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Einleitung

  • Robert Tern

Zusammenfassung

Schon vor dem Weltkriege, der dem deutschen Volke und seiner Wirtschaft so unheilvoll wurde, ist die Bedeutung der deutschen Seefischerei für unsereVolkswirtschaft gebührend gewürdigt worden. Aber trotzdem diese Würdigung keine rein theoretische blieb, sondern sich praktisch in der staatlichen und kommunalen Förderung, in der Unterstützung von großen Verbänden, insbesondere der deutschen Fischereivereine und in einer ständig steigenden Betätigung des Großkapitals und des Unternehmertums bekundete, ist die deutsche Seefischerei eigentlich immer ein Schmerzenskind der deutschen Volkswirtschaft gewesen. Hier wirkten in erster Linie die gegebenen, natürlichen und sehr ungünstigen Verhältnisse mit. Dem großen Hinterlande stehen verhältnismäßig großeKüsten gegenüber, die obendrein noch weit von den ertragreichsten Fangplätzen der Hochsee abgelegen sind. Dann ist die Größe der Entfernungen zum Hinter- und Absatzgebiet schwerwiegend, und schließlich noch eine im deutschen Volke, namentlich in Süddeutschland vorhandene Abneigung gegen den Seefisch, die auch heute noch nicht überwunden ist. Dazu kamen noch technische, organisatorische und handelsmäßige Hemmungen, die der etwas künstlich hochgezüchteten Seefischerei und ihren Parallelzweigen, dem Fischhandel und der Fischindustrie Schwierigkeiten bereiteten, welche immerhin nicht nur als Kinderkrankheiten gewertet werden durften.

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Copyright information

© Verlagsbuchhandlung Julius Springer, Berlin 1924

Authors and Affiliations

  • Robert Tern
    • 1
  1. 1.LINDRING Actiengesellschaft für industrielle UnternehmungenDeutschland

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