jack, S. 288.Google Scholar
  204. 1.
    Hogarth, Basil: Trial of Robert Wood, S. 13, Edinburgh 1936.Google Scholar
  205. 2.
    Bolitho: Murder for gain, S. 193, London 1926.Google Scholar
  206. 3.
    Wood and Waite: Crime and its treatment, S. 224, New York 1941, schlagen vor, statt der Sensationsprozesse Verhandlungen vor dem Verkehrsrichter zu zeigen, weil solche Darstellungen wahrhaftig erzieherisch wären. — Wie viele Menschen gehen aus Erziehungsgründen abends in ein Kino ?Google Scholar
  207. 4.
    Henderson, Ebnest (Symbol and Satire in the French Revolution, S. 120, New York 1912) schildert nach den Memoiren von Ferrière eine Aufführung in der Comédie Française im Jahre 1789, in der die Bartholomäus-Nacht vorkommt. Eine Glocke kündet am Ende des 4. Aktes den Beginn des Blutbades an; die Menschen im Theater wollten diese Glocke immer wieder hören, so waren sie voll Blutdurst und Erregung und trugen ihren wilden Haß durch alle Straßen von Paris. Schon vorher grollten sie im stillen. Jetzt wußten sie, akustisch aufgereizt, wofür sie Rache nehmen wollten, obgleich das Unrecht lange Jahre schon zurücklag.Google Scholar
  208. 1.
    Elliott and Merrill I. S. 516.Google Scholar
  209. 2.
    Cecil Burt (The young delinquent, S. 137, New York 1925) fand unter seinen Jungen 7% derartiger Typen.Google Scholar
  210. 3.
    Art. 1 der Allgemeinen Grundsätze, erwähnt bei Elliott and Merrill I., S. 521.Google Scholar
  211. 4.
    Was wechselt, sind die Formen der Befriedigung ganz bestimmter Triebe, allein die Triebe bleiben, auch wenn man mit der Forke sie vertreiben möchte.Google Scholar
  212. 1.
    Siehe die Bartholomäusnacht vom 14. August 1572 und die „Kristallnacht“der Hitlerdiktatur. Die meisten Lynchakte fanden ehedem in den Vereinigten Staaten gegen Mitternacht und bald danach statt. Black, Paul W.: Some sociological aspects of lynchings in Iowa, S. 10, Iowa City 1911.Google Scholar
  213. 2.
    Über „Fremde“als gefürchtete Zauberer siehe Fehr, Hans: Das Recht in den Sagen der Schweiz, S. 87. Frauenfeld 1955.Google Scholar
  214. 3.
    Asbury, Herbert: The Barbary Coast, S. 46ff., New York 1947.Google Scholar
  215. 1.
    Asbury, Herbebt: The Barbar y Coast, S. 47, New York 1947.Google Scholar
  216. 2.
    Ebenda, S. 53. — Die Annals of San Francisco schrieben: „Neben technischen Irrtümern auf seiten der Staatsanwaltschaft, falsch verstandenen und noch falscher angewendeten Gesetzen, Meineid der Zeugen zugunsten der Angeklagten, mangelnden wesentlichen Belastungspunkten, Unehrlichkeit der Geschworenen, Unfähigkeit, Schwäche und Bestechlichkeit des Richters und aus manchen andern Gründen, scheiterten die meisten Fälle, so daß die Angeklagten entlassen werden mußten. Nicht ein einziger Verbrecher ist bisher hingerichtet worden. Trotzdem war stadtbekannt, daß damals binnen weniger Monate mindestens 100 Morde begangen wurden.“Ebenda.Google Scholar
  217. 3.
    Ebenda, S. 57.Google Scholar
  218. 4.
    Ebenda, S. 63.Google Scholar
  219. 5.
    Ebenda, S. 66. — Als zwei Delinquenten an einem improvisierten Galgen zappelten, „brachte die Menge ihre Zustimmung in einem mächtigen Aufschrei des Triumphes und der Befriedigung zum Ausdruck“.Google Scholar
  220. 6.
    Der Desperado, S. 195, Heidelberg 1956.Google Scholar
  221. 7.
    Thomas, William, and Florian Znaniecki: The polish peasant in America, S. 340, New York 1927.Google Scholar
  222. 1.
    Die katholische Kirche war damals in Polen durch heretische Bewegungen beunruhigt.Google Scholar
  223. 2.
    Siehe Thomas und Znaniecke, S. 336–337.Google Scholar
  224. 3.
    Der Desperado, S. 195.Google Scholar
  225. 3.
    Der Desperado, S. 195.Google Scholar
  226. 4.
    Siehe Ravenel, Beatrice St. J.: Charleston murders, S. 41 ff., New York 1947.Google Scholar
  227. 5.
    Black, Paul W.: Some sociological aspects of lynching in Iowa, S. 44, Iowa City, 1911.Google Scholar
  228. 6.
    Raper, A. F.: The tragedy of lynching, S. 31, Chapel Hill 1933.Google Scholar
  229. 1.
    Zitiert bei Cutler, James Elbert: Lynch-Law, S. 111, New York 1905.Google Scholar
  230. 2.
    Black, Paul: Some aspects, S. 68.Google Scholar
  231. 3.
    Bei einem gelynchten Manne war der Anzug mit Nr. 43 gezeichnet. Er war ein paar Tage vorher aus einer Irrenanstalt entlaufen. Thirty years of lynching in the United States, New York 1919, S. 13.Google Scholar
  232. 4.
    Rapeb, S. 59.Google Scholar
  233. 5a.
    Auf diesen Circulus vitiosus hat E. B. Reuteb feinsinnig hingewiesen (in The American race problem, S. 386 und, New York 1927.)Google Scholar
  234. 5b.
    Auf diesen Circulus vitiosus hat E. B. Reuteb feinsinnig hingewiesen (in The American race problem, 387, New York 1927.) Die Tatsache, daß der unterdrückte Neger am Ende des Bürgerkrieges zur Unterdrückung neigte, scheint eine Bestätigung dieses erbarmungslosen Kreislaufs zu sein. Auch übernehmen — wiederum in einer mitleidslosen Rückkehr — lynchende Mobs die grausamsten Methoden der Vergangenheit. Von den in 10 Jahren (1918–1927) 454 getöteten Personen wurden 42 verbranntGoogle Scholar
  235. 5c.
    (White, Walteb: Rope and Faggot, S. 21, New York 1929). Die alte Strafe des Schleifens wurde mit dem Auto neu erwecktGoogle Scholar
  236. 5d.
    (Raper, Abthub F., a.a.O., The tragedy of lynching, Chapel Hill 1933. S. 469). Wer weiter zurückgeht, trifft bei Lynchakten auf öffentliche Kastration, Notzüchtigung der Negerfrau, selbst jenes Herzausreißen weißer revolutionärer MassenGoogle Scholar
  237. 5e.
    (Shay, Frank: Judge Lynch. His first hundred years, S. 98, New York 1938).Google Scholar
  238. 6.
    Siehe Frank, Leo, murder or martyr bei Minot, S. 216ff. — Frank war wegen eines Kindermordes verurteilt, aber, weil der Fall nicht völlig geklärt schien, begnadigt worden. Er wurde von einem Mob aus dem Gefängnis geholt und aufgehängt. Es war im Jahre 1916 und im Staate Georgia.Google Scholar
  239. 1.
    Horner, John William: Silvertoum, S. 260, Caldwell 1950.Google Scholar
  240. 2.
    Horner, John William: Silvertoum, S. 261, 1950. Ebenda, S. 261. „Leute aus dem Osten“, schrieb die Zeitung, „dürfen deshalb nicht glauben, daß wir ‚Heiden‘ sind, wie es in einer starken Bemerkung hieß, die uns zu Ohren kam.“Google Scholar
  241. 3.
    Er schrieb an seine Eltern: „Ich hätte große Lust, die Lyncher unter Anklage zu stellen, aber leider würde keine Grand Jury sie verurteilen. Ich höre, daß der Prediger in der Presbyterianischen Kirche die Mobaktion gelobt hat... ich hoffe, daß ich ihm eines Tages an den Kragen gehen kann.“ — In einer Zuschrift hatte sich der Besitzer des Schweinestalls über die Unehre beschwert, die ihm durch das Hängen angetan sei. Der “negst time”, schrieb unser Landsmann Selak, “dey hangs a man, besser dey goes a leetle nearer off.”Google Scholar
  242. 4.
    Botkin, B. A.: A treasury of western folklore, S. 406, New York 1951.Google Scholar
  243. 5.
    Raper, a. a. O., Raper, A. F.: The tragedy of lynching, S. 37, Chapel Hill 1933.Google Scholar
  244. 6a.
    Siehe den Brief Suters, abgedruckt in Candrars, Blaise: Vor. La merveilleuse histoire du général Johann August Suter, S. 185, Paris 1924. Siehe den gedruckten Aufruf des Vigilanz-Komitees von Südindiana, in dem eine Reihe von Weißen namentlich gewarnt werden, den Lynchtod ihrer Freunde zu rächen. Das Plakat ist überschrieben: Salus populi suprema lex und datiert vom 21. Dezember 1868.Google Scholar
  245. 6b.
    Abgebildet in Horan, J. D., und P. Sann: Pictorial history of the Wild West, S. 75, New York 1954.Google Scholar
  246. 7.
    Barnes and Teeters, S. 199.Google Scholar
  247. 1a.
    Asbury, Herbert: The gangs of New York, S. 149, Garden City 1928.Google Scholar
  248. 1b.
    Asbury, Herbert: The gangs of New York, Garden City 1928. Ebenda, S. 132.Google Scholar
  249. 2a.
    Raper, a. a. O., Raper, A. F.: The tragedy of lynching, Chapel Hill 1933. S. 143,Google Scholar
  250. 2b.
    Raper, a. a. O., Raper, A. F.: The tragedy of lynching, Chapel Hill 1933. S. 144.Google Scholar
  251. 3.
    Asbury: The Gangs of New York, S. 132.Google Scholar
  252. 4.
    Nach der Vermutung von Hermann Endrös und Alfred Weitnauer (Allgäuer Sagen, S. 167) erklärt sich damit die auffallende Feindseligkeit gegenüber der später zugewanderten Talbevölkerung.Google Scholar
  253. 5.
    Ein Wildfängel klopft an die Alphütte und bittet, sich „g’warmen“ zu dürfen. Ihm wird bedeutet, es würde oben am Berge ein Feuer angezündet werden, damit die ganze Freundschaft sich daran wärmen könne. Heimlich wird Pulver danebengestreut. Zwölf Wildfängel schleichen herbei und umstehen das wärmende Feuer. Plötzlich brennt die Flamme hoch und sprüht Funken auf die Wildfängel. „Im Nu standen sie in Flammen. Jammernd und schreiend sind alle zwölf Wildfängel elendiglich verbrannt.“ Endrös und Weitnauer, S. 168.Google Scholar
  254. 6.
    „Der ‚Weinhalde‘ unterhalb Kaufbeuren sieht man’s auch nicht an, daß hier einmal Trauben geerntet worden sind. Inmitten der Weingärten lag hier einstmals ein schönes Dorf. Da kam an einem Spätnachmittag eine wandernde Judenfamilie und bat um Nachtquartier. Die Einwohner aber jagten die Juden auf die gegenüberliegende Halde und steinigten sie. Mutter und Kind waren sogleich tot. Der alte Jude aber sprach im Sterben einen gräßlichen Fluch über das grausame Dorf. Mit Kirche und Friedhof ist es darauf in die Erde versunken. Auf der Judenhalde aber, wo der Frevel geschah, steht heute ein Michaelskirchlein.“ Endrös und Weitnauer: Allgäuer Sagen, S. 57.Google Scholar
  255. 7.
    „Die Dassyus, die Urbewohner des Landes, werden von den Aryas als schlechte und gottlose Wesen angesehen, denen man zu nichts verpflichtet ist.“ McKenzie, John: Hindu ethics, S. 9, Oxford 1922.Google Scholar
  256. 8.
    Siehe die Bartholomäusnacht.Google Scholar
  257. 1.
    Von 3383 zwischen 1882 und 1936 gelynchten Negern wurden 1093 wegen vollendeter oder versuchter Notzucht getötet. Barnes and Teeters, S. 201.Google Scholar
  258. 2.
    Ebenda, S. 201.Google Scholar
  259. 3.
    Wood and Waite, S. 147.Google Scholar
  260. 4.
    Siehe meine Untersuchung: Teeren und Federn in der Schweiz. Zeitschrift für Strafrecht 1946, S. 444ff.Google Scholar
  261. 1.
    Wild wachsendes Gras (wild oats oder folle avoine) war ein Sinnbild zuchtloser Triebe. Unkraut gehörte zum Unkraut.Google Scholar
  262. 2.
    Meldung des Bonner Generalanzeigers vom 10. Februar 1953.Google Scholar
  263. 3.
    Von der Exekution des J. A. Slade in Montana wird berichtet: „Einer seiner Freunde, der alles getan hatte, abzureden, zog seinen Rock aus und erklärte, der Delinquent könne erst gehängt werden, wenn man ihn vorher umbringe. Hundert Gewehre wurden auf ihn gerichtet; er drehte darauf den Rücken und floh. Man holte ihn zurück und zwang ihn, seinen Rock wieder anzuziehen. Er mußte auch versprechen, sich in Zukunft ‚friedlich‘ zu verhalten.“ Dimsdale, Thos. J.: Vigilantes of Montana or popular justice in the Rocky Mountains, S. 203, Butte 1937.Google Scholar
  264. 1.
    Siehe zu dieser Frage die psychologisch richtige Rechtsprechung des Reichsgerichts über die Wirkung der passiven Assistenz zum Tatbestandsmerkmal „teilnimmt“ in § 115 StGB (RGSt 54, 301). — Bei der Lynch-Tötung liegen die Dinge freilich anders, ist rechtlich keine Teilnahme gegeben.Google Scholar
  265. 1.
    Mißgriffe werden häufig mitgeteilt; siehe Asbury: Barbary coast, S. 57 ff., 59 und 68 ; Botkin: Folklore, S. 57 ff ; viele wurden niemals aufgedeckt. — In einem von Edwin Borchard mitgeteilten Falle hatte ein fälschlich des Mordes Beschuldigter miterlebt, wie ein Neger gehängt, mit Kugeln durchlöchert, abgeschnitten und mit Messerstichen zerfetzt wurde. Man sagte ihm, eine wütende Menge wolle ihn zerreißen. Wenn er gestehe, würde man ihn im nahen Zuchthaus in Sicherheit bringen. In seiner Angst gestand er (Convicting the innocent, S. 116, 117, New Haven 1932).Google Scholar
  266. 2.
    Sueton: Cäsar 80.Google Scholar
  267. 3.
    Plutarch: Brutus 10. — Brutus zögerte, verriet dann eines Nachts seiner jungen Frau das Geheimnis der Verschwörung und konnte angesichts ihrer Bewunderung — sie war die Tochter Catos — nicht mehr zurück.Google Scholar
  268. 1.
    Die Frau des Karl Grauroth hatte ihm einmal ins Gesicht geschrien, wie später Zeugen aussagten: „Deinem Weibe (der ersten Frau) hast du’s angetan, meinem Manne (ihrem ersten Manne) hast du’s angetan, nun so schaff mich doch auch aus der Welt.“ Neuer Pitaval, Bd. XXXV, S. 227, Leipzig 1872.Google Scholar
  269. 2.
    Shaw, Clifford R.: The Jack-roller, S. 120, Chicago 1930.Google Scholar
  270. 3.
    Der Gangster, Heidelberg 1959.Google Scholar
  271. 4.
    Die Strafe, Bd. II, S. 289ff., Heidelberg 1955.Google Scholar
  272. 1.
    Der Gangster, S. 138–187.Google Scholar
  273. 2.
    Nelson, Victor: Prison days and nights, S. 120, Boston 1933.Google Scholar
  274. 3.
    Der Jugendliche Mark Benney sieht sich bei den Besuchern seiner Mutter um, die Nacht für Nacht bei dieser besseren Prostituierten feiern. Sie faszinieren ihn: „Ich hatte schließlich das Gefühl, eher als die klare Vorstellung, daß Mutters Freunde zu einer Gesellschaft gehörten, in der es nur 2 Klassen gab — die Klugen (‘wide people’ im Slang von London) und die dummen Kerle (the mugs). Sie waren zu nichts anderem da, als von den Klügeren gerupft zu werden. Die Mugs waren respektabel, ehrlich, fleißig, bescheiden lebend, stumpf, zur Kirche gehend, im Grunde dumm und leicht betrogen. Die ‚Klugen‘ waren davon grundverschieden. Sie lebten lustig, liebten durcheinander, tranken mächtig, sangen laut, logen wie gedruckt, schnitten grausig auf und wenn sie haßten, wurde es gefährlich. Vor allem taten sie nicht einen Schlag.“ (Low Company, S. 25, London 1937.)Google Scholar
  275. 4.
    Ein Taschendieb erzählte uns aus seiner Jugend, welches damals seine Idealgestalten waren: „Am Ende der Straße, in der wir wohnten, war eine Eckkneipe, das Standquartier einer Bande von Berufsdieben. Sie waren als der Alte Border Gang bekannt und zu ihnen zählten einige sehr bekannte und erfolgreiche Gauner... Wenn ich einen dieser großen Männer vorbeigehen sah, war mein Kopf mit dem Ehrgeiz erfüllt, ihm gleich zu tun___Wir pflegten um die Ecke herumzustreichen, nur um einen Blick auf die Berühmtheiten in der Kneipe zu erhaschen. Was für ein glänzender Anblick war einer dieser schweren Jungen, wie er so an der Bar stand, eine Zigarre in der Ecke seines Mundes. Fein angezogen war er, mit weißem Kragen, im Schlipse einen Diamanten und um ihn her ein Hauch von Wohlsein und von freier Zeit.“ Hutchins, Hapgod: Autobiography of a thief, S. 27, New York 1903.Google Scholar
  276. 5.
    Die Klein-Gangs werden in den Vereinigten Staaten „troups“, „outfits“, meistens „mobs“ genannt: Das Wort ist aus mobile vulgus zusammengezogen. Siehe Sutherland: The professional thief, S. 27ff.Google Scholar
  277. 6.
    Bei großen Schwindelunternehmen ist erhöhter personeller Aufwand nötig. Siehe das Kapitel: Mitspieler und Statisten, in meinem Betrug, S. 185ff.Google Scholar
  278. 7.
    Sutherland, S. 35.Google Scholar
  279. 1.
    Dinneen, S. 102, 103.Google Scholar
  280. 2.
    Beim Ausdruck „Bruder“ fällt uns § 52 II StGB ein.Google Scholar
  281. 3.
    Frevert, Walter: Das jagdliche Brauchtum, S. 10, Hamburg 1952.Google Scholar
  282. 1.
    Der — natürlich aus Gründen der Rechtssicherheit formalisierte — Begriff taucht in § 60, 3 StPO sogar mit dem Zusatz „verdächtig“ auf, bezieht sich aber auf die Tat allein, die den Gegenstand der Untersuchung bildet.Google Scholar
  283. 2.
    Gérard, Harry: The Peltzer case, S. 127, London 1928.Google Scholar
  284. 1.
    Siehe den Selbstmord des Oberst Redl (Wien 1913). Kisch, Egon Erwin: Prager Titaval, S. 299, Berlin 1953. Siehe auch Hitler und Röhm.Google Scholar
  285. 2.
    Neuer Pitaval, Bd. IX, S. 203, Leipzig 1851.Google Scholar
  286. 3.
    Bataille: Causes criminelles de 1891, S. 419, Paris 1892.Google Scholar
  287. 4.
    Als der Vorsitzende ihm den Angriff vorhielt, entgegnete der Stabsarzt voller Schneid: „Ich bin es nicht gewohnt, den Angriff abzuwarten.“ Ebenda, Bataille: Causes criminelles de 1891, Paris 1892. S. 423.Google Scholar
  288. 5.
    Ebenda, Bataille: Causes criminelles de 1891, Paris 1892. S. 428.Google Scholar
  289. 6.
    Ebenda, Bataille: Causes criminelles de 1891, Paris 1892. S. 432.Google Scholar
  290. 1.
    Gerichtsbericht der Overseas Weekly vom 29. Juli 1959. Das erkennende Gericht bestand aus drei Generalen und fünf Obersten.Google Scholar
  291. 2.
    Der Oberst hatte seit 1941 Dienst getan und war vielfach dekoriert worden. Der Ankläger meinte, er habe selten so glänzende Personalpapiere gesehen. Das war nun freilich nur ein Teil der Frage.Google Scholar
  292. 3.
    Treich, Léon: Dévoyés criminels, S. 73, Paris 1948.Google Scholar
  293. 4.
    Neuer Pitaval, Bd. VI, S. 335–447.Google Scholar
  294. 1.
    Sie lag blutig, leicht gefesselt, auf einem Tigerfell vor ihrem Bette, das Hemd war zerrissen, kleine Messerstiche waren an Schenkeln und Lenden zu sehen. Treich, Léon: 12 énigmes criminelles, S.89, Paris 1949. Der Pitavalbericht (S.422) fügt noch einen Biß in das rechte Handgelenk hinzu.Google Scholar
  295. 2.
    Abdruck des Wortlauts der Gutachten bei Treich: Enigmes, S. 91 und 92.Google Scholar
  296. 3.
    Neuer Pitaval, Bd. VI, S. 412.Google Scholar
  297. 4.
    So die Rechtsbelehrung des Präsidenten bei Treich: Enigmes, S. 93. «Est-il possible qu’une jeune fille, si pure, si innocente, ait inventé une combinaison qui demanderait une âme consummée dans le crime?»Google Scholar
  298. 5.
    Siehe die von Generalmajor Erzherzog Heinrich unterzeichnete „Conduiten-liste“, die an psychologischer Durchschauung nichts übrig läßt. Neuer Pitaval, Bd. III, S. 325, Leipzig 1869.Google Scholar
  299. 6.
    Wenn ein Priester einen andern Priester tötet, wird diese Aufgabe wie im vorhergehenden Falle de la Roncières unlösbar.Google Scholar
  300. 1.
    Bataille: Crimes de 1894, S. 309–343 («Les crimes de l’abbé Bruneau»).Google Scholar
  301. 2.
    Bataille: Grimes de 1890, S. 91.Google Scholar
  302. 3.
    Ebenda, S. 99.Google Scholar
  303. 4.
    Es heißt darin: „Gewiß würde die Anstalt der christlichen Brüder, wenn in ihrem Hause das Verbrechen begangen wäre, kein anderes Interesse haben als das der Gerechtigkeit selbst. Denn wie könnte es den Mitgliedern einfallen, unter sich einen Verbrecher zu verstecken, um ihn den Nachforschungen der Gerechtigkeit zu verbergen! Hätte eines der Mitglieder sich des Verbrechens schuldig gemacht, so würde doch dadurch das ehrenwerte Corpus der Brüderschaft nicht kompromittiert. Das könnte nur dann sein, wenn sie darum wüßten und sich, indem sie es unter ihren Schutz nähmen, gewissermaßen zu Mitschuldigen an der Tat machten. Und doch muß ich durch den Generalstaatsanwalt erfahren, daß die Untersuchung bei jedem Schritt auf Hindernisse stößt, welche ihr der Clerus des Hauses in den Weg legt, der gar keinen anderen Zweck zu kennen scheint, als die Anschuldigungen gegen Mitglieder seiner Genossenschaft möglichst wegzuräumen und zu verwirren. Fortwährend widersprechen sich die Antworten der geistlichen Brüder in den Verhören; denn in der Zwischenzeit haben sie Rechenschaft über ihre Aussagen abgelegt und Weisung erhalten, wie sie dieselben umgestalten sollen. Es scheint, daß alle Brüder unter einem gemeinsamen Einfluß nur einen Gedanken haben, den, die Justiz irrezuführen und alle Spuren auszulöschen, welche auf den Urheber des Verbrechens leiten… Ein sehr schweres Verbrechen ist begangen worden, es muß geahndet werden, das fordert das erste Gesetz der bürgerlichen Gesellschaft. Alle Rücksichten müssen sich vor den Forderungen der Justiz beugen.“ Neuer Pitaval, Bd. XXIII, S. 74 und 75, Leipzig 1861.Google Scholar
  304. 1.
    Wenn Zeugen da sind, ist nicht viel zu retten; siehe den Fall des Arztes, der auf den Patienten in der Sprechstunde einen homosexuellen Angriff unternahm. Seelig-Weindler, S. 89.Google Scholar
  305. 2.
    Parry, Leonard A.: Trial of Dr. Smethurst, Edinburgh 1931.Google Scholar
  306. 3.
    Ebenda, S. 16ff.Google Scholar
  307. 3a.
    und 209ff. Unter den Zuschriften waren auch solche ohne Namen „from a doctor of medicine“ (S. 221), „from Obstetricus“ (S. 225) und aus dem Ausland. — 30 Londoner Ärzte, 29 Anwälte hatten dem Innenminister eine Petition überreicht (S. 19).Google Scholar
  308. 1.
    Parry, Leonard A.: Trial of Dr. Smethurst, S. 30.Google Scholar
  309. 2.
    Siehe die Verteidigungsschrift von Bedford, Sybille: Der Fall John Bodkin Adams, die auch in Deutschland erschien (Tübingen 1960).Google Scholar
  310. 3.
    Hamer, Alvin C.: Detroit murders, S. 59–88, New York 1948.Google Scholar
  311. 4.
    Ebenda, S. 74. Der Bericht sagt: „Der Ärztebund hält eifersüchtig auf die Reputation seiner Mitglieder: er ist auch ein Machtfaktor, einflußreich und unermüdlich.“Google Scholar
  312. 1.
    Hamer, Alvin C.: Detroit murders, S. 85, New York 1948. — Vorher hatte ein Nachbar gehört, wie die Geliebte im Streit ausrief: „Ich weiß verdammt mehr von dir als du von mir.“ Er beging Selbstmord fast genau am Jahrestag des Freispruchs.Google Scholar
  313. 2.
    Hoehler, Rolf: Der anonyme Briefschreiber, S. 6. Hamburg 1960. — Über die Namenswahl siehe die anregenden Ausführungen, ebenda, S. 45 ff.Google Scholar
  314. 3.
    Faksimile des Briefes vom 18. März 1865 in Roughead, W.: Trial of Dr. Pritchard, S. 32, Edinburgh 1906.Google Scholar
  315. 1.
    Mühlberger: Verbrechen des Mordes, S. 232.Google Scholar
  316. 2.
    Morde, von Portiers begangen, haben mit Kellern und Zentralheizungen zu tun. Siehe Rice, Craig: 45 murders, S. 135ff., New York 1952.Google Scholar
  317. 2a.
    Marten, Edward M.: A doctor looks at murder, S. 200ff., New York 1940.Google Scholar
  318. 3.
    Frese, Helmut: Die Wirtschaftshriminalität im Landgerichtsbezirk Dortmund 1945–1948, S. 6, Bonner Diss. 1955.Google Scholar
  319. 4.
    Ebenda, S. 7.Google Scholar
  320. 1.
    Mackie, G. M., im Beitrag „Nachbar“, in Hastings, James: Dictionary of the Bible, Bd. III, S. 511–512, New York 1902.Google Scholar
  321. 2.
    Ebenda, S. 511.Google Scholar
  322. 3.
    Ebenda, S. 511. Siehe die Philosophie der Nachbarschaft bei Hesiod: Werke und Tage, S. 343ff.Google Scholar
  323. 4.
    Sprüche XXVII, 10.Google Scholar
  324. 5.
    Sprüche VI, 1 und XVII, 18.Google Scholar
  325. 6.
    “Creditors have better memories than debtors.” Oxford diet, of proverbs, S. 118.Google Scholar
  326. 1.
    Nachdem Harry Master im Treppenhaus einen Kriminalbeamten erschossen hatte, stieg er, in einen imposanten Waschbärpelz gekleidet, die Treppe herab und fragte nach dem nächsten Arzt. Ein Mann habe sich bei einem Sturz angeschossen. Dem Pelze machte man respektvoll Platz. Makris: Boston murders, S. 121.Google Scholar
  327. 2.
    Verständlich ist das Zögern, wenn es sich um Frauen oder alte Menschen handelt. Als vor 160 Jahren Räuberbanden den Mittel- und Niederrhein verheerten, dauerte es oft längere Zeit bis Hilfe kam, die Bauern sich gesammelt hatten und sich stark genug fühlten einzugreifen. (Neuer Pitaval, Bd. XVIII, S. 178.) Ein angegriffener Pfarrer rief durch ein Sprachrohr um Hilfe (ebenda, S. 174). Um Verstärkungen herbeizuholen, läuteten die Nachbarn erst einmal die Sturmglocke (ebenda, S. 194). Deshalb wurden die Schlüssellöcher vorher verstopft, wie man heute das Telefon abschneidet (ebenda, S. 201).Google Scholar
  328. 1.
    Dembitz, Lewis N.: Jewish Encyclopedia, Bd. XI, S. 214, New York 1906.Google Scholar
  329. 2.
    Ebenda, S. 213.Google Scholar
  330. 3.
    Lucas 10, 28.Google Scholar
  331. 4.
    Rechtsaltertümer, Bd. I, S. 404.Google Scholar
  332. 5.
    Markgraf, Bruno: Das moselländische Volk in seinen Weistümern, S. 34, Gotha 1907.Google Scholar
  333. 1.
    Neuer Pitaval, Bd. VII, S. 181, Leipzig 1872.Google Scholar
  334. 2.
    Jackson, Joseph Henry: Murderbook, S. 373, New York 1945. „Es ist immer schwer festzustellen, ob sich nicht Elemente des Zerfalls hinter ehelicher Harmonie verbergen. Wenn die Partner nicht die Aufmerksamkeit der Nachbarn dadurch erregen, daß sie Schüsseln aufeinander werfen, laute Beschimpfungen von sich geben, offen untreu sind oder offen klagen, kann eine gute Portion gegenseitiger Spannung unbemerkt sich breitmachen.“Google Scholar
  335. 3.
    Bjerre: Psychologie des Mordes, S. 77.Google Scholar
  336. 4.
    Dict. of Proverbs, S. 392; siehe auch S. 245.Google Scholar
  337. 1.
    Fehr, Hans: Das Recht in den Sagen der Schweiz, S. 46. Endbös und Weitnauer: Allgäuer Sagen, S. 350ff. (Markenrücker).Google Scholar
  338. 2.
    Gründonnerstag und Johannistag. Sabtobi, Bd. III, S. 141 und 233.Google Scholar
  339. 3.
    Ebenda, Bd. II, S. 20.Google Scholar
  340. 4.
    Ebenda, Bd. III, S. 116.Google Scholar
  341. 5.
    Ebenda, Bd. III, S. 217.Google Scholar
  342. 6.
    Mackie, G. M., S. 511.Google Scholar
  343. 7.
    Thomas und Znaniecki, S. 1759.Google Scholar
  344. 8.
    Ebenda, S. 1709.Google Scholar
  345. 9.
    „Die Nachbarin sagte mir: Mit einem solchen Mann möchte ich nicht leben.“ Mowber, Habbiet R.: Personality adjustment and domestic discord, S. 158, New York 1931.Google Scholar
  346. 10.
    „Laß Dich nicht gelüsten nach Deines Nachbarn Weib.“ 2. Mos. 20, 17.Google Scholar
  347. 11.
    Minot, S. 107.Google Scholar
  348. 1.
    Siehe die vertrauliche Sekretärin, die ihrem Chef selbst ins Bordell, wo er sich tagelang zu Hause fühlte, die wichtigsten geschäftlichen Mitteilungen übermittelte. Adler, Polly: My house is not a home, S. 248.Google Scholar
  349. 2.
    Bayer, O. W.: Cleveland murders, S. 7ff., New York 1947.Google Scholar
  350. 3.
    Neuer Pitaval, Bd. XIII, S. 309, Leipzig 1860.Google Scholar
  351. 4.
    Recken: Betrug, S. 66ff.Google Scholar
  352. 5.
    Fälle bei Seelig und Weindler: Die Typen der Kriminellen, S. 84Google Scholar
  353. 5a.
    und 87, München 1949.Google Scholar
  354. 1.
    Ein typischer alter Fall ist in Neuer Pitaval, Bd. XXVII, S. 361 beschrieben.Google Scholar
  355. 2.
    Pessler: Der Mädchenmörder Kuhknecht Wilhelm Duwe in Pitaval der Gegenwart, Bd. III, S. 103ff.Google Scholar
  356. 3.
    Friedländer: Interessante Kriminalprozesse, Bd.X, S.26Google Scholar
  357. 3a.
    und 69, Berlin 1914.Google Scholar
  358. 4.
    Mein Diebstahl, S. 83.Google Scholar
  359. 5.
    § 247, I, StGB.Google Scholar
  360. 6.
    Siehe den Fall eines homosexuellen Bühnenbildners bei Boor, Wolfgang de: Über motivisch unklare Delikte, S. 124ff., Heidelberg 1959.Google Scholar
  361. 1.
    Das Phänomen der Strichjungen in Hamburg, S. 48, Wiesbaden 1957.Google Scholar
  362. 2.
    Die Latenz der Straftaten, S. 50, Wiesbaden 1957.Google Scholar
  363. 3.
    Der Fall ist ein Beitrag zum Problem der „fortgesetzten“ Handlung.Google Scholar
  364. 4.
    Moor, Emmy: Der Gerichtssaal spricht, 8. 96, Zürich 1944.Google Scholar
  365. 5.
    „Da steht der Lehrer, ein junger Mann, nicht unsympathisch, mit allzu weichen, widerspruchsvollen Zügen, fast weinend vor verzweifeltem Zorn, jedem der Mädchen ins Gesicht schreiend: ‚Das ist vom ersten bis zum letzten Wort erfunden! Du lügst! Du lügst! Du lügst!’… Und Auge in Auge mit ihm stehen die Mädchen… Und jedes springt empor, reckt sich so hoch wie möglich, um dem Ankläger eine flammende Stirn zu bieten… ‚Ihr seid es, der lügt ! Ich sage die Wahrheit! Und es ist wahr, wahr, wahr, was ich sage.‘“ Ebenda S. 98.Google Scholar
  366. 6.
    Ebenda, S. 99.Google Scholar
  367. 1.
    The New Yorker 1958, S. 110ff. Bericht von Peter Matthissen.Google Scholar
  368. 2.
    Hamer: Detroit murders, S. 61 ff.Google Scholar
  369. 3.
    True Detective 1961, S. 50ff.Google Scholar
  370. 4.
    Über diese mythischen Räuber siehe meinen Mord, S. 245ff.Google Scholar
  371. 5.
    UPI-Meldung vom 26. Juli 1959.Google Scholar
  372. 6.
    Auch daß ein Arzt sich zu unsittlichen Akten an einem Patienten hinreißen läßt, ist selbstmörderisch. Siehe S. 210.Google Scholar
  373. 1.
    Zur Mutter, die für die „Entjungferung“ ihres Sohnes entschädigt werden möchte, siehe Mostar, Hermann: Liebe vor Gericht, S. 38, Stuttgart 1961.Google Scholar
  374. 5.
    Zuhälterprozeß Berger (Berlin 1904). Vorsitzender: „Fräulein Liebetruth, Sie hatten ein Liebesverhältnis mit dem Angeklagten, verlobt sind Sie aber nicht mit ihm?“ Zeugin: „Doch, wir sind verlobt.“ Vorsitzender: „Das ist ganz neu. Seit wann sind Sie mit Berger verlobt ?“ Zeugin: „Ich glaube 1901 haben wir uns in Breslau verlobt. Wir haben die Verlobung auch in Zeitungen einrücken lassen.“ Friedländer, Bd. IV, S. 21.Google Scholar
  375. 6.
    Siehe den Fall bei Seelig: Kriminologie, S. 101.Google Scholar
  376. 7.
    Wulffen, Erich: Psychologie des Verbrechens, Bd. II, S. 154, teilt einen solchen Fall mit.Google Scholar
  377. 1.
    Über ihre Streitigkeiten mit dem Zuhälter Berger erzählt die Prostituierte Liebetruth als Zeugin: „Eines Tages lieh ich dem Berger 8 Mark, sehr bald darauf noch drei Mark. Ich wollte schließlich das Geld wieder haben, Berger versicherte aber, daß er kein Geld habe. Ich wußte jedoch, daß Berger in der Matratze Geld verborgen habe. Ich suchte und fand in der Matratze 70 Mark in Gold. Ich wollte mir mein dem Berger geliehenes Geld nehmen, da wurde ich von Berger furchtbar geschlagen.“ Friedländer, Bd. IV, S. 26.Google Scholar
  378. 2.
    Elliott, Robert G.: Agent of death, S. 218ff., New York 1940.Google Scholar
  379. 3.
    Bericht der Daily News (New York) vom 19. Dezember 1960.Google Scholar
  380. 4.
    Neuer Pitaval, Bd. XXXI, S. 103.Google Scholar
  381. 5.
    Ebenda, Bd. XXXI, S. 145.Google Scholar
  382. 1.
    Neuer Pitaval, Bd. XXXI, S. 120.Google Scholar
  383. 2.
    Quinby: Murder for love, S. 93ff. und 199ff., New York 1931.Google Scholar
  384. 3.
    West Virginia 1911. Smith, Edward H.: Famous poison mysteries, S. 188, New York 1927.Google Scholar
  385. 4.
    Auch diese Überführungstaktik stieß die Mehrheit der Geschworenen ab und schlug empfindlich gegen die Verfolgung aus. Dazu kam, daß es beim Versuch geblieben war.Google Scholar
  386. 5.
    Quinby: Murder for love, S. 93ff.Google Scholar
  387. 1.
    Quinby: Murder for love, S. 150.Google Scholar
  388. 2.
    Jesse, F. Tennyson: Trial of Alma Victoria Rattenbury and George Percy Stoner, S. 33, Edinburgh 1935.Google Scholar
  389. 3.
    Der Mörder Albert Troll fuhr auf die frühere Geliebte los: „Alles ist unwahr, alles ist Lüge, die Kathie sucht mich nur hineinzubringen. Ich habe sie nie recht gewollt, denn sie ist falsch.“ Neuer Pitaval, Bd. III, S. 179, Leipzig 1868.Google Scholar
  390. 1.
    Vergleiche den Fall bei Seelig: Kriminologie, S. 1.Google Scholar
  391. 2.
    Daneben der Fluß.Google Scholar
  392. 3.
    Ganz abgesehen von den Fällen, die uns unbekannt geblieben sind. 4 Bjerre: Psychologie des Mordes, S. 69. Seelig: Kriminologie, S. 100.Google Scholar
  393. Neuer Pitaval, Bd. III, S. 220.Google Scholar
  394. 5.
    Siehe das Kapitel: „Rausch der Liebe“ in meiner Henkersmahlzeit, S. 65ff.Google Scholar
  395. 6.
    Plato: Phaedon 65. Die Formulierung scheint einen homophilen Liebesakt nicht auszuschließen. — Daß noch vor kurzem Braut und zum Tode verurteilter Bräutigam nach der Zeremonie eine Stunde in der Zelle allein bleiben durften, erweist der in Ted Collins: New York murders, S. 218, berichtete Fall.Google Scholar
  396. 7.
    Kriminalstatistik für 1931, S. 37, Berlin 1934.Google Scholar
  397. 1.
    East, W., Norwood: Medical aspects of crime, S. 369, London 1938.Google Scholar
  398. 2.
    Mein Mord, S. 28.Google Scholar
  399. 3.
    Ebenda, S. 28.Google Scholar
  400. 4.
    Wolfgang, S. 207. Die Männerzahlen, die in Deutschland fehlen, treten freilich schwach hervor.Google Scholar
  401. 5.
    „Grans hat mir nicht nur die Knaben zugetrieben, daß ich sie töte. Grans hat nicht nur durch alle möglichen Künste mich geil gemacht und die Knaben angelernt, wie sie mich wild machen konnten. Grans hat nicht nur berechnend meine Raserei ausgebeutet und mich tagelang bearbeitet, Knaben zu töten, deren Hose er gern haben wollte. Grans hat selber gemordet! Schlimmer als ich...“ Lessing: Haarmann, S. 131.Google Scholar
  402. 6.
    Feuerbach: Merkwürdige Verbrechen, Bd. II, S. 143.Google Scholar
  403. 1.
    Damit war der Verbindung ein religiös verpflichtender Charakter gegeben.Google Scholar
  404. 2.
    „Die Philosophen aller Schulen machten aus der Lehre von der Freundschaft einen der wichtigsten Bestandteile der praktischen Ethik.“ Schmidt: Ethik der Griechen, Bd. II, S. 337.Google Scholar
  405. 3.
    Plutarch: Über die Menge der Freunde. Cicero: De amicitia. Google Scholar
  406. 4.
    Schon Pltjtabch klagte über die Entartung von Begriff und Bezeichnung. Auch Martial (IX, 14) hat seinen Spott über die Zweck „freunde“ ausgegossen.Google Scholar
  407. 5.
    Stobaeus: Anth. 3, 79.Google Scholar
  408. 6.
    Diogenes Laertius: 5, 21.Google Scholar
  409. 1.
    Plutarch: Über die Menge der Freunde 2.Google Scholar
  410. 2.
    Shakespeare: Richard III., Akt III, 1,16.Google Scholar
  411. 3.
    Eastman, Charles A.: The soul of the Indian, S. 49, Boston 1911.Google Scholar
  412. 4.
    Holz, Arthur: Deliktsvortäuschung in Kriminalistik 1960, S. 362f.Google Scholar
  413. 5.
    Es kommt hier zu verwickelten Gefühlslegierungen. Einige Mitglieder der Hitlerjugend hatten beschlossen, in einem Elektrogeschäft und aus den Geschäftsräumen der Hitlerführung Radioapparate, Grammophone und Luftwaffen zu stehlen. Sie forderten die Angeklagten auf, mitzumachen. „W. wies dieses Ansinnen zurück, worauf die andern ihm Unkameradschaftlichkeit und Feigheit vorwarfen. W., der Kameradschaftlichkeit höher als andere Pflichten wertete, wollte sich eine Verletzung von Kameradschaftspflichten nicht nachsagen lassen, führte seine Kameraden mit dem Motorrad seiner Mutter zum Tatort, ließ den Motor laut laufen, um Geräusche zu übertönen, als die Fenster eingeschlagen wurden, und brachte sie nach vollendeter Tat in die Wohnung seiner Mutter... Eine Beteiligung an dem Beuteerlös lehnte er ab.“ Er wird als „Überzeugungsverbrecher“ diagnostiziert, und könnte — moralisch — als solcher gelten. Seelig, Ernst, und Karl Weindler: Die Typen der Kriminellen, S. 156. München 1949.Google Scholar
  414. 1.
    Aristoteles: Ethik 4, 4.Google Scholar
  415. 2.
    Pitaval der Gegenwart, Bd. III, S. 195. — Interessant ist die oft umstrittene Gegensätzlichkeit in der Zusammensetzung solcher Freundespaare.Google Scholar
  416. 3.
    Gottfried Keller: Gesammelte Werke, Bd. VIII, S. 21, Stuttgart 1903.Google Scholar
  417. 4.
    Die Bürgschaftsleistung fraß bei dem Konkurs des Schulfreundes auf, was er und seine Frau besaßen. „Wohlend — der verkrachte Freund —... lebte noch Jahr und Tag in und von dem Konkurse, der im Sand verlaufen sein soll, ich weiß nicht, auf welche Weise.Gottfried Keller: Gesammelte Werke “ Ebenda, Bd. VIII, S. 22 1903.Google Scholar
  418. 1.
    Siehe meine Untersuchung „Der Hausfreund“ in Monatsschrift, 1959, S. 1–13.Google Scholar
  419. 2.
    Neuer Pitaval, Bd. III, S. 355 und 353–394.Google Scholar
  420. 3.
    Ebenda, S. 355.Google Scholar
  421. 4.
    Bataille: Causes criminelles de 1890, S. 287–292. «Deux amis d’enfance.»Google Scholar
  422. 5.
    Vor allem ist es die Verzweiflung dessen, dem seine besten Eigenschaften am schrecklichsten geschadet haben.Google Scholar
  423. 6.
    Allein der rasche Wechsel stünde dem Versuch im Wege.Google Scholar
  424. 1.
    Stat. Jahrbuch 1960, S. 149.Google Scholar
  425. 2.
    Thompson II, S. 99.Google Scholar
  426. 3.
    „Gesindel“ ist eine absprechende Abwandlung, die Luther noch nicht kennt. Kluge-Götze, S. 263. Nach der Meinung der nordischen Völker erkannte man den Knecht daran, daß er schwarz und häßlich war (Weinhold, Karl: Nordisches Leben, S. 14ff., Stuttgart 1944). — Es war die Mißachtung unterworfener Rassen. Das Fremde gilt deshalb als häßlich, weil man sich selbst am schönsten findet.Google Scholar
  427. 4.
    Während von 235259 Telefonistinnen in Amerika 1930 nur 331 schwarz waren, kamen auf 1263868 weibliche Dienstboten in den Vereinigten Staaten 455696 schwarze Frauen, als klarer Ausdruck ihrer wirtschaftlichen Lage. Siehe meine Untersuchung The criminality of the colored woman in University of Colorado Studies 1942, S. 252.Google Scholar
  428. 5.
    Siehe den Mordprozeß gegen Frau Rosengart, wo der entlassene Knecht als Belastungszeuge gegen die Gutsherrin auftritt. Friedländer, Bd. X, S. 67ff.Google Scholar
  429. 1.
    Frey, Erich: Ich beantrage Freispruch, S. 156, Hamburg 1960.Google Scholar
  430. 2.
    Gesetz vom 26. Februar 1920.Google Scholar
  431. 3.
    Nährich, Walter: Die Kriminalität der unehelich Geborenen, S. 15, Bonn 1951.Google Scholar
  432. 4.
    Ebenda, S. 15.Google Scholar
  433. 5.
    Roughead, W.: Trial of Dr. Pritchard, S. 101 ff, Edinburgh 1906.Google Scholar
  434. 6.
    Neuer Pitaval, Bd. XLVIII, S. 226, Leipzig 1883. — „Nach außen hin, dem allgemeinen Publikum erschien demnach die Sandnersche Ehe als eine durchaus glückliche und friedliche. Das Verdienst für diesen guten Ruf gebührte indes lediglich der Frau Sandner; ihr war längst bekannt, daß sie die Liebe ihres Mannes nicht mehr, wenigstens nicht mehr ungeteilt besaß, daß schon seit dem Jahre 1868 einzelne weibliche Dienstboten eine viel größere Anziehungskraft auf ihren in der vollen Kraft stehenden Mann ausübten als sie, die alternde, mit einem Bruch behaftete Frau.“ „... Frau Sandner verschloß ihren Kummer in sich und begann, vielleicht mit deshalb, um ihren Gram zu vergessen, geistige Getränke im Übermaß zu genießen.“ Ebenda, S. 227.Google Scholar
  435. 1.
    Exner, S. 243. Sauer, S. 178.Google Scholar
  436. 2.
    Hagemann in Handwörterbuch, Bd. I, S. 117.Google Scholar
  437. 3.
    Ebenda, S. 118.Google Scholar
  438. 4.
    Siehe auch die gleiche Auffassung in Art. 333 (Notzucht durch Dienstboten) und Art. 408, Unterschlagung „par un domestique“.Google Scholar
  439. 5.
    Mathias Hadelt kann nur als Kammerdiener ungestraft stehlen (Bataille: Crimes de 1892, S. 154, 155), sonst wird er meist gefaßt. Siehe auch die Diebstähle des Sidney Fox (Jesse, F. Tennyson: Trial, S. 4), des Knechtes Reiss (Friedländer, Bd. X, S. 68) und des Winckelmann-Mörders Arcangeli, „der in seiner Jugend Koch, dann Bedienter, von einem vornehmen Herrn zum andern übergegangen, mehrere derselben ansehnlich bestohlen hatte“. Neuer Pitaval, Bd. XII, S. 426. — Von den Diebstählen, die zum Morde durch den überraschten Diener führen, wird gleich die Rede sein.Google Scholar
  440. 1.
    Feuerbach, Bd. I, S. 2ff.Google Scholar
  441. 2.
    Neuer Pitaval, Bd. XXI, S. 4ff.Google Scholar
  442. 3.
    Die Anklageschrift ist abgedruckt ebenda, S. 27 und 28.Google Scholar
  443. 4.
    Ebenda, S. 5.Google Scholar
  444. 5.
    Als der 75 Jahre alte Prinz von Condé am 26. August 1830 an seinem Fenster erhängt aufgefunden wurde, traf der erste Verdacht den Kammerdiener Lecomte. „Er hatte an diesem Tage Dienst beim Prinzen, er hatte die Tür verschlossen, nachdem er den Prinz abends zuletzt gesehen.“ Neuer Pitaval, Bd. VI, S. 52, Leipzig 1858. Die Selbstmordthese war für ihn die Rettung.Google Scholar
  445. 6.
    Neuer Pitaval, Bd. III, S. 179.Google Scholar
  446. 7.
    Ebenda, Bd. III, S. 183ff.Google Scholar
  447. 1.
    Neuer Pitaval, Bd. III, S. 219.Google Scholar
  448. 2.
    Neuer Pitaval, Bd. XVII, S. 154.Google Scholar
  449. 3.
    Ebenda, S. 167: „Die Sektion unterblieb.“ Ebenda, S. 166.Google Scholar
  450. 4.
    Im Falle der Freifrau v. Baumbach (Karlsruhe 1861, Freispruch) rief der Verteidiger: „Ich will keinen Schatten auf eine Klasse von Menschen werfen, daß es aber unter den Dienstboten Menschen gibt, welche dazu geeignet sind, derartige Dinge gegen die Herrschaft auszudenken und auszuführen, wird kaum einer Beweisführung bedürfen.“ Neuer Pitaval, Bd. XXXII, S. 165.Google Scholar
  451. 1.
    Siehe Wosnik, II, 1, S. 23. Blundell und Wilson: Trial of Buch Buxton, S. 5. Birmingham, S. 457; Feuerbach, Bd. II, S. 68. Bataille: Grimes de 1891, S. 304. Mayen, Maurice: Don-Juan assassin, S. 11, Paris 1950.Google Scholar
  452. 2.
    Neuer Pitaval, Bd. VIII, S. 84.Google Scholar
  453. 3.
    Ebenda, S. 96.Google Scholar
  454. 4.
    O’Donnel, Elliot: Trial of Kate Webster, 8. 29ff., Edinburgh 1925.Google Scholar
  455. 5.
    O’Donnel, Elliot: Trial of Kate Webster, 8. , Edinburgh 1925.@Ebenda, S. 74.Google Scholar
  456. 6.
    O’Donnel, Elliot: Trial of Kate Webster, 8. , Edinburgh 1925.@Ebenda, S. 76.Google Scholar
  457. 7.
    O’Donnel, Elliot: Trial of Kate Webster, 8. , Edinburgh 1925.@Ebenda, S. 79.Google Scholar
  458. 8.
    O’Donnell meint, von Kate Webster sprechend, ihre „Virilität und ihre Primitivität“ habe Männer zu ihr hingezogen. O’Donnel, Elliot: Trial of Kate Webster, 8. , Edinburgh 1925@Ebenda, S. 13.Google Scholar
  459. 9.
    Ein solcher Fall ist dargestellt in Neuer Pitaval, Bd. XXVIII, S. 1ff. Der Jäger der Frau de Jeufosse erschießt, von ihr angestachelt, den im Park herumgeisternden Liebhaber ihrer Tochter: „Schieße“, ruft sie ihm zu, „und habe keine Furcht.“Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität BonnDeutschland

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