Das Wesen der Elektrolyte und der elektrolytischen Dissoziation

  • S. G. Zondek

Zusammenfassung

Daß Salze, Säuren und Basen in wässerigen Lösungen die Eigenschaft haben, zu dissoziieren, d. h. in Ionen zu zerfallen, können wir jetzt als bewiesen unterstellen. Von den Ionen wird behauptet, daß sie elektrisch geladen sind. Von den Atomen und Molekülen ist uns etwas Derartiges nicht bekannt. Die Moleküle. sind bekanntlich aus Atomen zusammengesetzt. Bei der Dissoziation zerfallen die Moleküle aber nicht in Atome, sondern in Ionen. Wie ist dies zu erklären, und worin besteht der Unterschied von Molekülen und Atomen einerseits und Ionen andererseits? Da der Begriff des „Ion“ in diesem Buche eine sehr große Rolle spielt, ist es unbedingt notwendig, uns über seine Natur und seine Beziehungen zum Molekül und zum Atom Klarheit zu verschaffen. Wir wollen von dem Bau des Atoms ausgehen. Die moderne Atomlehre hat uns die Gewißheit gebracht, daß die einzelnen Atome bzw. Elemente des periodischen Systems nicht die denkbar kleinsten „Urstoffe“ der Materie darstellen. Bekanntlich nahm man von den einzelnen Elementen an, daß sie nicht mehr teilbar sind und daß zwischen ihnen keine stofflichen Beziehungen bestehen, sie also „Ursubstanzen“ darstellen. Die Atomforschung der letzten Jahrzehnte hat einen geradezu revolutionären Umsturz unserer Anschauungen gebracht. Die Entdeckungen sind an die Namen der bekanntesten Physiker geknüpft (Planck, Einstein, Rutherford, Niels Bohr, Kossel, v. Laue u. a.). Die einzelnen Atome sind alle aus dem gleichen Urstoff hergestellt.

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Literatur

  1. Hoeber: Physikalische Chemie der Zellen und Gewebe. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1922Google Scholar

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© Julius Springer in Berlin 1927

Authors and Affiliations

  • S. G. Zondek
    • 1
  1. 1.Universität BerlinDeutschland

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