Kunstseide aus Zelluloseverbindungen

  • Franz Reinthaler

Zusammenfassung

Während die bis jetzt besprochenen Verfahren, von Zellulose ausgehend, eine Kunstseide liefern, die wesentlich wieder aus Zellulose besteht, gibt es auch Herstellungsarten, die zwar ebenfalls die Zellulose als Rohstoff benützen, wobei aber die fertigen Fäden aus einer chemischen Verbindung der Zellulose bestehen und infolgedessen z. T. ganz andere Eigenschaften aufweisen als die Zelluloseseiden. Die mit der Zellulose chemisch verbundenen Stoffe sind entweder die Essigsäure (Azetatseide) oder der Äthylalkohol (Ätherseide), obwohl man zur Darstellung andere, reaktionsfähigere Verbindungen verwendet, die die Azetyl-. bzw. Äthylgruppe enthalten. Von wem und wann zuerst Azetatseide versuchsweise hergestellt wurde, läßt sich nicht mit Sicherheit feststellen; jedenfalls findet sich in dem 1910 erschienenen Buche A. Herzogs über die Unterscheidung der natürlichen und künstlichen Seiden bereits Azetatseide der Henckel-Donnersmarkschen Werke beschrieben. Die fabrikmäßige Erzeugung ist aber viel jüngeren Datums; sie wurde anscheinend zuerst in den Vereinigten Staaten aufgenommen und dann 1920 auch in England. Die Herstellung der Ätherseide steckt noch im Versuchsstadium.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1926

Authors and Affiliations

  • Franz Reinthaler
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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