Inflation und Depositen

  • W. Prion
Chapter

Zusammenfassung

1. Wir hatten gesehen, daß die den Einzelwirtschaften zugeführte Kaufkraft nicht samt und sonders auf die Kriegsanleihe an das Reich zurückgeflossen ist. Wo ist der andere Teil geblieben? Es ist notwendig zu wiederholen, daß jeder Einkommensbezieher „ wenn man von den auf seinem Einkommen ruhenden Steuern (vgl. V) absieht „ über sein Einkommen frei verfügen kann. Er wird naturgemäß in erster Linie die zu seinem Lebensunterhalt erforderlichen Bedürfnisse zu befriedigen suchen. Daneben kann er auch reichliche Mittel für Luxusbedürfnisse aller Art ausgeben. Endlich kann er Teile des Einkommens dazu verwenden, um seine Produktionseinrichtungen zu verbessern, ergänzen, erweitern— che er an die Zeichnung von Kriegsanleihe oder an die Anlegung seiner Kaufkraft in anderen Anlagen denkt. Innerhalb der drei ersten Möglichkeiten kann sich aber die Kaufkraft voll in der Preisbildung auswirken. Daran wird man zu denken haben, wenn man von den Formen spricht, mittelst deren die Kaufkraft unmittelbar- sei es dauernd oder nur vorübergehend — vom Gütermarkt abgezogen werden kann. Denn immer erst nach Befriedigung des einen oder anderen der vorgenannten Bedürfnisse werden andere Teile der Kaufkraft dazu verwendet, um Kriegsanleihe zu zeichnen (II) oder andere Wertpapiere zu kaufen (III) oder Einlagen bei den Kreditinstituten zu machen.

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© Julius Springer in Berlin 1919

Authors and Affiliations

  • W. Prion
    • 1
  1. 1.HandelshochschuleBerlinDeutschland

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