Gehirn

(Schaf, Kaninchen)
  • Paul Röseler
  • Hans Lamprecht

Zusammenfassung

Mit Hilfe von Hammer und starkem Messer erweitern wir das zur Konservierung des Gehirnes im Schädeldach angelegte Fenster in dem Umfange wie es Fig. 410 zeigt. Zunächst werden die Längsschnitte angelegt. Dieselben dürfen nicht zu nahe am Auge entlang geführt werden und müssen ziemlich senkrecht nach unten gerichtet sein. Liegt der Schnitt zu weit nach außen, so hat man nachher nicht genügend Widerstand, wenn man die mittleren Schädeldeckenteile abheben will. Die seitlichen Schnitte treffen auf beiden Seiten. die Stirnhöhlen. Man tut gut, nach Eröffnung derselben das obere Dach der Höhle abzubrechen. Die seitlichen Schnitte laufen von der Nasenwurzel durch die Stirnhöhlen und führen auf der Hinterseite gegen das Hinterhauptsloch schwach median geneigt durch die Condyli (Fig. 411). Nach Fertigstellung der Seitenschnitte werden mit der Säge oder mit Messer und Hammer die Querschnitte I–III (Fig. 410) ausgeführt. Man hebt dann die umschnittenen Vierecke der Schädeldecke einzeln heraus, indem man in die Seitenschnitte einen Meißel einsetzt und als Brechstange benutzt. Die Stütze bieten dabei die lateralen Schädelteile. Hat man eine Knochenplatte etwas angehoben, so fährt man mit einem Skalpell zwischen Knochen und Dura mater und trennt die Knochentrapeze ab. An dem durch die Hinterhauptshöcker gehenden Knochenstücke muß man besonders vorsichtig sein, daß man nicht das Kleinhirn mit der Dura vom Großhirn abreißt. Die Präparation gelingt übrigens um so leichter, je länger das Material in der Kon­servierungsflüssigkeit gelegen hat.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1914

Authors and Affiliations

  • Paul Röseler
    • 1
  • Hans Lamprecht
    • 2
  1. 1.Luisenschule zu BerlinDeutschland
  2. 2.Friedrichs·Werder·Schen Oberrealschule zu BerlinBerlinDeutschland

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