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Zusammenfassung

Jedes Bauwerk bringt durch Entfernen oder Auftragen von Massen Eingriffe in die natürlichen Gleichgewichtsbedingungen und Eigenschaften des Erdbodens. Im Fels werden dadurch nur in besonderen Fällen Veränderungen des natürlichen Verharrens ausgelöst; lockere oder infolge Verwitterung mürbe Gesteine hingegen neigen zu Bewegungen, die oft nur mit hohen Kosten unschädlich zu machen sind. Viele im Bodeninnern steinharte, nur durch Sprengen zu lösende Tongesteine erweichen in Berührung mit Luft und Feuchtigkeit und verlieren dabei den inneren Zusammenhalt. Eine wesentliche Rolle spielt immer das Wasser, das entsprechend der Menge und Größe der Hohlräume in jeder Gesteinsart vorhanden ist oder aufgenommen werden kann. Feuchtigkeit lockert die Verbandsfestigkeit. Ist der Wassergehalt derart reich, daß er als Grundwasser oder „Quelle“ beim Anschneiden auszufließen beginnt, so hat ein Bau außer mit den Schwierigkeiten der Standfestigkeit auch mit denen des Wasserandranges zu kämpfen.

Copyright information

© Verlag von Julius Springer Berlin 1925

Authors and Affiliations

  • J. L. Wilser
    • 1
  1. 1.Universität Freiburg i. Br.Deutschland

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