Zusammenfassung

1. Von der Vorbildung (1.) und der Ausbildung (2.) ist endlich die Fortbildung zu unterscheiden: das ist die Weiterbildung des berufs-tatigen Ingenieurs. Dem Ingenieur geht es wie den meisten Akademikern und Nichtakademikern: die Anwendung des Gelernten erfolgt auf einem kleinen Fachgebiet, das Konnen wird zu einem Fachkönnen, es betrifft nur noch einen kleinen, den kleinsten Ausschnitt aus dem großen Ar-beitsbereich der Technik, dieses Gebiet wird bis zum letzten intensiviert — der Ingenieur ist ein Fachmann auf seinem Arbeitsplatz geworden, In der ersten Zeit nach Verlassen der Hochschnle wird er sogar alle Fähigkeiten benutzen und alle Anstrengungen aufbringen müssen, um sich mit seiner Aufgabe vertraut zu machen und seinen Posten aus-zufüllen. Hat er die Routine erlangt, dann muß er sich in der Regel entscheiden, ob er in dieser Routine aufgehen, oder ob er sich, auch noch für andere Aufgaben frei halten will. Nicht immer führt sein Wille allein die Entscheidung herbei: die Sicherheit der Stellung oder Familien-verhältnisse schläfern nach und nach seinen Entschluß ein, über seine Tätigkeit hinaus nachzudenken. Der Ingenieur wird, wie viele andere auf anderen Gebieten, einseitiger Fachmann, dem schließlich jeder Wechsel der Tätigkeit eine Störung seiner bequem gewordenen Routine bedeutet.

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© Julius Springer in Berlin 1930

Authors and Affiliations

  • W. Prion
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule zu BerlinDeutschland

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