Spaltstoffherstellung und -aufbereitung

  • Werner Mialki

Zusammenfassung

Die Durchführbarkeit der technisch und wirtschaftlich befriedigenden Kernspaltung im Reaktor steht und fällt mit der Bereitstellung von Spaltstoffen in geeigneter Form und mit der Aufarbeitung der Spaltstoffreste, die im Reaktor nicht mehr ausgenutzt werden können. Wenn es nicht gelingt, Spaltstoff in genügenden Mengen und zu erträglichen Preisen herzustellen und den erschöpften Spaltstoff ebenfalls unter vernünftigen Bedingungen wieder aufzubereiten und unbrauchbare Abfälle unschädlich zu machen, bleibt der Kernreaktor ein zwar wissenschaftlich interessantes, wirtschaftlich aber nutzloses Instrument. Mit der Aufstellung und dem Betrieb von Reaktoren ist daher nichts getan, solange die Spaltstoffverarbeitung nicht befriedigend gelöst ist. Hier eröffnet sich dem Verfahrensingenieur ein weites und interessantes Betätigungsfeld voller Probleme und Schwierigkeiten, von deren befriedigender Bewältigung wir heute noch weit entfernt sind. Es gibt kaum ein Grundverfahren (vgl. S. 6), das nicht in diesem Aufgabenkomplex, von der einfachen Hartzerkleinerung über komplizierteste Apparate zum Stoff- und Wärmeaustausch bis zur Isotopentrennung, Anwendung findet. Wir dürfen daher, ohne uns der Übertreibung schuldig zu machen, sagen, daß die wirtschaftliche Ausnutzung der Kernspaltung in Reaktoren zur Energiegewinnung erst dann gesichert sein wird, wenn die Verfahren zur Herstellung und Aufbereitung der Spaltstoffe so weit entwickelt sind, daß sie betriebssicher und preisgünstig durchgeführt werden können, mit anderen Worten: wenn die Verfahrenstechnik der Spaltstoffe einen befriedigenden Stand erreicht haben wird.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin / Göttingen / Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  • Werner Mialki
    • 1
  1. 1.Technischen Universität BerlinDeutschland

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