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Zusammenfassung

Der Dampfturbinenbau wurde erst möglich, nachdem die Eigenschaften des Dampfes erforscht waren, da sich die Berechnung der Dampfturbinen auf die genaue Kenntnis der Vorgänge im Dampf stützt. Die erste betriebsfähige und betriebssichere Dampfturbine wurde 1883 von de Laval als einstufige Gleichdruckturbine mit 30000 Umdrehungen in der Minute, die durch Vorgelege auf 3000 Umdr. herabgesetzt wurde, ausgeführt, wobei de Laval die erweiterte Düse—auch jetzt noch Lavaldüse bezeichnet—anwandte. Im Jahre darauf führte Parsons die erste Überdruckturbine mit 17000 Umdrehungen in der Minute aus. Eine weitere Verbreitung fand der Dampfturbinenbau jedoch erst Anfang dieses Jahrhunderts mit dem zunehmenden Bedarf an Maschinen großer Leistung und nach Lösung der Werkstofffragen. Die Entwicklung ging dann auch weiter in der Richtung der Leistungssteigerung—es sind neuerdings mehrgehäusige Aggregate von über 200000 PSe ausgeführt—und der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit, wozu in neuerer Zeit die Anwendung hoher Drücke und die Verminderung der Verluste beitragen.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1930

Authors and Affiliations

  • C. Zietemann
    • 1
  1. 1.Staatlichen Akademie für Technik in ChemnitzGermany

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