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Die Quarzlampe für Wechselstrom

  • J. C. Pole

Zusammenfassung

Eine Lichtbogenentladung zwischen Metallelektroden kann mit Wechselstrom in der Regel nur dann aufrechterhalten werden, wenn die Spannung sehr hoch, ungefähr von der Ordnung 103 Volt, oder die Frequenz sehr groß, etwa von der Ordnung 105 pro Sek. und darüber ist1). Der Grund davon liegt in der oben flüchtig erwähnten Unipolarität des Lichtbogens; denn der Bogen kann nicht eher zustande kommen, als bis die Kathode in einen eigentümlichen Zustand versetzt („erregt“) worden ist, in dem sie hochionisierte Dämpfe in die Strombahn aussenden kann. Da dazu vor allem hohe Temperatur1), also ein gewisser Energieumsatz oder Minimalstrom an der negativen Elektrode notwendig ist und Metallelektroden die Wärme sehr rasch verlieren, so erlischt ein Wechselstrombogen zwischen Metallelektroden unter niedriger Frequenz bei jeder Umkehr der Polarität und muß in jeder Periodenhälfte neu gezündet werden, so daß die Entladung im Grunde aus periodischen Wechseln einer Lichtbogenphase und einer darauffolgenden Glimmstromphase in den restlichen ionisierten Dämpfen besteht. Der Glimmstrom schlägt nicht eher in Lichtbogen über, als bis die Elektrodenspannung eine gewisse Höhe erreicht hat. Die Folge davon ist die bekannte vordere Spannungsspitze in den Oszillogrammen von Wechselstrombögen), die desto stärker ausgeprägt ist, je rascher die Wärme von den Elektroden entweichen kann und je kleiner die Selbstinduktion des Stromkreises ist. Denn bei genügender Phasennacheilung des Stromes gegenüber der EMK hat die Elektrodenspannung Zeit, einen hinreichend hohen Wert zu erreichen, um gleich nach dem RichtungsWechsel des Stromes den Bogen wieder zu zünden.

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Literatur

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1914

Authors and Affiliations

  • J. C. Pole
    • 1
    • 2
  1. 1.WienAustria
  2. 2.Cooper Hewitt Electric Co.HobokenUSA

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