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Der Umfang der Subventionierung der Seeschiffahrt

  • Friedrich P. Siegert

Zusammenfassung

Bei dem Versuch, internationale Vergleiche über den Umfang der Subventionierung der Seeschiffahrt anzustellen, stößt man auf die gleichen Schwierigkeiten, wie sie in der international-vergleichenden Statistik auftreten: „Die Finanzverfassung und die als Quelle für eine Finanzstatistik in Betracht kommenden Budgets und Schlußberechnungen hängen mit den politischen und Verwaltungsinstitutionen der einzelnen Länder sehr eng zusammen. Die wirtschaftlichen strukturellen und staatsrechtlichen Verhältnisse, die Aufgabenverteilung zwischen Staat und Kommune und schließlich die speziell budgettechnischen Gewohnheiten sind in einem jeden Staate so verschieden, daß sich einer einheitlichen Erfassung und einem korrekten Vergleich nahezu unüberwindliche Schwierigkeiten entgegenstellen1.“ Der internationalen Erfassung der Seeschiffahrtssubventionen stellen sich außerdem noch eine ganze Reihe anderer Hemmnisse in den Weg: So sind vielfach eine Reihe von Staaten bemüht, die Höhe der Seeschiffahrtssubventionen nicht in ihrem ganzen Umfang der Öffentlichkeit mitzuteilen. Zweitens aber liegen die Schwierigkeiten in der Struktur der Seeschiffahrtssubventionen selber begründet. Während die unmittelbaren Subventionen noch relativ leicht erfaßbar sind, weil sie im allgemeinen in den Staatshaushaltsplänen aufgeführt werden oder zur Not und unter Umständen auch berechnet werden können, entziehen sich aber die mittelbaren Subventionen, wie sie auf S. 31ff. dargestellt werden, in der Regel vollkommen der statistischen Erfassung. Die Subventionierung durch Vorbehalt der Küstenschiffahrt für die nationale Flagge, Maßnahmen der Zoll-, Steuer- und Auswandererpolitik, Ermäßigung der Hafen- und Kanalgebühren, Vorzugstarife und wie sie alle heißen, ist in ihrer tatsächlichen Höhe nie und auch schätzungsweise nur äußerst selten zu erfassen, ganz zu schweigen von Seeschiffahrtssubventionen, die auf dem Wege von „Ablenkungsvorgängen“ der Seeschiffahrt zufließen.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer, Berlin 1930

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  • Friedrich P. Siegert

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