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Zusammenfassung

Was dann weiter die personelle Seite der Börsenverfassung anlangt, so hat sich die bis 1914 zu beobachtende strukturelle Veränderung (I) in der Zeit bis 1931 fortgesetzt. Namentlich in der Inflationszeit hat die Zahl der Börsenbesucher ständig zugenommen; die Höchstzahl wird am 15. Januar 1926 mit 2565 angegeben, gegen 1874 im Jahre 1914. Rein organisatorisch gesehen, ist diese Vermehrung der Börsenbesucher notwendig, und man könnte sogar sagen, nicht unzweckmäßig gewesen. Die fortschreitende Geldentwertung hatte sozusagen alle Werte in Bewegung gesetzt: der Handel in Devisen, Effekten und Sachwerten blühte, wie nie zuvor. Der Hochflut des Papiergeldverkehrs bei der Reichsbank, dem riesenhaften Anschwellen des Effektengeschäfts bei den Banken entsprach die täglich sich steigernde Masse der Abschlüsse an der Börse. Angenommen: die Berliner Börse wäre nach dem Idealbild (I) organisiert gewesen, diesen Massenverkehr hätten die bei einer solchen Verfassung vorhanden gewesenen Organe ohne entsprechende Hilfe auch nicht bewältigen können. Vielleicht war sogar die Organisation der Berliner Börse besser geeignet, einem solchen Ansturm zu genügen, indem einfach immer neue Kräfte sozusagen mit eigener Verantwortung einsprangen, um sich in dem anschwellenden Handel zu betätigen.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer, Berlin 1932

Authors and Affiliations

  • W. Prion
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule und an der Universität BerlinDeutschland

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