Zusammenfassung

Von jeher hat in der Glaukomforschung die Frage eine grosse Rolle gespielt nach dem Zustandekommen der flachen Yorderkammer, die man bei vielen Glaukomaugen antrifft. Man hat wiederholt die Ansicht geäussert, dass durch Vermehrung des Volumens des hinteren Augenabschnittes die Iris und Linse naeh vorn gedrückt würden, wodurch eine Abflachung der Vorderkammer sich einstelle. Eine Volumenvermehrung im hinteren Augenabschnitt könnte durch vermehrte Blutfülle der Aderhautgefässe, durch Volumenzunahme des Glaskörpers oder durch eine solehe der Linse hervorgerufen werden. Seit langem ist bekannt, dass tatsächlich im späteren Lebensalter der Linsendurchmesser zunimmt, wie auch die Spaltlampenuntersuchungen der letzten Jahre von neuem gezeigt haben. Noch ungeklärt ist die Frage, ob auch das Glaskörpervolumen unter bestimmten Umständen anwachsen kann, wofür vielleicht gewisse klinische Anhaltspunkte vorhanden sind, die zu der Annahme des sog. Glaucoma posterius führten. Ich habe deshalb auf Veranlassung von Professor Seidel versucht, dureh möglichst exakte physikalische Experimente die Frage, ob unter gewissen Umständen eine Volumenvermehrung des Glaskörpers eintreten kann, einer experimentellen Prüfung zu unterziehen, und möchte im folgenden kurz über diese Versuche berichten.

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Copyright information

© Verlag von J. F. Bergmann 1929

Authors and Affiliations

  • E. Lobeck
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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