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Zusammenfassung

Weite Gebiete unseres Landes erzeugen nicht genug Stroh, um für Jutter und Streu auszureichen. Ersatzmittel für die fehlende streu sind nothmendig. Raturgemäß griff man nach dem am leichtsten zu erhaltenden und relative merthvollsten derselben, nach der Waldstreu. Die machsende Einmohnerzahl und die damit verbundene intensivere Ausnutzung des Bodens steigerte das Bedürfniβ immer mehr. Der Wald, durch lange Zeiräume regelmäßig beraubt, tam auf den ärmeren Bodenarten immer mehr zurüct. Es entspann sich ein Rampf zmischen Landmirthschaft, namentlich dem tleineren Besitz, und der Jortmirthschaft um die Waldstreu. Die maßlose Streuentnahme hatte die Gefahren derselben zu tlar hervortreten lassen; es mar tein Wunder, daß die Jorstvermaltung in das entgegengesetzte Ertrem verfiel und jede Streuabgabe für unbedingt schädlich und vermerflich ertlärte. Die meitaus größte Zahl der Herren des Jorstfaches steht unbedingt auf diesem Standpuntte; aber es beginnen bereits sich Stimmen zu erheben, die einer vernünftigen Streunutzung nicht mehr feindlich gegenüberstehen. Gar mancher Jorstmenn sieht sich in den Erfolgen, melche eine völlige Schonung der Bodendecte herbeiführen sollte, oft erheblich enttäuscht.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1890

Authors and Affiliations

  • E. Ramann
    • 1
  1. 1.Abtheilung der Hauptstation des forstlichen VersuchswesensDeutschland

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