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Infektionskrankheiten

  • H. Schlossberger
  • B. Schmidt

Zusammenfassung

Im Deutschen Reich hatten die einzelnen Bundesstaaten hinsichtlich der Seuchenbekämpfung ursprünglich ihre eigenen, zum Teil erheblich voneinander abweichenden Gesetze und Verordnungen. Abgesehen von dem am 8. April 1874 erlassenen Reichsimpfgesetz [RGB1. I, S. 31, vgl. auch die zu seiner Durchführung erlassene Verordnung des Reichsministers des Innern vom 22. Januar 1940 (RGBl.I, S. 214). sowie den Runderlaß vom 19. April 1940 (RMBl. für die innere Verwaltung S. 835)] war das Reichsgesetz betr. die Bekämpfung gemeingefährlicher Krankheiten (Reichsseuchengesetz) vom 30. Juni 1900 (RGBl. S. 306), durch das einheitliche Maßnahmen gegen die 6 sog. „gemeingefährlichen“ Krankheiten (Pest, Cholera, Fleckfieber, Gelbfieber, Pocken, Lepra) für das ganze Reichsgebiet eingeführt wurden, das erste für alle deutschen Bundesstaaten gültige Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten. Ferner wären hier noch das Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten vom 18. Februar 1927 (RGBl. I, S. 61), das durch eine Verordnung des Ministerrates für die Reichsverteidigung vom 21. Oktober 1940 (RGBl. I, S. 1459) eine Abänderung erfahren hat, das Gesetz zur Bekämpfung der Papageienkrankheit (Psittacosis) und anderer übertragbarer Krankheiten vom 3. Juli 1934 (in der Fassung der 2. Verordnung zur Bekämpfung der Papageienkrankheit vom 13. Dezember 1937, RGBl. I, S. 532) und die Verordnung des Reichsministers des Innern betr. Bekämpfung übertragbarer Krankheiten vom 1. Dezember 1938 (RGBl. I, S. 1721) zu nennen, durch die eine Vereinheitlichung der gesetzlichen Maßnahmen gegen die infektiösen Krankheiten erreicht ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1950

Authors and Affiliations

  • H. Schlossberger
    • 1
  • B. Schmidt
    • 1
  1. 1.Frankfurt a. MDeutschland

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