Die Folgen mechanischer Reizung

  • Ernst G. Pringsheim

Zusammenfassung

An uns selbst und am tierischen Organismus erscheint uns die Reizbarkeit für mechanische Eingriffe, wie Schlag, Stoß, Berührung, als das einfachste, selbstverständlichste und deshalb ursprünglichste Empfindungsvermögen. Ein Tier, das auf direktes Anfassen nicht reagierte, würde uns schon einen ganz besonders stumpfsinnigen Eindruck machen. Und hören wir, daß im Verlaufe gewisser Krankheiten ein Glied empfindungslos für mechanische Reize wird, so können wir es uns kaum mehr als lebend vorstellen. — Anders als der tierische Organismus verhält sich dem Anschein nach die festgewachsene Pflanze, deren Tastreizbarkeit wenig offensichtlich ist. Leicht kenntlich ist diese Fähigkeit nämlich nur in besonderen Fällen, meist in Verbindung mit speziellen Anpassungen, so daß ihr Nutzen ohne weiteres einzusehen ist. Man muß aber trotzdem wohl annehmen, daß ihr die Anlage zur Empfindung von Berührungen von ihren Vorfahren überkommen ist.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1912

Authors and Affiliations

  • Ernst G. Pringsheim
    • 1
  1. 1.Universität HalleDeutschland

Personalised recommendations