Die Erhöhung der Geschäftsunkosten durch Fahrrad und Telephon

  • Ernst Pieschel

Zusammenfassung

Unsere neuzeitlichen Geschäftsverhältnisse erfordern vom Geschäftsinhaber nicht nur Energie und Umsicht, sondern auch schnelles Handeln und schnelle Erledigung der Aufträge. Der Kleinbetrieb muß ebenso wie der Großbetrieb die neuesten technischen Hilfsmittel anwenden und genügend ausnützen, um vor allen Dingen Zeit zu sparen, „Zeit ist Geld“, und je mehr an Zeit gespart wird, desto billiger wird die Arbeit und desto konkurrenzfähiger wird das Geschäft. Bei manchem Kleingewerbetreibenden in kleinen Städten oder auf dem Lande ist die Zeit nach seiner Ansicht noch nicht so wertvoll wie bei seinem Kollegen in der größeren Stadt oder im Industriezentrum. Trotzdem nimmt der Betriebsbereich des kleinsten Schmiedemeisters auch auf dem Lande immer mehr an Ausdehnung zu, sodaß viel Zeit verloren geht, um den Weg von der Werkstatt bis zur Arbeitsstelle zurückzulegen. Hier tritt das Fahrrad als Zeitersparer auf, da es nur den 4. Teil der Zeit im Vergleich zum Fußgänger beansprucht. Man sieht den Meister, den Gehilfen und die Lehrlinge fleißig das Fahrrad benutzen. Die durch die Benutzung der auf Geschäftsunkosten anzuschaffenden Fahrräder entstehenden Unkosten sind naturgemäß in die Geschäftsunkosten einzurechnen. Wenn beispielsweise ein Geschäftsfahrrad einen Anschaffungswert von 150 ℳ hat, so rechnet man mit 5% Verzinsung, 12% Abschreibung und 15% Reparaturen, sodaß die jährlichen Unkosten 5 + 12 + 15 = 32% von der Anschaffungssumme, d. i. rund 50 ℳ ausmachen.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1912

Authors and Affiliations

  • Ernst Pieschel
    • 1
  1. 1.Oberlehrer und Abteilungsvorstand für MaschinenbauStädtischen GewerbeschuleDresdenDeutschland

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