Zusammenhang zwischen Bauwerk und Baugrund

  • Otto Streck

Zusammenfassung

Alle Bauten der zahlreichen Zweige des Bauwesens, nicht nur die Erdbauwerke, stehen mit dem Boden in unlösbarer Verbindung: das einfache Wohnhaus geuau so, wie etwa die Verkehrswege mit ihren Kunstbauten, der konstruktive Ingenieurbau ebenso, wie die zahlreichen und vielgestaltigen Anlagen der Wasserwirtschaft und der sonstigen Gebiete des Bauwesens. Es gibt keine Möglichkeit, dieser Verkettung zwischen Bauwerk und Erdboden irgendwie auszuweichen. Die Klammer bildet die Erdschwere, diese sinnfälligste Eigenschaft aller irdischen Körper. Um ein Einsacken von Bauobjekten infolge der Gravitation hintanzuhalten, für sie also den „Zustand der Ruhe“ zu gewährleisten, muß ihnen eine Unterlage, eine Auflagerung gegeben werden, die als standfest gegenüber Bewegungen angesehen werden kann, die von der Erdschwere ausgelöst werden. Das kann schlechterdings nur die feste Erdkruste sein. Genauer ausgedrückt sind es die den Baugrund bildenden Bodenschichten der obersten Erdrinde, auf die wir die Bauwerke aufsetzen oder in die wir sie hineinstellen. Es gibt keine wirtschaftlich vertretbare Möglichkeit1, diesem aus der Naturgesetzlichkeit der Gravitation entspringenden Zwang zu diesem Vorgehen ganz allgemein zu entrinnen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1956

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  • Otto Streck

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