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Reaktortechnik

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Zusammenfassung

Die Grundaufgabe bei der Konstruktion von Industriereaktoren besteht darin, die Spaltungsreaktion so zu steuern, daß eine in gewissen Grenzen regelbare Wärmeleistung mit optimalem Aufwand dem Reaktor entnommen werden kann. Die Spaltungsreaktion steuern heißt aber, die Erzeugung und die Verteilung der Neutronen in geeigneter Weise zu beeinflussen. Die Voraussetzung hierfür ist die Ermittlung der kernphysikalischen Daten des gewählten Reaktorsystems. Es gibt nun einige hundert Möglichkeiten für solche Systeme. Für die technische Ausführung kommen jedoch nur einige wenige in Frage. An erster Stelle steht dabei nach dem heutigen Stand der Technik und Wissenschaft — trotz aller optimistischen Prognosen und Vorschläge Tiber raffiniert ausgeklügelte Reaktorsysteme — vorläufig der sog. „heterogene, thermische Reaktor mit natürlichem Uran“. Er ist zwar plump und hat eine geringe spezifische Energieabgabe, bezogen auf seine Volumen- oder Gewichtseinheit. Er hat aber den unbestreitbaren und entscheidenden Vorzug, daß er relativ einfach im Aufbau, in der Regelung und in der Wärmeabfuhr und daß er betriebssicher ist, nicht zuletzt deswegen, weil über seinen Betrieb die meisten Erfahrungen vorliegen. Er ist diejenige Bauart, die als erste im Jahre 1942 entstanden ist (vgl. S. 14). Die vielgerühmten Vorzüge der homogenen Reaktoren mit flüssiger Spaltstofflösung im kontinuierlichen Kreislauf sind unbestreitbar vorhanden [44].

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin / Göttingen / Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  1. 1.Technischen Universität BerlinDeutschland

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