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Übersicht der Erscheinungen

  • Alfred Vort
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Zusammenfassung

Die Linse, das zweite brechende Medium, ist im lebenden Zustand die eigentliche Domäne der Spaltlampe. War vor deren Einführung die normale Linse unsichtbar, so läßt sie sich heute im optischen Schnitt bis in alle Einzelheiten durchmustern und topographisch zerlegen.

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Notes

Literatur

  1. *.
    Bei den Teleostiern ist die Linse hart. Weichheit hätte hier, wo die Akkommodation durch mechanische Linsenverschiebung geschieht, keinen Sinn. Am weichsten ist die Linse bei Vögeln, entsprechend ihrer zum Teil exzessiven Akkommodationsleistung. Die Säuger nehmen eine Mittelstellung ein.Google Scholar
  2. *.
    Bei Cephalopoden wird umgekehrt (nach C. v. Hess) das emmetrope Auge durch Vorschieben der Linse für die Nähe eingestellt.Google Scholar
  3. **.
    A priori scheint mir eine Kompression der Linse durch Einschnürung (Schildkröte, Vögel, unter den Säugern der Fischotter) der Feinheit der optischen Leistung weniger günstig zu sein, als die einfache Entspannung, welche die Oberfläche der Linse unberührt läßt. Die Akkommodationsbreite der Sauropsiden mag daher diejenige der Primaten erheblich übertreffen, deren Abbildungsschärfe dürfte sie kaum erreichen.Google Scholar
  4. ***.
    Beim Akkommodationsmechanismus des Menschen verkürzt sich der Radius der axialen Linsenvorderfläche von etwa 10 mm auf fast die Hälfte (Helmholtz251), Tscherning258), Gullstrand), während derjenige der axialen Hinterfläche sich anscheinend wenig verändert. Nach Gullstrands Berechnungen (im HELMHOltrzschen Lehrbuch der physiologischen Optik, Bd. 1. 1911) verschieben sich bei der Akkommodation die in der Äquatorialebene gelegenen Faserteile in axipetaler Eichtung um so mehr, je näher sie der Axe gelegen sind, und der vordere Linsenpol dürfte dabei nach Gullstrand um 0,3–0,4 mm nach vorn rücken. Die Verdickung der Linse in sagittaler Eichtung betrifft nach demselben Forscher wahrscheinlich fast ausschließlich die vordere Linsenhälfte.Google Scholar
  5. *.
    Genaue Messungen fehlen. Sie scheitern an der akkommodativen Veränderlichkeit der Linse. Die frisch dem Bulbus entnommene Linse befindet sich im Zustande der Entspannung. Ihre Werte weichen, besonders in der Jugend, von denjenigen im Zustand der Ruhe (id est Anspannung) ab.Google Scholar
  6. **.
    Daß die Akkommodationsleistung beim Menschen und den Primaten unter den Säugern am größten ist, zeigten C. v. Hess und Heine [Graefes Arch. 46, 243 (1898)].Google Scholar
  7. ***.
    Priestley Smith: Trans. ophthalm. Soc. U. Kingd. 1883, 79.Google Scholar
  8. *.
    Sog. Speichen, einmal in die sklerosierte Partie eingeschlossen, pflegen nach meinen Beobachtungen nicht mehr fortzuschreiten.Google Scholar
  9. **.
    „Statt des Bildes der Zwiebel erhält man das einer Apfelsine“, Rabl: Über Bau und Entwicklung der Linse, S. 24, Leipzig, Engelmann 1900. Schon bei Koelliker finde ich den Aufbau aus Radiärlamellen ausgesprochen (Mikroskopische Anatomie, Bd. 2, S. 705), ohne daß er aber, ein halbes Jahrhundert vor Kabl, die konzentrische Schichtung übersieht. Nach Äußerungen über die letztere sagt er: „ferner, was physiologisch von größerer Wichtigkeit sein möchte, daß die Linsenelemente in der Richtung der Dicke eigentlich noch regelmäßiger angeordnet sind, so daß sie durch die ganze Linse hindurch einander decken und dieselbe auch als aus sehr vielen radiären Segmenten von der Breite einer einzigen Linsenfaser bestehend gedacht werden kann“. A. v. Koelliker hat also die Radiärlamellenstruktur der Linse als erster erkannt.Google Scholar
  10. *.
    Das Substrat des Schnittmaterials ist viel zu einförmig, als daß die stetige Richtungs-und Formänderung in drei Dimensionen in Schnittserien kontrolliert werden könnten. Hier, wie an der Zonula (s. Abschnitt Zonula), wo die einseitige histologische Schnittmethodik hinsichtlich Verlauf und Ansatz der Fasern ebenfalls zu irrigen Vorstellungen führte, ist die mikroskopisch-stereoskopische Betrachtung des in Kontinuität und in situ befindlichen Organs von ähnlicher Bedeutung, wie in der makroskopischen Morphologie die topographische Anatomie.Google Scholar
  11. *.
    Die allerdings nur die spätfetale und postfetale Linsenentwieklung beherrscht und bei der rudimentären, auf früher Stufe stehen gebliebenen Linse des Maulwurfs fehlt, sonst aber alle bis jetzt untersuchten Wirbeltierlinsen auszeichnet.Google Scholar
  12. *.
    Nach gemeinsam mit Ernst Albert Meier durchgeführten Versuchen. Z. f. Aghk. 39, 284 (1918).Google Scholar
  13. **.
    Ähnliches hatten schon Merkel und Kallius bei Macerationsversuchen hinsichtlich des Kerns gefunden, in „Makroskopische Anatomie des Auges“. Handbuch Graefe-Saemisch 2. Aufl.Google Scholar
  14. ***.
    Ausführliches s. Dissertation Ernst Albert Meier, Basel 1918 und Z. f. Aghk. 1. c. 1918.Google Scholar
  15. †.
    Hess, C. v.: Pathologie des Linsensystems. Handbuch Graefe-Saemisch S. 78. 1911.Google Scholar
  16. ††.
    Marquez: Klin. Mbl. Augenheilk. 68, 305.Google Scholar
  17. *.
    Grullstrand, A.: In Helmholtz, Physiologische Optik, 3. Aufl., Bd. 1, S. 333. 1909Google Scholar
  18. *.
    Grullstrand, A.: Anderen Stellen, ferner Arch. Augenheilk. 72, 170 (1912).Google Scholar
  19. **.
    Gullstrand, A.: Wie ich den intrakapsulären Akkommodationsmechanismus fand, Nobelvortrag. Arch. Augenheilk. 72, 170 (1912).Google Scholar
  20. *.
    Putter: Organologie des Auges. Handbuch Graefe-Saemisch, 3. Aufl. Leipzig 1912.Google Scholar
  21. *.
    Zweifellos hatten sie ursprünglich die reguläre Form der (viel dünneren) Oberflächen-asern. Entsteht ihr größerer, irregulär gestalteter Querschnitt durch Verschmelzungen oder aber durch Quellung? Wir wissen darüber nichts.Google Scholar
  22. **.
    Helmholtz, Physiologische Optik, 3. Aufl., 1909. S. 333.Google Scholar
  23. *.
    Vgl. jedoch die Wachstumsbeziehungen der Linse zum Bulbus, im Text zu Abb. 963 – 965.Google Scholar
  24. *.
    Diese Schwierigkeit fällt bei relativ kurzlebigen Tierarten (Kaninchen, Maus, Hund, Katze usw.) weg. Doch fehlen bis jetzt systematische Studien über die Vererbung seniler Veränderungen bei Tieren, wiewohl sie für die allgemeine Pathologie und die Vererbungsforschung wichtig wären.Google Scholar
  25. *.
    Vogt: Klin. Mbl. Augenheük. 62, 593 (1919).Google Scholar
  26. **.
    Vogt: Klin. Mbl. Augenheük. 62, 582 (1919).Google Scholar
  27. ***.
    Koelliker: Mikroskopische Anatomie des Menschen 1854.Google Scholar
  28. †.
    Berger: Hirschbergs Zbl. 1882, 2 und Graefes Arch. 28, II 28 (1882).Google Scholar
  29. *.
    Schirmer: Graefes Arch. 35, I 220 (1889).Google Scholar
  30. **.
    Vogt: Graefes Arch. 88, 329 (1914).CrossRefGoogle Scholar
  31. ***.
    So ist z. B. zur Darstellung der axialen Teile der menschlichen Linsennähte und derjenigen der Primaten mittels Argentum nitricum nur Material brauchbar, das wenige Minuten post mortem dem Auge entnommen ist. Schon eine halbe Stunde nach dem Tode pflegen ausgetretene Myelintropfen das axiale Nahtbild zu stören.Google Scholar
  32. †.
    Hikida: Dissert. Rostock 1905. Ferner Arch. Augenheilk. 56, 184 (1906).Google Scholar
  33. *.
    Die Bedeutung einer ausreichenden Brennweite der Beleuchtungslinse (10 cm) macht sich an der Linse (zufolge ihrer Dicke) noch mehr als an der Hornhaut geltend. Erleichterung bei Durchmusterung bietet der Linsenhalter von Arruga.Google Scholar

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© Julius Springer in Berlin 1931

Authors and Affiliations

  • Alfred Vort
    • 1
  1. 1.Universitäts-Augenklinik ZürichSchweiz

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