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Vom Doppelwesen der sozialen Kräfte

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Zusammenfassung

Die alte Unterscheidung zwischen Anlage und Umwelt bedeutet, daß wir einem lebenden Kern von Reaktionen Reize gegenüberstellen, die von außen her einfallen. Die Umwelt der Pflanze ist im wesentlichen physikalischer Natur, Licht, Wasser, Wind und chemische Beschaffenheit des Bodens. Aber schon hier treten Andeutungen einer Symbiose mit anderen Pflanzenarten auf.

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Literatur

  1. 1.
    Nach Wessel, Gerhard (Das Delikt der Kinderschändung im Landgerichts-bezirk Bonn, S. 36, Düsseldorf 1939) sind bei dem Delikt die Handwerker zahlenmäßig am stärksten vertreten, die „infolge des öfteren Verkehrs mit Kindern (Abholung und Bestellung von Waren, Reparaturarbeiten im Elternhaus der Kinder, Bedienung im Laden)“und infolge der körperlich wenig anstrengenden Berufsarbeit auf entlegene Gedanken kommen.Google Scholar
  2. 2.
    Schürer von Waldheim, Otto: Ursachen und Behebung der Faulheit dissozialer und krimineller Jugendlicher. Monatsschrift Bd. XXXIII, S. 2244ff.Google Scholar
  3. 1.
    Umgekehrt können als gut anerkannte Eigenschaften unter bestimmten sozialen Verhältnissen ein Laster und strafwürdig werden. „Manche sagen, daß nicht Yen Lo, sondern sein Sohn Pao über den Fünften Hof der Hölle regiert. Diese Verwirrung ist daraus entstanden, daß der junge Mann eines Tages der Herrschaft über die Erste Hölle enthoben wurde, weil er allzu barmherzig war.“Bredon, Juliet, und Igor Mitrophanow: Das Mondjahr, Chinesische Sitten, Bräuche und Feste, S. 192, Wien 1953.Google Scholar
  4. 2.
    Elliott, Mabel A., and Francis E. Merrill: Social disorganization, S. 153. New York 1950. — Die Auflage von 1950 wird von hier an als Elliott I, die von 1961 als Elliott II bezeichnet.Google Scholar
  5. 3.
    Siehe meine Mitteilung: „Die Sterblichkeit des unehelichen Kindes“in Monatsschrift 1934, S. 44 und 45.Google Scholar
  6. 1.
    Siehe Negroes in the United States 1920–1932, S. 364, Washington 1935.Google Scholar
  7. 2.
    Mackenroth, Gerhard: Bevölkerungslehre, S. 54, Heidelberg 1953.CrossRefGoogle Scholar
  8. 3.
    Dazu mein Aufsatz: Physical disability, mental conflict and social crisis, Journal of Social Issues, S. 21, 1948.Google Scholar
  9. 1.
    Barker, Roger G., Beatrice A. Wright and Mollie R. Gonick: Adjustment to physical handicap and illness, S. 81, New York 1946.CrossRefGoogle Scholar
  10. 2.
    Barker, Roger G., Beatrice A. Wright and Mollie R. Gonick: Adjustment to physical handicap and illness Ebenda, S. 153. 1946CrossRefGoogle Scholar
  11. 3.
    Besonders wenn Mimik und Stimme vom Defekt ergriffen werden, wie bei Schwerhörigen, ebenda, S. 170. Die Antwort auf Isolierung ist Aggressivität.Google Scholar
  12. 5.
    Euripides läßt in seinen Werken drei lahme Helden (Bellerophon, Telephus und Philoktetes) auftreten.Google Scholar
  13. 6.
    Lord Byron suchte den Gefühlsausgleich auf dem Gebiet der Liebe und des Sports.Google Scholar
  14. 7.
    Tallentyre, G. S.: The life of Mirabeau, S. 5, New York 1912.Google Scholar
  15. 1.
    Rocker, Rudolf: Johann Most, Das Leben eines Rebellen, S. 16, Berlin 1924.Google Scholar
  16. 2.
    Most schilderte die Stiefmutter als wahren Satan, die ihn zum Haussklaven degradierte und ihn oft in roher Weise mißhandelte. Rocker, Rudolf: Johann Most, Ebenda, S. 13. 1924Google Scholar
  17. 3.
    „Denn wo und wenn immer private oder öffentliche Tyrannen vor mir in Erscheinung traten — ich mußte sie von ganzer Seele hassen. Rocker, Rudolf: Johann Most “Ebenda, S. 14. 1924Google Scholar
  18. 1.
    „Die Toten galten als heilige Wesen… Sie hatten für sie alle Verehrung, die ein Mensch für die Gottheit, die er liebt oder fürchtet, haben kann. In ihrer Vorstellung war jeder Tote ein Gott.“Coulanges, Fustel de: Der antike Staat, S. 15, Berlin 1907.Google Scholar
  19. 2.
    Coulanges, Fustel de: Der antike Staat, 1907. Ebenda, S. 62.Google Scholar
  20. 3.
    Schmidt, Leopold: Die Ethik der alten Griechen, Bd. I, S. 47ff., Berlin 1882.Google Scholar
  21. 4.
    „fromm“aus dem althochdeutschen fruma, „Vorteil“, „nützlich“, wie wir jetzt noch „zu Nutz und Frommen“sagen. Paul, Hermann: Deutsches Wörterbuch, S. 178, Halle 1908.Google Scholar
  22. 5.
    Religiöse Schreckbilder können in Halluzinationen eingehen, wie bei jenem Sörgel, der bei einem alten Mann Teufelshörner sah und ihn erschlug. Feuerbach: Merkwürdige Verbrechen in aktenmäßiger Darstellung, ed. Wilhelm Scholz, Bd. I, S. 151, München 1913.Google Scholar
  23. 1.
    Aus dem Jahre 1350 stammt das Sprichwort: „The nerer the chyrche the fer-ther fro Crist“(The nearer the church, the farther from God). Smith, W. G.: The Oxford dictionary of english proverbs, S. 445, Oxford 1952.Google Scholar
  24. 2.
    Exner, Franz: Kriminologie, S. 88, Heidelberg 1949.CrossRefGoogle Scholar
  25. 3.
    Matth. XXIII, 16.Google Scholar
  26. 4.
    Vance, Packard: The hidden persuaders, S. 15ff., New York 1959.Google Scholar
  27. 5.
    Selbst auf die menstruellen Zyklen der weiblichen Käufermasse, als einen besonderen Punkt ihrer „Vulnerabilität“, wird Rücksicht genommen. Siehe die Erörterungen bei Vance, S. 29.Google Scholar
  28. 6.
    Der Umfang dieser in Bewegung gesetzten sozialen Kräfte ergibt sich aus der Tatsache, daß 1955 die Summe von 9 Milliarden Dollar dazu verwendet wurde, um auf dem Käuferwillen herumzuhämmern. Vance, S. 15. Zu dieser „Überredung“wurde 1955 für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind in den Vereinigten Staaten der Betrag von 53 Dollar vom Produzenten ausgegeben. Der Konsument ist Opfer der für ihn, in ihm entdeckten Wünsche und ihm bisher noch nicht bewußter Ängste.Google Scholar
  29. 1.
    Sie wurden schon von den Propheten getadelt. Arnos I, 3. Ein Beispiel ist in Richter I, 6 genannt.Google Scholar
  30. 2.
    Kriemhilde ruft aus (36 Abenteuer, Nibelungenlied): „Ich schenk Euch keine Gnade, Ungnad’ ich selbst gewann, Mir hat von Tronje Hagen so großes Leid getan.“Google Scholar
  31. 3.
    Homer: Od. VI, 182.Google Scholar
  32. 4.
    Mem. II, 6, 35.Google Scholar
  33. 5.
    Ethik, a. a. O., Bd. II, S. 356.Google Scholar
  34. 6.
    Hesiod, Werke und Tage, 709–711. „… doch wenn dich ein anderer — Sei es mit Worten, sei es mit Taten zu kränken begann —, Zwiefach lasse ihn büßen, das merk Dir.“Google Scholar
  35. 2.
    Die Schwierigkeiten sind unverkennbar. In der Medical Facility von Californien werden 1100 kranke Verurteilte verwahrt, etwa 100 Tuberkulöse, 100 Geisteskranke, 400 Senile, Blinde und Invaliden und 500 Psychopathen, einschließlich der geistig Minderwertigen, Epileptiker, Postenzephalitiker, Sexualverbrecher und der Personen, die an „unbestimmten Störungen“leiden. Mabtin, J. B.: Break down the walls, S. 153, New York 1954.Google Scholar
  36. 3.
    Nachdem Black Jack in einer kanadischen Anstalt die Prügelstrafe erlitten hatte, schrieb er: „Es klingt seltsam, wenn ich sage, daß ich jetzt froh darüber bin, daß sie mich geprügelt haben. Es hat mir gut getan. Nicht in der Art freilich, wie es beabsichtigt war, aber in einer andern Weise. Ich ging von dem Schemel hinweg mit neuem Vertrauen, erhobenem Kopf, klarem Auge und Bewußtsein, den Rücken gestärkt durch das Wort des Deutschen Nietzsche:,Was mich nicht tötet, macht mich stark’.” Black, Jack: You can’t win, S. 270, New York 1926.Google Scholar
  37. 1.
    Siehe das Kapitel: The house of corruption in Shaw, Clifford R.: The Jack Roller, S. 149, Chicago 1930.Google Scholar
  38. 2.
    „Auf sexuellem Gebiet, auf dem er vorher die Zielscheibe gewesen war, wurde er zum Pfeil und goß in die mühsam widerstrebenden Gestalten das ganze Gift seiner Verdorbenheit.” Lindner, Robert: The fifty-minute hour, S. 12, New York 1956. Mannheim berichtet, wie im Krieg aufs Land geschickte Waisenkinder, die in dem langen Anstaltsleben die Idee privaten Eigentums nur unvollkommen aufgenommen hatten, in ihrer neuen Freiheit keine Achtung des Besitzes anderer zeigten. Mannheim, Hermann: Crime in war-time England, Annals of the American Academy of political and social science, S. 131, 1941.Google Scholar
  39. 3.
    Benney, Mark: Low company, S. 225, London 1937.Google Scholar
  40. 4.
    Benney, Mark: Low company Ebenda, S. 231. 1937Google Scholar
  41. 1.
    Eggerath, Werner: Nur ein Mensch, S. 111, Weimar 1947. — „Als Karl Käse diese Prozedur hinter sich hat, ist er blau angelaufen und halb erstickt, die Spinnengewebe eines halben Jahrhunderts bringt er mit, aber ein Teil seines Anzugs blieb im Luftschacht zurück.” Die Helfer konnten jede Minute überrascht werden.Google Scholar
  42. 2.
    Callahan, Jack: Man’s grim justice, S. 43, New York 1928.Google Scholar
  43. 1.
    „Mein Vater war der beste Mann, den es je gab, aber zu nachsichtig; was meine Mutter anbetraf, so konnte ich sie immer um den Finger wickeln.” Iewin, Will: The confessions of a con man, S. 17, New York 1909.Google Scholar
  44. 2.
    „Solange ich ein Kind war, hat die Polizei mich niemals erwischt. Es wäre gut gewesen, wenn es ihr gelungen wäre. Nein, vielleicht auch nicht. Ich habe das zu oft erlebt.” Martin, John B.: My life in crime, S. 15, New York 1952.Google Scholar
  45. 4.
    Das Großmutterproblem taucht im modernen Krieg wieder auf, wenn die Väter eingezogen sind und die Mütter in die Zentren der Rüstungsindustrie abwandern. Siehe meine Untersuchung: The sociological function of the grandmother. Social Forces, S. 3ff., 1946.Google Scholar
  46. 1.
    „Nicht was die Mutter von dir sagt, ist richtig, sondern was die Nachbarn sagen.” (It is not as thy mother says, but as thy neighbours say.) Oxford proverbs, S. 435.Google Scholar
  47. 2.
    Siehe meine Untersuchung: Die Kriminalität verschleppter Mutterliebe, Schweizerische Zeitschr. für Strafrecht, S. 19ff., 1960.Google Scholar
  48. 3.
    Bjerre, Andreas: Zur Psychologie des Mordes, S. 77, Heidelberg 1925.Google Scholar
  49. 5.
    Ginzberg, Eli: The unemployed, S. 9, New York 1943.Google Scholar
  50. 6.
    Martin: My life in crime, S. 30.Google Scholar
  51. 1.
    Nötscher, a. a. O., S. 136.Google Scholar
  52. 2.
    Sam. II, 7.Google Scholar
  53. 3.
    Hiob 42, 12.Google Scholar
  54. 4.
    Jesaia V, 8.Google Scholar
  55. 5.
    Mos. XXII, 25.Google Scholar
  56. 6.
    Psalm 72, 12–14.Google Scholar
  57. 7.
    Plato, leg. XI, 919 b.Google Scholar
  58. 8.
    Schmidt, Leopold: Ethik, Bd. I, S. 267. — Koros ist die zum Ekel oder Überdruß getriebene Sattheit, personifiziert, die gegen jede Regel gerichtete Widersetzlichkeit, ein Sohn der Hybris.Google Scholar
  59. 9.
    Kluge-Götze weisen auf das Bild der lockeren Schraube eines Mechanismus hin (S. 834). Bei „Sparren“denkt Paul (506) an das Dach des Hauses, wie man heute populär von Dachschaden spricht.Google Scholar
  60. 10.
    Schmidt, Leopold: a. a. O., Bd. I, S. 268ff.Google Scholar
  61. 1.
    Nach einer von Schmidt, Bd. I, S. 269 genannten Stobaeus-Stelle.Google Scholar
  62. 2.
    Amasis schrieb dem Polykrates: „Dein großes Glück gefällt mir nicht.” Herodot III, 40.Google Scholar
  63. 3.
    Aus einer Komödie des Menander, zitiert von Robert Bland: Proverbs chiefly taken from adagia of Erasmus, S. 200, London 1814.Google Scholar
  64. 4.
    Simrock, Karl: Die deutschen Sprichwörter, S. 451, Basel 1881.Google Scholar
  65. 5.
    Smith, W. G.: Oxford dictionary, a. a. O., S. 541. 1881Google Scholar
  66. 6.
    Cohen, A.: Jewish proverbs, S. 38, London 1911. Das gleiche Bild findet sich bei Hosea 13, 6 und, aus dem Herdenleben entnommen, bei 5. Mos. 32, 15.Google Scholar
  67. 7.
    Simrock, S. 452.Google Scholar
  68. 8.
    Ebenda, S. 30 und 31.Google Scholar
  69. 9.
    Seiler, Fr.: Deutsche Sprichwörterhunde, S. 365, München 1922.Google Scholar
  70. 10.
    Ebenda, S. 369.Google Scholar
  71. 11.
    Desperado, S. 44.Google Scholar
  72. 1.
    Karsner, David: Silver Dollar, The story of the Tabors, S. 211 ff., New York 1932.Google Scholar
  73. 2.
    Ebenda, S. 329ff.Google Scholar
  74. 3.
    Nach Lloyd Warner in Vance, Packard: The hidden persuaders, S. 99, New York 1959.Google Scholar
  75. 4.
    Dadurch, daß z.B. der Vater streng ist, fallen sie wirtschaftlich in eine niedere Schicht. Wohin gehören die Insassen der zahlreichen Anstalten?Google Scholar
  76. 5.
    Seymour, R. F.: Plea of Clarence Barrow…in defense of Richard Loeb and Nathan Leopold jr. on trial for murder, S. 63, Chicago 1925.Google Scholar
  77. 1.
    Stone, Irving: Clarence Darrow for the defense, S. 384ff., New York 1941.Google Scholar
  78. 2.
    Ebenda, S. 388. — Die Bemerkung H. L. Menkens während des Prozesses, im Gegensatz zu den meisten Mordfällen würden die jungen Leute, wenn sie gehängt würden, wegen ihres Reichtums gehängt werden, scheint mir nur halbrichtig, und nur wenn man an die erregte Volksstimmung denkt.Google Scholar
  79. 2a.
    Harrison, Charles Yale: Clarence Darrow, S. 250, New York 1931.Google Scholar
  80. 3.
    Walsh-MacLean, Evelyn: Father struck it rich, S. 157, Boston 1936.Google Scholar
  81. 4.
    Die Einzelheiten sind von J. Edgar Hoover: Persons in hiding, S. 273ff., Boston 1938 berichtet.Google Scholar
  82. 1.
    Siehe das Kapitel: Drink and drugs and the Hope diamond, in Evelyn Walsh-MacLean, S. 169ff.Google Scholar
  83. 2.
    Robinson, Edward G.: My fathermy son, New York 1958.Google Scholar
  84. 3.
    Pita val der Gegenwart, Bd. III, S. 191ff. Eine Galerie solcher Sumpfblüten stellt André Repond in Meng, Heinrich: Die Prophylaxe des Verbrechens, S. 13 bis 66, Basel 1948 vor uns hin: „Gentlemen Cambrioleurs“.Google Scholar
  85. 4.
    The professional thief, ed. Edwin H. Sutherland, S. 145, Chicago 1937.Google Scholar
  86. 5.
    Pitaval der Gegenwart, Bd. VIII, S. 65.Google Scholar
  87. 6.
    „Gerade der große wirtschaftliche Aufschwung nach den Jahren der Not scheint vielfach noch größere Begehrlichkeit und ein Gewinnstreben um jeden Preis geweckt zu haben.” Riegel, H.: Die Bestechungskriminalität im Landgerichtsbezirk Essen (1945–1957), S. 64, Bonner Dissertation 1960.Google Scholar
  88. 1.
    Monatsschrift für Kriminalpsychologie, Bd. I, S. 714ff.Google Scholar
  89. 2.
    Bei Plato (Rep. 331) meint Kephalos: „Und hier finde ich den höchsten Wert des Geldbesitzes nicht für alle Menschen, aber für die Wackeren. Daß man Geld hat, trägt nicht wenig dazu bei, daß man von hinnen gehen kann ohne Furcht, jemanden belogen oder betrogen zu haben, und ohne Furcht, einem Gott ein Opfer, einem Menschen Geld schuldig geblieben zu sein.”Google Scholar
  90. 3.
    Schmidt: Ethik, Bd. II, S. 369.Google Scholar
  91. 4.
    Ebenda, Bd. I, S. 266.Google Scholar
  92. 5.
    Odyssee XVII, 322.Google Scholar
  93. 6.
    Kluge-Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, S. 333, Berlin 1951.Google Scholar
  94. 7.
    Ebenda, S. 530.Google Scholar
  95. 1.
    Paul, Hermann: Deutsches Wörterbuch, S. 34, Halle 1908.Google Scholar
  96. 2.
    Siehe meine Schrift: Eugenik und Kriminalwissenschaft, S. 5 und 6, Berlin 1933. — In der Kirche von Assisi findet sich ein Bild von Giotto: St. Paupertas.Google Scholar
  97. 3.
    Formuliert nach Mark. X, 23.Google Scholar
  98. 4.
    Die ökonomische Bedeutung dieser Kräfte ist niemals untersucht worden; die großen amerikanischen Prostitutions-Syndikate sind der unzweideutigste Beweis.Google Scholar
  99. 1.
    Booth, Charles: Life and labor of the people of London, Bd. I, S. 147, London 1892.Google Scholar
  100. 2.
    Knecht, A.: Der Fall Tessnow. Monatsschrift Bd. Ill, S. 716ff.Google Scholar
  101. 3.
    Unstetes Leben und zweckloses Umhertreiben gelten dem Moralisten als Müßiggang, doch ist die Faulheit ein verwickeltes Problem und oftmals eine körperlich bedingte Form der Minderwertigkeit. Ist Armut dann noch „selbstverschuldet“, wenn die Bewegungsstörung pathologisch ist? Hyper- und Akinese sind soziologisch zwar verschiedenwertig, im Triebwerk unseres Seelenlebens aber ganz der gleiche Mechanismus. Den einen macht er reich, den anderen arm, je nach der Antriebsstärke oder -schwäche.Google Scholar
  102. 1.
    Der Ausdruck entstammt den Erfahrungen der Landwirtschaft. Wer einen Acker mit Mergel düngt, entwertet ihn, worauf die Bauernregel zielt: „Mergeln macht reiche Väter und arme Söhne.” Spätere Bedeutungen von mergeln sind: das Mark ausziehen, welk machen. Kluge-Götze, S. 42.Google Scholar
  103. 2.
    Namentlich bei der bäuerlichen Bevölkerung.Google Scholar
  104. 3.
    Lukas 9, 58.Google Scholar
  105. 1.
    Plutarch: Tiberius Gracchus 9.— In unserer Zeit können flüchtige Verbrecher dieser Form von Armut gegenüberstehen: „Um mich vor dem Unwetter zu schützen“, berichtet der Räuber Masch (Neuer Pita val, Bd. II, S. 95 ff., Leipzig 1866), „wühlte ich an einsamen Stellen im Dickicht Löcher in die Erde und schlug dort mein Lager auf… Allmählich gewöhnte ich mich daran, im Freien zu schlafen, nur bei anhaltendem Regen lag ich so gut wie im Wasser.” Das war nun freilich eine Armut, die selbstverschuldet war.Google Scholar
  106. 2.
    In dem Grimmschen Märchen von Hänsel und Gretel will die Frau die Kinder aussetzen. Der Mann widerspricht. Da sagt sie: „O, du Narr,… dann müssen wir alle viere Hungers sterben, du kannst nur die Bretter für die Särge hobeln.“Google Scholar
  107. 3.
    Müller, Berthold: Gerichtliche Medizin, S. 461, Heidelberg 1953.Google Scholar
  108. 4.
    5. Mos. 23, 45.Google Scholar
  109. 5.
    Arnos 7, Iff.; Joel 1, 4ff.Google Scholar
  110. 6.
    1. Sam. VI, 4 und 5.Google Scholar
  111. 7.
    Ruth 1, 1.Google Scholar
  112. 8.
    Grimm, Jacob: Deutsche Rechtsaltertümer, Bd. I, 634, 635, 670. Leipzig 1922.Google Scholar
  113. 9.
    Ebenda, Bd. I, S. 452.Google Scholar
  114. 10.
    Ovid: Met. VIII, 801ff.; das Bild ähnelt stark der von Müller (S. 461) be-schriebenen Hungerkachexie.Google Scholar
  115. 1.
    Zäunest, Paul: Rheinlandsagen, Bd. II, S. 110, Jena 1924.Google Scholar
  116. 2.
    Brehms Tierleben, Bd. II, S. 26 und 27, Leipzig 1893.Google Scholar
  117. 3.
    Keller, Gottfried: Der grüne Heinrich, Bd. IV, S. 62, Stuttgart 1902.Google Scholar
  118. 4.
    Gerichtliche Medizin, S. 461. „Andere wurden reizbar und neigten zu paranoiden Ideen.”Google Scholar
  119. 1.
    Figner, Wera: Nacht über Rußland, S. 301, Berlin 1926.Google Scholar
  120. 2.
    „Abgesehen von der Stimmung, war es mein Nervensystem, das vollkommen zusammenbrach. Alle Hemmungszentren hörten auf zu funktionieren. In vielen Richtungen war mein Wille vollkommen gebrochen. Die Gehörreflexe, die vorher schon sehr stark gewesen waren, nahmen eine unglaubliche Heftigkeit an. Bei jedem unerwarteten Laut entrang sich meiner Brust ein Schrei, dem unaufhaltsam Schluchzen folgte, das das ganze Gefängnis in Aufregung versetzte; und das Schlimmste war, daß ich kein Bedürfnis empfand, mich zu beherrschen.”Google Scholar
  121. 3.
    Russische Volksmärchen, o. A., S. 8ff., Jena 1955.Google Scholar
  122. 4.
    Botkin, B. A.: A treasury of Western folklore, S. 177, New York 1951.Google Scholar
  123. 1.
    Fowler, Gene: Timberline, S. 29ff., New York 1940.Google Scholar
  124. 2.
    Siehe die Darstellung bei Belbenoit, René: I escaped from devils island, S. 75ff., New York 1949, und den Fall Regina v. Dudley and Stephens vom Jahre 1884, die Tötung eines Schiffsjungen durch hungernde Matrosen im Rettungsboot. Das Urteil ist abgedruckt bei Sayre, F. B.: A selection of cases on criminal law, S. 449ff., Rochester 1927. Es wurde erst verurteilt, Notstand abgelehnt und, wie der Richter glaubte, „abgeschreckt“. Dann wurde die Todesstrafe in eine kleine Gefängnisstrafe umgewandelt.Google Scholar
  125. 3.
    Abgedruckt bei Mühlberger, R. Th.: Das Verbrechen des Mordes, S. 71, 72. Stuttgart 1834.Google Scholar
  126. 1.
    Andrews, C. L.: The story of Alaska, S. 143, Caldwell 1938.Google Scholar
  127. 2.
    Mein Desperado, S. 22ff.Google Scholar
  128. 3.
    Buffalo Bill schoß, wie er zugibt (Colonel W. F. Cody: An autobiography of Buffalo Bill, S. 118, New York 1920), in 18 Monaten für den Fleischbedarf von Eisenbahnarbeitern 4280 Büffel. Die Indianer töteten nie mehr Tiere, als sie im Augenblicke brauchten.Google Scholar
  129. 4.
    Defoe, Daniel: A journal of the plague year, S. 108, London 1950.Google Scholar
  130. 5.
    Ebenda, S. 110. — Beim Schwarzen Tod des Jahres 1348 büßte Italien mindestens die Hälfte seiner Bewohner ein, England und Frankreich ein Drittel.Google Scholar
  131. 5a.
    Thompson, Warren S.: Population problems, S. 57, New York 1953. — (Von hier an wird die Auflage von 1942 als Thompson I, die von 1953 als Thompson II bezeichnet.)— Über die Entwicklung der Kriminalität auf Grund der wirtschaftlichen Umwälzung ist nichts Genaueres bekannt. Das Räuberwesen muß sich ausgebreitet haben, der Felddiebstahl muß angestiegen sein, der stets in Hungerszeiten um sich greift, und damals gab es, von Italien abgesehen — wenige Städte und um so größere Strecken Wald und Feld.Google Scholar
  132. 1.
    Siehe Smith, Edward H.: You can escape, New York 1929.CrossRefGoogle Scholar
  133. 2.
    Siehe die Leidenszeit von” Weepy” und” Little Mick” in Resko, John: Reprieve, S. 115ff., New York 1958.Google Scholar
  134. 3.
    Giger, Hans: Kriminologie der Entweichung, S. 270, Winterthur 1959.Google Scholar
  135. 4.
    „Die übrigen 20,4% hatten ihre Unterkunft in Hotels, Pensionen, gemieteten Zimmern und sogar in Wohnungen — eine Lebensweise, deren Finanzierung sie größtenteils durch Deliktsbegehung ermöglichten. Entflohenen Frauen stehen diskretere Möglichkeiten des Lebensunterhaltes offen.” Ebenda, S. 271. — In diesem Sonderfall scheint die alte Theorie von der vikariierenden Funktion der Prostitution begründet. Sie kann nicht ohne weiteres in den Ländern auf den Strichjungen angewendet werden, wo Homosexualität Delikt ist.Google Scholar
  136. 1.
    Giger, S. 273.Google Scholar
  137. 2.
    Root, Dr. Manly B.: In Federal Probation 1950, S. 39.Google Scholar
  138. 1.
    Milton, George Fort: The age of hate, S. 10 und 11, New York 1930.Google Scholar
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    1001 embezzlers! A study of defalcations in business, S. 20, Baltimore 1943.Google Scholar
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    Weibliche Defraudanten wenden nur 5,3% ihrer Unterschlagungen an Männer, um so mehr aber an Toilette, Haus und Auto.Google Scholar
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    Devon, James: The criminal and the community, S. 105, London 1912.Google Scholar
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    Irwin, Will: The confessions of a con man, S. 32, New York 1909.Google Scholar
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    Maurer, David W.: The big con man, S. 182ff., New York 1949.Google Scholar
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    „Ich erinnere mich ganz deutlich, daß mich plötzlich ohne bestimmten Anlaß ein unbändiges Verlangen ergriff, zu wagen, immer mehr zu wagen. Vielleicht kam das daher, daß die Nerven, die schon so viel wirbelnde Empfindungen ausgekostet hatten, nur gereizt wurden, anstatt sich zu sättigen, und daher nur noch nach noch größerer Erregung verlangten…” Dostojewski: Der Spieler, S. 182, München 1949.Google Scholar
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    „Er (der Defraudant Kalab) zeigte sich stets eifrig im Amt, unterwürfig gegen Höherstehende… Besonders häufig erbot er sich, an Sonn- und Feiertagen den Schalterdienst zu verrichten. Er erwarb sich bei den Vorgesetzten den Ruf eines sehr brauchbaren Beamten, den ein Vorstand dem anderen beim Wechsel als kostbares Inventarstück übergab und empfahl.” Neuer Pitaval, Bd. XXXIII, S. 8, Leipzig 1872.Google Scholar
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    Im Jahre 1935 versteuerte Pendergast 125633,79 Dollars, im gleichen Jahre hatte er allein in New York 600000 Dollars in vier Wochen verwettet, Hynd, S. 219. Während eines Aufenthaltes im Hotel Waldorf-Astoria hatte Tom Pendergast unter dem Namen Tom Sullivan in zwei Monaten telegraphische Geldanweisungen in der Höhe von 700000 Dollars erhalten. Er unterschrieb die Quittungen als Tom Sullivan, wie Schriftsachverständige unzweideutig feststellen konnten. Ebenda, S. 224.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität BonnDeutschland

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