Zusammenfassung

Das Kautschuk ist seit Anfang des vorigen Jahrhunderts in Europa bekannt. Hevea - Arten in Mittelamerika, Ficus-Arten in Asien und Australien und die afrikanischen Ficus-, Landolphia-, Vahea- und Toxieophlea-Arten aus den Familien der Apocyneen, Artocarpeen und Euphorbiaceen enthalten einen Milchsaft, der in frischem Zustande, aus natürlichen oder künstlichen Wunden der Stämme ausgeflossen, weisslich, dickflüssig ist. Wird hieraus der Kautschuk als Rahm durch freiwillige Koagulation, wie besonders in Para, erhalten und dann über Lehmformen gestrichen, am freien Feuer getrocknet, so stellt er die beste Qualität dar. Eine zweite erhält man im übrigen Mittelamerika durch Koagulation des Milchsaftes mittels kochendem Wasser und Trocknen des Geronnenen an der Luft; eine noch geringere Waare, wie in den übrigen Ländern, wenn die Abscheidung durch Chemikalien, Alaun etc. oder Pflanzenextrakte und das Trocknen durch übermässiges Erhitzen bewirkt wird. Das schlechteste und unreinste Material wird durch unmittelbares Eintrocknen des ausgeflossenen Milchsaftes an Ort und Stelle gewonnen.

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© Verlag von Julius Springer in Berlin 1900

Authors and Affiliations

  • P. Zelis

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