Fluorescenz und Phosphorescenz organischer Verbindungen

  • Peter Pringsheim
Part of the Struktur der Materie in Einzeldarstellungen book series (STRUKTUR, volume 6)

Zusammenfassung

Entsprechend der historischen Entwicklung gehen alle älteren Darstellungen der Photoluminescenz organischer Verbindungen von den ersten auf diesem Gebiet bekannten Erscheinungen, der Fluorescenz von Farbstofflösungen aus, die durch ihre Intensität und die günstige Lage im sichtbaren Teil des Spektrums am leichtesten zur Beobachtung gelangen konnten. Um zu einem mehr theoretischen Verständnis oder auch um zu etwas allgemeiner gültigen Gesetzmäßigkeiten vorzudringen, scheint dies ein ungewöhnlich ungünstiger Ausgangspunkt; denn nicht nur sind die Stoffe, die hier in Betracht kommen, von ganz besonders kompliziertem Bau, so daß es sehr schwer fällt, festzustellen, welchen einzelnen Baustein des Moleküls eine bestimmte Funktion zugeschrieben werden muß, sondern allein schon der Umstand, daß es sieh immer um Lösungen handelt und daß die Natur des Lösungsmittels von ausschlaggebender Bedeutung für das Zustandekommen der Luminescenz sein kann, erschwert sehr die Erkenntnis des Grundphänomens. So ist, um nur ein Beispiel zu nennen, viel Arbeit verwandt worden auf der Suche nach gemeinschaftlichen Merkmalen, welche die fluorescierenden Farbstoffe gegenüber den nicht leuchtfähigen auszeichnen — aber wieder entsprechend dem natürlichen Fortgang der experimentellen Unternehmungen ausschließlich in wässerigen oder alkoholischen Lösungen, während es sich später zeigte, daß etwa in Gelatine oder Zucker gelöst viele Substanzen der ersten Gruppe angehören, die, solange man nur Beobachtungen an den flüssigen Lösungen kannte, als nicht fluorescenzfähig gelten mußten.

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© Julius Springer in Berlin 1928

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  • Peter Pringsheim

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