Grundsätzlicher Aufbau der Öfen

  • Victor Paschkis

Zusammenfassung

Wir wollen uns zunächst ein Bild über den grundsätzlichen Aufbau eines Ofens1 machen. Jeder Ofen besteht im wesentlichen aus einem Hohlkörper, in dessen Hohlraum das „Gut“, wie wir fortan das zu erwärmende Material nennen wollen, untergebracht werden kann. Der Hohlraum wird von der „inneren Ofenwand“begrenzt. Je nach der verlangten Temperatur kann diese aus Metall oder aus keramischen Baustoffen bestehen. Gehen wir von innen nach außen weiter, so kommen wir zu einem sehr wesentlichen Bestandteil der elektrischen Öfen: dem Wärmeschutz; wesentlich, weil der hohe Preis der aus Strom erzeugten Wärme eine besonders sorgfältige Isolierung erforderlich macht. Vom Bau brennstoffgefeuerter Öfen her war man gewöhnt, die Ofeninnenwand mit Schamotte auszukleiden und diese als Wärmeschutz anzusehen. Diese Anschauung mußte verlassen werden, weil Schamotte die Wärme zu gut leitet, und man „isoliert“ die elektrischen Öfen — nach den guten Erfahrungen an diesen heute vielfach auch die brennstoffgefeuerten Öfen — mit einem Material, das eine größenordnungsmäßig schlechtere Wärmeleitzahl hat als Schamotte. Der ganze Ofen sitzt dann noch in einem Mantel, der den Wärmeschutz gegen mechanische Beschädigungen schützt. Die Energiezufuhr geschieht entweder durch Elektroden oder Widerstände oder auch durch eine Induktionsspule.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1932

Authors and Affiliations

  • Victor Paschkis
    • 1
  1. 1.Berlin-JohannisthalDeutschland

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