Heizrohr-, Flammrohr- und Wasserrohrkessel und ihre Eignung als Hochleistungskessel

  • Hans Thoma

Zusammenfassung

Zur Erzielung hoher Kesselleistungen eignen sich vor allem Wasserrohrkessel, welche ja auch in den letzten Jahren sowohl für Schiffs-, als auch für Landkesselanlagen allgemeinen Eingang gefunden haben. Es sind zwar Zylinderkessel der älteren Schiffskesselbauart mit Flammrohren und daran anschließender Feuerbuchse, in welche die rückkehrenden Heizrohre einmünden, bezüglich der verbrennungstechnischen Eigenschaften ihrer Feuerräume keineswegs schlechter als die üblichen Wasserrohrkessel, wenigstens soweit es sich um die Verfeuerung hochwertiger Kohlen handelt. Aber Zylinderkessel sind wie alle Lokomotiv- und Flammrohrkessel empfindlich gegen das oft notwendige schnelle Anheizen oder auch gegen örtliche übererwärmung der Heizflächen, wie sie namentlich bei mangelhafter Reinigung der Heizfläche häufig auftritt. Der mechanische Aufbau dieser Kessel gleicht nämlich einem starren kastenförmigen Gebilde, dessen einzelne Teile durch Anker und Träger steif miteinander verbunden sind. Ungleichmäßige Wärmedehnungen führen hier erfahrungsgemäß zu Lockerung der Metnähte oder zur Yerbiegung und überbeanspruchung der Feuerbuchswandungen. Bei den Wasserrohrkesseln bilden dagegen die einzelnen Teile, besonders wenn sie durch gekrümmte, verhältnismäßig dünne Wasserrohre miteinander verbunden sind, ein recht elastisches Ganze, so daß ein fast ungehindertes Arbeiten, d. h. eine zwanglose Ausdehnung und Wieder-zusammenziehung unter dem Einfluß wechselnder Erwärmung erreicht wird.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • Hans Thoma
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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