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Brücken [6]

Zusammenfassung

Im Brückenbau spielte früher das Holz neben dem Stein die wichtigste Rolle. Infolge der ständigen Zunahme der Achsdrücke und der dynamischen Erschütterungen ist das Gebiet des Eisenbahnbrückenbaus dem Holzbau restlos verlorengegangen. Auch für Straßenbrücken kommt Holz als Baustoff im allgemeinen bei Nebenstraßen im Mittelland und Gebirge — selbst bei Verwendung neuzeitlicher Verbindungsmittel— immer seltener in Frage. Zweckmäßig und wirtschaftlich ist unter Umständen das Holz beim Bau von Werks- und Transportbahnen, Verladeanlagen, besonders dann, wenn ihre Lebensdauer beschränkt ist, und bei sog. Gerüstbrücken. Hier liegt bei Talübergängen die Fahrbahn sehr hoch, der Raum unter der Brücke kann meist durch hölzerne Joche im Abstand von 6–10 m verbaut werden. Der Überbau, der gegenüber dem Unterbau in den Hintergrund tritt, besteht aus einfachen oder verdübelten Balken, unter Umständen unter Zuhilfenahme von Sprengwerken. Sehr zweckmäßig ist in diesem Falle die Verwendung von Lärchenholz. Jedenfalls wird man das Holz unter allen Umständen imprägnieren. Beigrößeren Spannweiten—auch bei Notbrücken — verwendet man heute gemischte Konstruktionen, indem man als Hauptträger I-Stähle wählt, während alle anderen Teile des ÜberbausQuerträger, Längsträger und Fahrbahntafel (Bohlenbelag) — und der Unterbau (Joche) aus Holz bestehen.

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Hinweise

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1939

Authors and Affiliations

  • W. Stoy
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule BraunschweigDeutschland

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