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Der primäre Leberkrebs beim Tier

  • Kurt Köhn

Zusammenfassung

Anhangsweise sei darauf hingewiesen, daß das primäre Lebercarcinom auch im Tierreich nicht unbekannt ist. Abgesehen von den experimentellen Leberkrebsen der kleinen Versuchstiere (Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Kaninchen) (M. Brandt 1928, v. Niessen 1927, E. u. J. Miller 1952) sind bei zahlreichen Tieren auch spontane Leberkrebse beschrieben worden. Am häufigsten kommt der Leberkrebs beim Rind vor (A. M. Trotter 1904, 1905, W. H. Feldman 1928, J. Dobberstein 1953). Dobberstein gibt die relative Häufigkeit des Leberkrebses beim Rind mit 8,0% an, er glaubt, dieser hohe Prozentsatz könne mit dem starken Befall der Rinderleber mit Leberegeln zusammenhängen (s. u.). Aber auch beim Pferd und Hund ist der Leberkrebs keineswegs sehr selten (W. Kouwenaar 1935, M. Sticker 1902, R. M. Mulligan 1949, J. Dobberstein 1953), von F. Grüttner (1927) und S. Frenkel (1929) auch beim Schaf beobachtet und von Petit (1902) und H. J. M. Hoogland (1929) bei der Katze. J. G. Campbell (1949) beschrieb hepatound cholangiocelluläre Leberkrebse bei Khaki-Campbell-Enten, Siedamgrotzki (1876), M. Schlegel (1913), E. Joest und S. Ernesti (1918), O. Teutschländer (1920), J. C. Norris (1936) und G. Kahlau (1937) bei Hühnern. H. Stünzi (1947) beobachtete einen Leberkrebs beim Honigdachs. Spontane Lebertumoren sind auch bei Mäusen, Ratten und Kaninchen bekannt (E. u. J. Miller).

Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin / Göttingen / Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Kurt Köhn

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