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Einführung in das Gebiet der chronischen diffusen Leberentzündungen, der Lebercirrhosen

  • F. Rosenthal
Part of the Fachbücher für Ärzte book series (FACHAERZT OBA, volume 16)

Zusammenfassung

Wer die Lehre von den Lebercirrhosen bis zu ihren Anfängen zurückverfolgt, wird zunächst feststellen müssen, daß der im Jahre 1819 durch Laennec in die Literatur eingeführte Name einen an Inhaltslosigkeit und Unklarheit kaum zu übertreffenden Begriff darstellt. Er war nichts mehr als eine nichtsbesagende Farbenbezeichnung (χιϱϱός = schmutziggelb), die nur ein unwesentliches, und nicht einmal konstantes makroskopisches Zeichen des Krankheitsprozesses festhielt, und der Name war auch wegen seines sprachlichen Anklanges an den Scirrhusbegriff unglücklich gewählt; denn Laennec lehnte den Scirrhus für das Wesen des cirrhotischen Prozesses ausdrücklich ab, obwohl er noch durchaus in der Anschauung eines echten Neubildungsvorganges befangen war. So fügt Laennec der Beschreibung seines Falles folgende Fußnote bei: „Dies ist eine Art derjenigen Neubildungen, welche man unter dem Namen Scirrhus zusammenwirft. Ich glaube sie ihrer Farbe wegen als Cirrhose bezeichnen zu müssen. In dem Maße, wie die Cirrhosen sich entwickeln, wird das Lebergewebe absorbiert und schwindet vollständig. Das Organ wird dabei verkleinert. Diese Neubildung entwickelt sich auch in anderen Organen und erweicht schließlich wie alle anderen Neubildungen.“ Der Schöpfer des Cirrhosebegriffes hat somit das eigentliche Wesen des anatomischen Prozesses völlig verkannt.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1934

Authors and Affiliations

  • F. Rosenthal
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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