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Nebenwege und Grundlast

  • Erich Rolf

Zusammenfassung

Die ursprüngliche Ausführungsform des Nebenweges ist die Reihenschaltung eines Kondensators C mit einem Widerstand R, die unmittelbar zu dem Kontakt parallel geschaltet ist, wie in Abb. 3,1 gezeigt war. Dem Widerstand sind dabei 2 Aufgaben zugedacht. Zunächst soll er immer dann, wenn der Kondensator im Einschaltaugenblick nicht spannungslos ist, also bei mechanischer Teilaussteuerung, den Entladestrom des Kondensators bei der Kontaktschließung auf eine hinsichtlich der Stoffwanderung noch zulässige Größe begrenzen. Sodann soll er in gewissen Schaltungen, wie z. B der 3phasigen Dreidrossel-Brückenschaltung, wo Schwingungen des Ausschaltstufenstromes infolge der Anwesenheit des Kondensators entstehen können (Näheres s. Abschn. 43.2), diese Schwingungen abdämpfen. Die genannten Aufgaben kann der Widerstand jedoch nur bei Umformern geringer Leistung in ausreichendem Maße erfüllen, weil er in seiner Größe durch die Ausschaltbedingungen begrenzt ist (s. S. 58). Bei Umformern größerer Leistung in 3phasiger Dreidrossel-Brückenschaltung, deren Schaltdrosseln zur Begrenzung des Anstieges des vom Hauptkreise gelieferten Stromes normalerweise ohnehin mit einem getrennten Einschaltkern ausgestattet sind, wird der Nebenweg daher in der in Abschn. II beschriebenen Weise über eine Wicklung auf diesem Einschaltkern geführt, so daß der Einschaltkern gleichzeitig auch den Entladestrom des Kondensators mit begrenzt.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • Erich Rolf
    • 1
  1. 1.Zentral-WerksverwaltungSiemens-Schuckertwerke AGDeutschland

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