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Zusammenfassung

Auf dem letzten Nordwestdeutschen Gynäkologen-Kongress in Hamburg habe ich über einen sehweren Fall von Präeklampsie berichtet, der schwerste Augenhintergrundsveränderungen und insbesondere schwere Veränderungen an den Netzhautgefässen nachweisen liess. Ich muss auf diesen Fall noch einmal kurz zurückkommen, da er auch Veranlassung mit zu den Untersuchungen gab, über die ich Ihnen heute berichten zu dürfen bitte. Es handelte sich um eine 25jährige Erstgebärende mit dem Vollbilde der Präeklampsie. Als ich die Patientin am 18. Juni 1927 abends zum ersten Male untersuchte, konnte ich bei sonst regelrechtem Befund an den Ästen der Zentralarterie beiderseits ständig wechselnde und rasch ablaufende krampfhafte Kontraktionszustände beobachten. Die Gefässäste waren bald hier, bald dort, an umschriebener Stelle oder auf längere Strecken hin mehr oder wemger hochgradig verengt und liessen kurze Zeit darauf die soeben befallenen Partien wieder gut gefüllt in normaler Konfiguration hervortreten. Die Venenfüllung war beiderseits etwa als normal zu bezeichnen. Am 20. Juni abends hatte sich der klinische Befund wesentlich verschlechtert und auch ophthalmoskopisch trat diese Verschlechterung deutlich in die Erscheinung. Da der Prozess also progredient war, wurde von nun an in stündlichen Interwallen von Herrn Privatdozent Dr. Haselhorst aus der Universitäts-Frauenklinik der Befund an den Fingerkapillaren und von mir am Augenhintergrund festgestellt.

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Copyright information

© Verlag von J. F. Bergmann 1929

Authors and Affiliations

  • Karl Mylius
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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