Salben als Medikamententräger

  • Hermann v. Czetsch-Lindenwald
  • Friedrich Schmidt-La Baume

Zusammenfassung

Wir kommen zu den Salben, insbesondere zu den fetthaltigen, die als Medikamententräger die Haut oder den Körper beeinflussen sollen und vor allem im chronischen Stadium indiziert sind, wogegen fettfreie Mittel oder Zinköle zur Behandlung akuter Fälle besser am Platze sind. Ihre Vielzahl und die verschiedenen Eigenschaften der eingearbeiteten Arzneimittel verlangen nach einer Einteilung, die wir nach den verschiedensten Arten vornehmen können. Wir sind imstande, die Indikationen als leitende Gesichtspunkte zu nehmen und alle Ekzemsalben zusammen zu besprechen, dann die Ätzpasten, die Rheumasalben usw. Wir können auch die Unterteilung nach der Art der Inhaltsstoffe, ob sie organisch oder anorganisch sind, durchführen. Die übersichtlichste Einordnung ist die in:
  1. 1.

    Salben,die vorwiegend durch die gesunde Haut hindurch Medikamente abgeben sollen, wie Salicylsalben, Salben mit ätherischen Ölen, Salben mit metallischem Quecksilber, Jodsalben, Hormon- und Vitaminsalben bei inneren Indikationen, Bienengiftsalben und Salben mit Hautreizstoffen. Also Diffusion! Resorption! Fernwirkung.

     
  2. 2.

    Salben zur Behandlung der kranken Haut und von Wunden, wie Borsalben, Pyrogallus- und β-Naphtholsalben, Teersalben, Ichthyolsalben, Metallsalzsalben, Lebertransalben, Zucker- und Honigsalben, anästhesierende Salben. Lokale Penetration!

     

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1950

Authors and Affiliations

  • Hermann v. Czetsch-Lindenwald
    • 1
  • Friedrich Schmidt-La Baume
    • 2
  1. 1.Austria PAN-Chemie G.m.b.H.WolfsbergÖsterreich
  2. 2.Städtischen Krankenhauses MannheimDeutschland

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