Zusammenfassung

Nachdem die geologischen Verhältnisse eines mit Wahrscheinlichkeit ölhaltigen Gebietes aus den an der Erdoberfläche sich bietenden Aufschlüssen soweit wie möglich geklärt sind, wird man dazu übergehen, auch die Lagerungsverhältnisse im Untergrund festzustellen. Dies geschieht durch Seicht- und Tiefbohrungen. Zum Unterschied von den Bohrungen, welche nur den Zweck verfolgen, nutzbare Mineralien in der Tiefe festzustellen, sind die Bohrungen auf Erdöl überwiegend Bohrungen, welche lediglich Produktionszwecken dienen. Ja, der Sondenbetrieb war bisher fast ausschließlich diejenige Betriebsweise, vermittels welcher das Öl aus der Tiefe zutage gefördert wurde. Jedoch ist ausschließliche Ölförderung durch Tiefbohrlöcher in der Mehrzahl der Fälle nur eine Art Raubbau und jedenfalls eine extensive Wirtschaftsform, da sich herausgestellt hat, daß der weitaus größte Teil des in der Lagerstätte vorhandenen Erdöls durch Bohrlöcher allein nicht zu gewinnen ist. Diese Erkenntnis führte in der Not des Krieges in Deutschland dazu, an Stelle der extensiven, nur eine gewisse Übersättigung der Lager bei ihrer Ausbeutung berücksichtigenden Gewinnungsweise durch Bohrlöcher die intensive Ausbeutung durch Schacht-und Streckenbetrieb zu setzen. Die Tiefbohrungen sind und bleiben indessen die Vorstufe für den Schachtbetrieb.

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© Julius Springer in Berlin 1927

Authors and Affiliations

  • Gottfried Schneiders

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