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Veränderungen im Eisen und Stahl bei der Erhitzung und Abkühlung

  • Rudolf Schäfer

Zusammenfassung

Dem Konstrukteur ist die Tatsache geläufig, daß das Eisen bei gewöhnlicher Temperatur magnetisierbar oder, wie allgemein gesagt wird, magnetisch ist, d. h. es besitzt die Eigenschaft, von einem Magneten angezogen zu werden oder auch eine Magnetnadel abzulenken. Wird dagegen bei einer bestimmten Temperatur erhitztes Eisen an einer Magnetnadel vorbeigeführt, so schlägt sie nicht aus, das Eisen ist durch die Erwärmung unmagnetisch geworden. Dieser Fall tritt dann ein, wenn die Temperatur 769° C erreicht hat, d. h. oberhalb dieser Temperatur ist das Eisen unmagnetisch, kühlt es sich unter diese Temperatur ab, so wird es wieder magnetisch. Hieraus folgt, daß das Eisen während der Erhitzung in einen anderen Zustand übergeht, der vollständig verschieden von dem erkalteten Eisen ist. Diese verschiedenen Zustandsformen des Eisens, die man auch als allotrope Zustände, allotrope Modifikationen oder kurz als Modifikationen, auch Phasen bezeichnet, sind außerordentlich wichtig nicht nur für den Konstrukteur, sondern auch für den Stahlhärter, der über die Zustandsänderungen von Eisen und Stahl wohl unterrichtet sein muß, wenn er seine Arbeit erfolgreich durchführen will.

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References

  1. 1).
    Der Linienzug wurde nach dem Verfahren von Le Chatelier-Saladin erhalten. Eine genaue Beschreibung dieses Verfahrens findet sich in Brearley-Schäfer, Die Werkzeugstähle und ihre Wärmebehandlung.3.Aufl., S. 300. Berlin 1922. Julius Springer.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1923

Authors and Affiliations

  • Rudolf Schäfer

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