Öle

  • Hermann v. Czetsch-Lindenwald
  • Friedrich Schmidt-La Baume

Zusammenfassung

Medizinische Öle sind Verreibungen unlöslicher Wirkstoffe oder Farbträger, sogenannter Pigmente, oder Lösungen geeigneter Produkte in pflanzlichen, tierischen und gegebenenfalls mineralischen Ölen und dienen zur Hautpflege oder zur Therapie. Sie werden durch Verreiben und Lösen in der Kälte oder bei erhöhter Temperatur hergestellt und sind nicht unbeschränkt haltbar. Dem Arzt geläufig sind die Suspensionen von Zinkoxyd in flüssigen Glyceriden oder Wachsen, die häufig zur Therapie herangezogen werden (Zinköl). Falls sie zur Verfügung stehen, verwendet man Oliven- oder Mandelöl; fehlen sie, so begnügt man sich mit Erdnußöl, ohne aber, wenn irgend möglich, auf Paraffinöl zurückzugreifen. Grund hierfür dürften die Unterschiede in der Tiefenwirkung zwischen Glyceriden und Kohienwasserstoffen sein, die gerade bei dieser Arzneiform zur Geltung kommen. Paraffinöl bildet einen oberflächlichen Film, Pflanzenöle dringen in die Haut ein, bilden mit ihr eine Emulsion, haben also Tiefenwirkung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1950

Authors and Affiliations

  • Hermann v. Czetsch-Lindenwald
    • 1
  • Friedrich Schmidt-La Baume
    • 2
  1. 1.Austria PAN-Chemie G.m.b.H.WolfsbergÖsterreich
  2. 2.Städtischen Krankenhauses MannheimDeutschland

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