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Chemie des Rohzuckers

  • O. Wohryzek

Zusammenfassung

Der aus der Zentrifuge kommende Rohzucker besteht aus fast reinen Zuckerkrystallen, die von einer dünnen Schicht zäh anhaftenden, gelb bis braun gefärbten Sirups eingeschlossen sind. Die Sirupschicht läßt sich durch die intensivste Schleuderung nicht abschleudern; sie haftet infolge Adhäsion an den Krystallen fest an. Die Farbe des Rohzuckers setzt sich zusammen aus der Farbe der Zuckerkrystalle und der Farbe des anhaftenden Sirups. Auf die Farbe des Rohzuckers hat die Art der Rübenverarbeitung einen großen Einfluß; eine gut geleitete Reinigung der Säfte ist die erste Bedingung für eine lichte Farbe. Allerdings kann diese auch auf künstliche Weise erzeugt werden. Man muß daher die natürliche Farbe von der künstlichen unterscheiden. Dies ist der Grund dafür, daß die Güte eines Rohzuckers nicht allein nach seiner Farbe zu beurteilen ist. Für die Raffination kommt mehr die Farbe der Zuckerkrystalle als die des Sirups in Betracht. Bei dunkleren Zuckern kann die Farbe der Zuckerkrystalle oft eine lichtere sein als bei hellen. Im ersten Falle war der anhaftende Sirup nur dunkler gefärbt, im zweiten Falle verdeckte die lichtere Sirupfarbe die etwas dunklere Farbe der Krystalle.

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Literatur

  1. Spengler u. Brendel: Z. V. D. Zuckerind. 1926, S. 801.Google Scholar
  2. Tödt: Z. V. D. Zuckerind. 1925, S. 429.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer, Berlin 1914

Authors and Affiliations

  • O. Wohryzek

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