Füll- und Beschwerungsmittel

  • Heinrich Walland

Zusammenfassung

Als Füll- und Beschwerungsmittel eignen sich in erster Linie anorganische Salze, und zwar lösliche und unlösliche. Die ersteren dringen in die Faser ein und erteilen derselben neben der entsprechenden Fülle auch einen gewissen Griff. Die letzteren dringen in die Faser nicht ein, sondern haften nur an der Oberfläche der Fäden. Das Festhalten der unlöslichen Stoffe an der Faser wird mit Hilfe jener Appreturmittel bewirkt, welchen eine Klebkraft zukommt (Stärke, Mehl, Stärkeleim, Mehlleim, Dextrin, Leim, Gummi, Pflanzenschleime Albumin, Harze usw.). Der unlöslichen Stoffe bedient man sich, wenn man einer schütteren Ware ein besonders hohes Gewicht verleihen will, um eine dichte Ware vorzutäuschen. Es gibt aber Verfahren, nach welchen man mit einem unlöslichen Stoff auch das Innere der Faser füllen kann. Zu diesem Zwecke benötigt man zwei Lösungen, welche unter Bildung eines unlöslichen Stoffes aufeinander einwirken. Man zieht die Ware zuerst durch die eine, dann durch die andere Flüssigkeit; da beide Löisungen in die Faser eindringen, kommt es auch innerhalb derselben zur Ausscheidung des unlöslichen Stoffes. Allerdings wird der Eintritt der zweiten Flüssigkeit in die Faser durch den sich zuerst an ihrer Oberfläche bildenden Niederschlag etwas gehindert,um so mehr, je gallertiger der letztere ist.

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© Berlin Verlag von Julius Springer 1925

Authors and Affiliations

  • Heinrich Walland
    • 1
  1. 1.BundeslehranstaltWien, IDeutschland

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