Leuchtdauer und Polarisation der Fluorescenzstrahlung von Gasen und der Einfluß magnetischer und elektrischer Felder

  • Peter Pringsheim
Part of the Struktur der Materie in Einzeldarstellungen book series (STRUKTUR, volume 6)

Zusammenfassung

Nach der klassischen Theorie wird der durch ein quasielastisch gebundenes Elektron dargestellte Resonator, indem er auf irgendeine Weise, etwa durch Absorption von Strahlung seiner Eigenfrequenz, zum Schwingen gebracht wird, seinerseits Strahlung der gleichen Frequenz aussenden, solange der Schwingungsvorgang fortdauert. D. h. auch nach Aussetzen des Erregungsprozesses wird die Emission noch so lange anhalten, bis die Amplitude des Resonators infolge seiner Energieabgabe durch die Strahlung wieder unendlich klein geworden ist — falls nicht noch anderweitige Kräfte eine raschere Dämpfung verursachen. Nach DRUDE berechnet sich diese Abklingungszeit bei bloßer Strahlungsdämpfung für die Wellenlängen des sichtbaren Spektralgebietes von der Größenordnung 10-8 sec; der Verlauf der Abklingungskurve ist exponentiell. Wenn wie bei der optischen Erregung von Resonanzstrahlung eine große Zahl von Resonatoren gleichzeitig in Schwingung versetzt wird, so wird in diesen allen der Vorgang parallel ablaufen, der Abklingungsprozeß im ganzen Gasvolumen ist nur eine vielfache gleichzeitige Wiederholung des einzelnen Elementarprozesses.

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© Julius Springer in Berlin 1928

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  • Peter Pringsheim

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