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Der Kollateral-Kreislauf

  • Ernst-August Schrader
Chapter
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Zusammenfassung

Bevor auf die jedem Verschluß eigene Kollateralbildung eingegangen wird, seien die allgemeinen Grundregeln aufgeführt, wie sie von Malan und Celestino Da Costa bei der Betrachtung der „Physiopathologie der chronischen arteriellen Obliterationen“ gefunden wurden:
  1. 1.

    Eine arterielle Thrombose bleibt gewöhnlich stumm und wird gut toleriert, wenn sie begrenzt ist, wenn sie nicht oberhalb einer wichtigen Teilungsstelle sitzt und wenn sie nicht mehrere Kollateralen blockiert.

     
  2. 2.

    Die Toleranzgrenze einer arteriellen Thrombose wird maßgeblich davon abhängig sein, ob die Kollateralen den Hauptstamm distal vom Verschluß wieder erreichen und der Hauptstamm stromabwärts frei ist.

     
  3. 3.

    Eine Thrombose, die alle Kollateralen, die eine Verbindung zum distalen Stamm herstellen könnten, unterbricht, hat stärkste Ernährungsstörungen unmittelbar zur Folge.

     
  4. 4.

    Eine arterielle Thrombose wird um so besser kompensiert, je höher sie sitzt. Eine begrenzte Thrombose der Aorta führt zu geringeren unmittelbaren Folgen als eine solche in der A. tibialis posterior. Eine umschriebene A. femoralis-Obliteration wird besser toleriert als eine solche der A. poplitea oder A. tibialis posterior.

     
  5. 5.

    Kommt zu einer arteriellen Thrombose eine solche im venösen Schenkel, so resultiert fast immer eine schwere, unbeeinflußbare Ischämie.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. 1955

Authors and Affiliations

  • Ernst-August Schrader
    • 1
  1. 1.II. Medizin. Univ.-Klinik und PoliklinikHamburg-EppendorfDeutschland

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