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Die Entstehung des Nettogefälles

  • A. Pfarr

Zusammenfassung

Freie Flußbetten sind fast durchweg sehr breit im Verhältnis zur Tiefe. Im freien Mußbett befindet sieh das fließende Wasser geradeso in einem Beharrungszustand wie nachher im Ober- und Unterkanal auch, und seine Bewegung unterliegt dem gleichen Gesetz
$$J(m) = \psi \frac{{U{c^3}}}{Q}............$$
(762)
Der Unterschied gegenüber dem Kanal besteht nur darin, daß bei gleicher Wassermenge Q die Werte von ψ k , U und c im freien Flusse so groß sind, daß das gesamte Arbeitsvermögen des bergabfließenden Wassers, dargestellt durch das Wasserspiegelgefälle, wie in einem Freigerinne, zur Überwindung der Bettreibung verbraucht wird.

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Literatur

  1. 1).
    Vgl. die Fülle und Mannigfaltigkeit der Werte für „ψ k , Tabelle S. 651.Google Scholar
  2. 2).
    Diese Annahme dient nur der einfacheren Vorführung der Berechnung, es unterliegt gar keinem Anstand, hier mit zunehmender Tiefe auch zunehmende Breite in der Rechnung zu belassen. Im übrigen ist die Annahme konstanter Breite in vielen Verhältnissen gar nicht so außergewöhnlich, und die Parabeln bleiben auch dabei immer noch sehr flach.Google Scholar
  3. 1).
    Der soeben ausgegebene Bericht über den Bau des Albulawerkes der Stadt Zürich von den Direktoren Peter und Wagner enthält neben vielem sonstigem Vorzüglichen auch einen rationellen Kanalanschluß mit Sandfang.Google Scholar
  4. 1).
    Da und dort hat schon ein pflichttreuer Mann bei plötzlich einsetzendem Tauwetter sein Leben lassen müssen, weil er auf dem Weg entlang der Talwand des Kanals vom Hochwasser, das diese überflutete, überrascht und mit hinuntergerissen wurde.Google Scholar
  5. 1).
    Dem Verf. wurde von Leitern nordischer Wasserkraftanlagen mitgeteilt, daß Geschwindigkeiten von weniger als 0,3 m/sk durch die Nettorechenfläehe einen fast absolut sicheren Schutz gegen Vereisung des Rechens bieten sollen.Google Scholar
  6. 1).
    Auch noch im Taschenbuch „Hütte“1911, Bd. I, S. 314.Google Scholar
  7. 1).
    Z. V. deutsch. Ing. 1906, S. 1821 u. f.Google Scholar
  8. 1).
    „The fall-increaser“, Harvard Engineering Journal, Juni 1908, siehe auch Danekwerts: „Technische Maßnahmen, den Rückstau des Hochwassers betr.“in „Die Turbine“, 1909.Google Scholar
  9. 1).
    Vgl. S. 29 u. f.Google Scholar
  10. 1).
    Es ist leider nötig, auf solch elementar-konstruktive Dinge immer wieder hinzuweisen, weil sie vielfach unbeachtet bleiben. Vgl. z. B. Taf. 17, auch frühere Projekte über die Ausnutzung großer Wasserkräfte, wo Schützenführungen und Schützenwinden nur durch das Mauerwerk und Steinschrauben (Außenkräfte), nicht aber durch solide Konstruktionsteile gegenseitig in Verbindung stehen.Google Scholar
  11. 1).
    Die gezeichnete Schützentafel ist zweiteilig, Knaggen gegen aufwärts und gegen abwärts. Das Unterteil hebt sich zuerst bis auf Höhe des vom Wasserdruck festgehaltenen Oberteils und nimmt dann das Oberteil durch Knaggen mit. Auf diese Weise geringerer Kraftbedarf zum Ziehen der Schütze im Verein mit freiem Hochwasserdurchlaß bei kleinerer Gestellhöhe. Mitnehmen des Oberteils bis in richtige Tiefstellung. Ausführung Rüsch-Ganahl, Dornbirn.Google Scholar
  12. 1).
    Verf. fand einmal einen Rohreinlauf nach obenstellender Fig. 476, punktiert, der den Querschnitten nach, vgl. S. 504, und der umgekehrten Fig. 366 rechnungsmäßig unbedingt richtig, dem Richtungsübergang nach aber so schlecht als möglich war. Das Wasser kam bei voller Turbinenöffnung in ein Pulsieren derart, daß etwa 1/2 bis 3/4 m hohe Querwellen in ganz gleichmäßigem Abstande, etwa 4 bis 6 m, dem Oberkanal nach aufwärts zu entlang liefen und dessen Böschungen gefährdeten. Mit der Wasserführung, wie auggezogen, war die Ruhe im Kanal hergestellt.Google Scholar
  13. 1).
    Das Albulawerk der Stadt Zürich von Peter und Wagner, 1911. Taf. 9.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer Berlin 1912

Authors and Affiliations

  • A. Pfarr
    • 1
  1. 1.Großherzoglichen Technischen HochschuleDarmstadtDeutschland

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