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Der Gangster pp 84-138 | Cite as

Die „Gang“-Funktionen

  • Hans von Hentig

Zusammenfassung

„Gangs“ wie die Räuberbanden alter Zeit entspringen einem technischen und seelischen Bedürfnis. Der Einzelgänger hat in manchen kriminellen Branchen wenig Aussicht. Gemeinschaftsarbeit ist durch das Zusammenwirken von beiden Händen vorgebildet. Sie stärkt nicht nur, sie macht geschickter. Sie schenkt der ganzen Gruppe die besondere Fertigkeit des Spezialisten, beschwingt durch Wettbewerb die menschliche Motorik, gibt unserm Willen durch die Herdennähe neuen Anstoß. Wenn „Gangs“ sich finden 311, muß ein sinnvolles Verhältnis von Händen, die sich an die Arbeit machen, und Händen, die sich bei der Verteilung der Beute ausstrecken, gefunden werden. Auch soll die Zahl der losen Mäuler oder derer, die durch hohe Geldausgaben zum Verräter werden könnten, möglichst klein gehalten sein. De Baun, ein Krimineller, hat diese ewige Besorgnis näher ausgeführt 312: „Da bezahlt Eddie plötzlich seine Schulden, zeigt sich in einem neuen Wagen, beginnt beim Glücksspiel hohe Einsätze zu riskieren, kauft seiner Marie einen Pelzmantel und ärgert damit ihre falsche Freundin Dora. Die macht sich einen Reim darauf und hat ein Gespräch mit Anna. Die wiederum hat einen Mann, der Rauschgifthandel treibt und auch bisweilen Mädchen auf die Straße schickt. Für jedes solche Wissen gibt es reichen Lohn. Wenn dieser Mann verhaftet wird, so fällt es ihm nicht schwer, sich mit einer interessanten kleinen Mitteilung aus der Patsche zu ziehen.

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Hinweis

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin • Göttingen • Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • Hans von Hentig
    • 1
  1. 1.Universität BonnDeutschland

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