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Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Frachtengestaltung

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Zusammenfassung

1. Obwohl Kraftwagen und Flugzeug weithin die Aufgabe einer ersten Erschließung weltabgelegener Erdgebiete an sich gezogen haben, ist doch noch immer die Eisenbahn — die nur in ihr gegebene Dreieinigkeit des allen Lasten gewachsenen Weges, des mechanischen und deshalb ebenfalls auf alle Lasten einzurichtenden Motors und nicht zuletzt der straff fahrplanmäßigen Betriebsgestaltung — dasjenige Verkehrsmittel, das in die örtlich oder allenfalls landschaftlich ausgerundete Lebensweise solcher Gebiete die wirtschaftliche Verflechtung mit der Fremde hineinträgt und zum endgültigen Durchbruch bringt. Sie erst hebt die Außenbeziehungen aus einer nebensächlichen Begleit- und Luxuserscheinung, an der nur eine sehr dünne Oberschicht sich beteiligen darf, ein für allemal heraus und macht sie zu einem Wesensbestandteil der tagtäglichen Daseinsführung. Mit der Massenhaftigkeit und namentlich der Regelmäßigkeit ihrer Leistungen gewöhnt sie die Masse des Volkes daran, einen zunehmenden Teil ihres Lebensbedarfs mit Fremdwaren zu befriedigen und sogar die früher ihr unerreichbaren Güter der Ferne bald als unentbehrlich zu empfinden. Und sie zwingt hiermit alle Schichten der Bevölkerung, die eigene Arbeit auf die Gewinnung verkaufsfähiger und in die Fremde hinausgehender Waren einzustellen. Es ist die neue Technik des Transportes schlechthin, die das Neue der Wirtschafts- und Daseinsführung ermöglicht und trägt.

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© Julius Springer in Berlin 1938

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