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Maler, Anstreicher, Lackierer

  • Ludwig Teleky

Zusammenfassung

Maler, Anstreicher, Lackierer, Weißbinder stellen eine Berufsgruppe dar, die verschiedene Berufsarten umfaßt, die, je nach Landesbrauch, bald als gelernte Einzelberufe gelten, bald nur einen Beruf darstellen. Die Art der Verrichtungen, die unter diese Bezeichnungen fallen, ist eine sehr mannigfaltige. Neben den Angehörigen der gelernten Berufe aber verrichten auch eine große Anzahl ungelernter Arbeiter Maler-, Anstreicher- und Lackiererarbeiten. In Wien sind Zimmermaler oder kurzweg „Maler“ solche, die Außenfassaden und Innenräume — letztere häufig unter Verwendung von Schablonen — mit Leimfarben bemalen. Diese Gruppe, der als Farbstoffe Erd- und Anilinfarben dienen, kommt mit giftigen Farben nur in Ausnahmefällen (Ziehen weißer Linien auf Decken) in Berührung. „Anstreicher“ werden jene genannt, die Türen, Fenster, Wandverkleidungen, Eisenkonstruktionen usw. mit einem Anstrich von Ölfarbe versehen. „Lackierer“, die von Anstreichern schwer zu trennen sind, sind vor allem Blechwaren-, Klavierrahmen-, Möbellackierer (Eisen evtl. auch Holzmöbel). Anstreicher und Lackierer sind, da häufig Mineralfarbstoffe verwendet werden, auch der Wirkung giftiger Farbstoffe und auch dem Einfluß gesundheitsschädlicher Bindemittel ausgesetzt. In Westdeutschland sind Anstreicher und Maler ein Beruf, dessen Verrichtungen ein und dasselbe Individuum abwechselnd ausübt. Schon aus dem Aufgezählten geht aber hervor, daß die verschiedenen Gruppen noch in anderer Weise sich in bezug auf gesundheitliche Einflüsse unterscheiden: ein Teil dieser Gruppe gehört zu den Bauhandwerkern, ein anderer zu den Fabrikarbeitern.

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Literatur

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1926

Authors and Affiliations

  • Ludwig Teleky
    • 1
  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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