Tuberkulose und Umwelt

  • Hellmuth Ulrici

Zusammenfassung

Die Entwicklung der Tuberkulosegesetzgebung und die Organisation zur Bekämpfung der Tuberkulose im Deutschen Reich. Die Bekämpfung der Tuberkulose als Volkskrankheit stützt sich auf gesetzliche Regelung. Das erste bedeutungsvolle Gesetz dieser Richtung ist das preußische Gesetz zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten vom 28. VIII. 1908, das dem behandelnden Arzt, deni Haushaltungsvortand, den Pflegepersonen pp., dem Wohnungsinhaber, Leichenschauer oder dem Krankenhausleiter die Meldung der Todesfälle an Lungen- und Kehlkopftuberkulose vorschreibt. Ein eigentliches Tuberkulosegesetz stellt das preußische Gesetz zur Bekämpfung der Tuberkulose vom 4. VIII. 1923 vor, das die Meldung jeder ansteckenden Erkrankung und jedes Todesfalles an Lungen- und Kehlkopftuberkulose an den beamteten Arzt vorschreibt. Eine erste Abänderung vom gleichen Tage legt den Fürsorgestellen für Lungenkranke die Verpflichtung auf, die Fürsorgemaßnahmen im Benehmen mit dem behandelnden Arzt zu treffen und Anträge an die Gemeinden und andere Stellen zu richten. Die zweite Abänderung dieses Gesetzes vom 24. III. 1934 erweitert die Meldepflicht auf die Todesfälle an Tuberkulose jeder Art und auf jede Erkrankung an Hauttuberkulose und den Verdacht dieser Erkrankung. Dieser Entwicklung in Preußen ging eine gleichsinnige Entwicklung in den anderen deutschen Ländern teils voraus, teils parallel, teils folgte sie ihr nach.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin 1944

Authors and Affiliations

  • Hellmuth Ulrici
    • 1
  1. 1.Sommerfeld (Osthavelland)Deutschland

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