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Der Entwurf der Schaltanlage

  • Johann Waltjen

Zusammenfassung

Bei der Besprechung des Schaltplanes und der Auswahl der Spannung wurde bereits erwähnt, daß in Schaltanlagen für Zentralen der gesamte Erzeuger-Nennstrom 4000 bis 5000 A nicht überschreiten soll, worin schon ein Spielraum für zukünftige Erweiterung eingerechnet sein sollte. Dies sei hier noch einmal ausdrücklich betont, damit bei Neuanlagen nicht durch die Wahl einer niedrigen Spannung die künftige Erweiterungsmöglichkeit ausgeschlossen wird. Die Erfahrungen lehren, daß beispielsweise in Kraftwerken für Fabriken, deren Entwicklung sich in den meisten Fällen nur schwer voraussehen läßt, die vorhandene Spannung häufig eine Erweiterung der bestehenden Anlage nicht mehr zuläßt, weil die Kurzschlußströme zu groß werden. Für den Übergang auf eine höhere Erzeugerspannung ist es dann oft zu spät, da eine Auswechselung der vorhandenen Motoren gegen neue Hochspannungsmotoren zu kostspielig ist. Deshalb sollte ein jeder Betriebsleiter schon bei der Fabrikgründung alle Entwicklungsmöglichkeiten ins Auge fassen und auch bei der ersten erforderlichen Erweiterung des Kraftwerkes noch einmal die Kurzschlußfestigkeit der Anlage in Hinsicht auf etwaige spätere Erweiterungen überprüfen, zumal es manchmal dann noch ohne übermäßig große Kosten möglich ist, die Erzeugerspannung zu erhöhen.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • Johann Waltjen
    • 1
  1. 1.Siemens-Schuckert-Werke A.-G.Deutschland

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