Technische Ausführung des Verchromens

  • W. Pfanhauser

Zusammenfassung

Die Gegenstände, die man verchromen will, müssen natürlich oxyd- und zunderfrei sein. Es sind daher Eisen- und Stahlgegenstände vorher zu beizen, wenn sie nicht etwa auf ihrer ganzen Oberfläche durch Bürsten und Schleifen bereits auf einen entsprechenden Glanz gebracht wurden, wobei anhaftendes Oxyd, Zunder usw. (ebenso auch Rost) entfernt wurde. Messing und Kupfergegenstände, sowie alle Legierungen des Kupfers werden in gleicher Weise, wie dies bei anderen Galvanisierungsarten üblich ist, vorentfettet, um evtl. anhaftenden Polierschmutz, der vielfach in den Ecken festsitzt, zunächst zu entfernen. Es ist aber nicht nötig, das Dekapieren so peinlich genau durchzuführen, wie beispielsweise beim Vernickeln, weil kleine Spuren von Fett, wie sie beispielsweise durch das Anfassen mit den Händen auf die Gegenstände kommen, von der stark oxydierenden Chrombadflüssigkeit regelrecht verbrannt werden, so daß Fehler durch ungenügende Entfettung beim Verchromen gar nicht vorkommen. Gegenstände, welche man glänzend verchromen will, müssen vor der Verchromung bereits auf den Grad von Glanz gebracht werden, den später die Verchromung aufweisen soll. Es genügt vollkommen, wenn man die oxydfreien oxydierten Gegenstände unter Zuhilfenahme der in Fig. 6 veranschaulichten Benzin-Spül- und Waschtische am besten mit dem nicht brennbaren und nicht explodierbaren Benzinol der Langbein-Pfanhauser-Werke A.-G. von anhaftendem Schleif- und Polierschmutz reinigt, und dann, so bald das Fettlösungsmittel Benzinol verdampft ist, in die Chrombäder bringt.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1926

Authors and Affiliations

  • W. Pfanhauser
    • 1
  1. 1.LeipzigDeutschland

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